Willkommen an der Börse, BioNTech 

Das Mainzer Biopharmazie-Unternehmen BioNTech SE ist am 10. Oktober in New York an die Börse gegangen – und dank einem Zweitlisting auch in Stuttgart handelbar.

Startschuss für den Handel mit der Aktie des Mainzer BioTech-Unternehmens war am 10. Oktober gegen 15:30 Uhr deutscher Zeit. Seitdem an der NASDAQ in New York eine erste Preisfeststellung erfolgt ist, kann die BioNTech-Aktie auch bei uns zu den üblichen Handelszeiten gehandelt werden (WKN A2PSR2).

BioNTech konnte alle 10 Millionen angebotenen Anteilsscheine (sogenannte American Depository Shares) platzieren – die sogenannte Greenshoe-Option (auch Mehrzuteilungsoption genannt) in Höhe von weiteren 1,5 Millionen Anteilsscheinen wurde nicht gezogen. Der Ausgabepreis lag mit 15 US-Dollar am unteren Ende der festgelegten Spanne zwischen 15 und 16 US-Dollar. Damit erzielte das Mainzer Unternehmen einen Platzierungserlös von 150 Millionen USD-Dollar und kommt auf eine Bewertung von rund 3,39 Milliarden US-Dollar.

Im Verlaufe des Platzierungsprozesses waren von Seiten BioNTechs sowohl die Anzahl der angebotenen Anteilsscheine als auch die Preisspanne abgesenkt worden – ursprünglich sollten bis zu 13,2 Millionen Anteilsscheine in einer Spanne zwischen 18 und 20 US-Dollar je Schein bei Investoren platziert werden.

Die 2008 gegründete Firma hat sich auf die Entwicklung von individualisierter Immuntherapien zur Behandlung von Krebs und Infektionskrankheiten spezialisiert und beschäftigt mittlerweile über 1.000 Mitarbeiter. Wichtigste Kapitalgeber sind die Gebrüder Strüngmann, bekannt als Gründer des Generikaherstellers Hexal, den sie 2005 an Novartis verkauft hatten.

Die Produktpipeline von BioNTech umfasst aktuell über 20 Produktkandidaten in verschiedenen Entwicklungsphasen.

Ob die Anleger in die Innovationskraft und die Fähigkeiten, medizinische Produkte zur Marktreife zu entwickeln, vertrauen und auf die BioNTech-Aktie setzen, wird sich zeigen.

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