Wie ein enger Spread sich auszahlt

Eine Beispielrechnung.

Ein enger Spread zahlt sich häufig aus – selbst wenn für die Orderausführung ein Transaktionsentgelt fällig wird. Das zeigt eine einfache Modellrechnung für ein Investment in 300 ETFs. Berücksichtigt werden sowohl der Kauf als auch der Verkauf der Papiere.

An Handelsplatz A wird der ETF ohne Spread gehandelt. Der Anleger kann den ETF also zum Briefkurs von 183,52 Euro kaufen und zum Geldkurs von 183,52 Euro verkaufen. Der Spread schlägt somit nicht zu Buche. Es fällt bei Kauf und Verkauf jeweils ein Transaktionsentgelt von 0,4 Promille des Ordergegenwerts an, insgesamt also 44,04 Euro (netto).

An Handelsplatz B gibt es dagegen kein Transaktionsentgelt, allerdings liegt der Briefkurs für den Kauf bei 183,67 Euro und der Geldkurs für den Verkauf bei nur 183,37 Euro – der breitere Spread von 30 Cent wirkt sich hier mit 90 Euro aus.

Die Endabrechnung zeigt: An Handelsplatz A fallen für den Anleger zwar bei Kauf und Verkauf Entgelte in Höhe von insgesamt 44,04 Euro (netto) an, durch den engeren Spread spart er gegenüber Handelsplatz B jedoch 90 Euro. Die Gesamtkosten werden im Beispiel also vom Spread und nicht von den Transaktionsentgelten dominiert. Unter dem Strich bleibt ein Vorteil für den Anleger von 45,98 Euro.

Wer sorgfältig vergleicht, kann also durch die Auswahl des Handelsplatzes die Performance seines ETF-Investments optimieren.

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