MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte

(DJLL) Von DJ


Der Markt-Überblick am Mittag, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:


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+++++ AKTIENMÄRKTE (12:54 Uhr) +++++


INDEX Stand +-% +-% YTD
S&P-500-Future 2.998,10 +0,01% +19,26%
Euro-Stoxx-50 3.587,97 -0,02% +19,54%
Stoxx-50 3.227,67 +0,04% +16,94%
DAX 12.671,88 +0,13% +20,01%
FTSE 7.182,60 +0,00% +6,75%
CAC 5.655,05 -0,32% +19,54%
Nikkei-225 22.492,68 +0,18% +12,38%
EUREX Stand +-Ticks
Bund-Future 171,53 -22


+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++


ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 54,41 53,93 +0,9% 0,48 +12,8%
Brent/ICE 60,08 59,91 +0,3% 0,17 +8,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.487,92 1.491,89 -0,3% -3,98 +16,0%
Silber (Spot) 17,45 17,55 -0,6% -0,10 +12,6%
Platin (Spot) 884,64 889,50 -0,5% -4,86 +11,1%
Kupfer-Future 2,61 2,60 +0,5% +0,01 -1,4%


Die Ölpreise setzen zum Wochenausklang ihre Aufwärtstendenz fort. Weiter stützt die Einigung auf einen Waffenstillstand, auf den sich die USA und die Türkei verständigt hatten. Allerdings bleiben die Blicke auch auf die Abstimmung des britischen Unterhauses über den mit Brüssel ausgehandelten Brexit-Vertrag mit der EU gerichtet. Der Goldpreis gibt seine Vortagesgewinne dagegen wieder ab.


+++++ AUSBLICK AKTIEN USA +++++


Mit einer wenig veränderten Tendenz dürfte die Wall Street in den letzten Handelstag der Woche starten. Schwache Wachstumsdaten aus China und die am Samstag anstehende Abstimmung des britischen Unterhauses über den mit der EU ausgehandelten Brexit-Vertrag dürften für eine verstärkte Zurückhaltung sorgen. Daneben bleibt auch der US-chinesische Handelsstreit weiterhin ungelöst. Die chinesische Wirtschaft hatte im dritten Quartal mit einem Plus von 6,0 Prozent die niedrigste Wachstumsrate seit dem ersten Quartal 1992 verzeichnet. Ökonomen hatten mit einer Zunahme um 6,1 Prozent gerechnet. Der September war damit der zweite Monat in Folge mit Wachstumsraten unter Vorjahresniveau. "Ein Fall unter die Marke von 6 Prozent wäre nicht nur für China, sondern auch für die globale Wirtschaft ein schlechtes Zeichen", sagt Analystin Ipek Ozkardeskaya von London Capital Group. Die Berichtssaison schaltet zum Wochenausklang einen Gang runter. So werden American Express und Coca-Cola vor der Startglocke ihre Quartalsberichte veröffentlichen.


+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++


Folgende Unternehmen veröffentlichen im weiteren Tagesverlauf Geschäftszahlen:


12:55 US/Coca-Cola Co, Ergebnis 3Q, Atlanta


13:30 US/American Express Co, Ergebnis 3Q, New York


+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++


-US
16:00 Index der Frühindikatoren September
PROGNOSE: 0,0% gg Vm
zuvor: 0,0% gg Vm


+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++


Europas Börsen präsentieren sich am Freitagmittag wenig verändert. Die Anleger agieren vorsichtig vor der Brexit-Abstimmung im britischen Parlament am Samstag. Ob Premier Boris Johnson eine Mehrheit unter den Parlamentariern für sein mit der EU ausgehandeltes Abkommen findet, ist völlig unklar. Daneben bleibt China aus Marktsicht weiter ein Risiko. Die dortige Wirtschaft ist im dritten Quartal nur mit 6 Prozent gewachsen und damit auf den niedrigsten Stand seit 1992. Die Markterwartung lag bei 6,1 Prozent. Zudem werden die USA, wie angekündigt, ab dem heutigen Freitag auf Flugzeugimporte aus der EU Strafzölle in Höhe von 10 Prozent erheben. Daneben soll es auf weitere EU-Produkte Aufschläge von bis zu 25 Prozent geben. Auch deutsche Unternehmen sind betroffen. Europaweiten Druck auf die Autobranche übt die Gewinnwarnung von Renault aus. Die Aktien brechen um 12,2 Prozent ein. Die Warnung per se ist laut Jefferies keine große Überraschung. Allenfalls deren Umfang sei unerwartet hoch. Ergänzend kommen mit Volvo auch schlechte Nachrichten aus Schweden für die Autoindustrie. Das Unternehmen rechnet für das kommende Jahr mit einer niedrigeren Produktion. Die Aktien fallen um 0,2 Prozent. Peugeot verlieren 1,4 Prozent, im DAX fallen Daimler 0,7 Prozent, VW 1,0 und BMW 0,2 Prozent. Continental fallen 0,5 Prozent, am Vortag hatte bereits der französische Zulieferer Faurecia gewarnt. Der Auto-Index ist mit minus 1,5 Prozent der mit Abstand schwächste Sektor im Stoxx-600. Auch Danone brechen um 7,7 Prozent ein. Er konnte zwar einen steigenden Umsatz im dritten Quartal vermelden, musste aber dennoch die Wachstumsprognose für das Gesamtjahr senken. Für die Aktie der Ceconomy-Beteiligung Fnac Darty geht es um 11,9 Prozent nach unten. Die französische Unterhaltungselektronikkette konnte den Trend einer fallenden Bruttomarge im dritten Quartal nicht drehen. Positive Nachrichten gibt es dagegen von Munich Re. Der Rückversicherer erwartet im laufenden Geschäftsjahr, den Ausblick von 2,5 Milliarden Euro beim Nettogewinn zu übertreffen. Munich Re legen 0,9 Prozent zu.


+++++ DEVISEN +++++


DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8.33 Uhr Do, 17:08 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1132 +0,04% 1,1120 1,1111 -2,9%
EUR/JPY 120,91 +0,04% 120,73 120,76 -3,8%
EUR/CHF 1,0999 +0,06% 1,0987 1,0981 -2,3%
EUR/GBP 0,8629 -0,03% 0,8643 0,8658 -4,1%
USD/JPY 108,64 +0,02% 108,57 108,68 -0,9%
GBP/USD 1,2900 +0,08% 1,2868 1,2834 +1,1%
USD/CNH (Offshore) 7,0846 +0,05% 7,0827 7,0825 +3,1%
Bitcoin
BTC/USD 7.889,26 -2,14% 7.893,26 8.044,26 +112,1%


Das britische Pfund bleibt mit den Brexit-Entwicklungen weiter im Fokus. Die Devise legte im Verlauf bis auf 1,2920 Dollar zu, nachdem sich BoE-Vizegouverneur Dave Ramsden zur Geldpolitik geäußert hatte. In einem am Freitag veröffentlichten Bloomberg-Interview sagte er, sollte Premierminister Boris Johnson seinen Brexit-Deal am Samstag durchs Parlament bringen, gelte die Vorgabe der Bank für einen "sauberen" Austritt aus der EU. Dies bedeute "begrenzte und graduelle" Zinserhöhungen. Es werde mit Spannung auf die für Samstag geplante Abstimmung gewartet. Das Ergebnis dürfte am Montag für kräftige Bewegungen im Pfund sorgen, so ein Beobachter.


+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++


Die asiatischen Börsen haben am Freitag mit mauen Wachstumsdaten aus China bis auf wenige Ausnahmen mit Abgaben geschlossen. Zu Beginn des Börsentages hatten noch die Kursaufschläge überwogen. Die chinesische Wirtschaft hatte im dritten Quartal mit der niedrigsten Wachstumsrate seit dem ersten Quartal 1992 zugelegt. Zudem wurde die Markterwartung von plus 6,1 Prozent mit plus 6 Prozent verfehlt. Der September war damit der zweite Monat in Folge mit Wachstumsraten unter Vorjahresniveau. Angesichts des anhaltenden US-chinesischen Handelskonflikts bewerteten Marktbeobachter die Daten jedoch als gar nicht so schlecht. Der Abgabedruck wurde zudem von über den Markterwartungen ausgefallenen Daten zur chinesischen Industrie-Produktion gemildert. Gegen den Negativtrend stemmte sich der Nikkei-225 in Tokio, der um 0,2 Prozent auf 22.493 Punkte und damit auf dem höchsten Stand seit Dezember 2018 zulegte. Die Kernverbraucherpreise im September auf das tiefste Niveau seit April 2017 gesunken. Die Entwicklung war allerdings so vorhergesagt worden. Wie widerstandsfähig sich der Nikkei präsentierte, zeigte ein Blick auf den Devisenmarkt. Denn dort stieg der Yen auf Tagessicht. Händler verwiesen auf die wieder gestiegene Unsicherheit über den Brexit-Deal zwischen der EU und Großbritannien. Es sei nicht sicher, ob das Unterhaus dem Regelwerk zustimmen werde, hieß es. An der chinesischen Leitbörse in Schanghai sank der Composite deutlicher als die übrigen Börsen. Auch in Südkorea drehten die Kurse mit den chinesischen BIP-Daten ins Minus.


+++++ CREDIT +++++


Etwas ausgeweitet zeigen sich am Freitag die Risikoprämien gegen den Ausfall europäischer Unternehmens- und Staatsanleihen. Große Umsätze am Markt werden für den Handelstag aber nicht mehr erwartet. Man halte sich angesichts der Brexit-Abstimmung am Samstag bedeckt, heißt es. Tendenziell werde aber eine Zustimmung des Parlaments erwartet, nachdem bereits am Donnerstag die Einigung mit der EU so positiv aufgenommen worden war. Sollte die Zustimmung erfolgen, dürfte dies positiv an den Kreditmärkten ankommen und besonders die Pfund-Anleihen stützen.


+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR +++++


Munich Re nach starkem Quartal optimistischer fürs Gesamtjahr


Der Rückversicherer Munich Re hat im dritten Quartal von einer guten operativen Entwicklung, einem hohen Währungsergebnis und einer starken Kapitalanlage profitiert. Wie der DAX-Konzern mitteilte, hat er im dritten Quartal einen Gewinn von rund 850 Millionen Euro nach 483 Millionen im Vorjahr erzielt. Für das Ergebnis im Gesamtjahr wird Munich Re daher zuversichtlicher.


VW-Konzern setzt im September deutlich mehr Autos ab


Volkswagen hat im Konzern im September in einem schwächeren Gesamtmarkt deutlich mehr Autos verkauft. Der rasante Zuwachs von gut 9 Prozent auf 904.200 Fahrzeuge ist allerdings auf einen Basiseffekt aus dem Vorjahr zurückzuführen. Damals waren nach Einführung des neuen Abgasmessverfahrens WLTP die Neuzulassungen eingebrochen, von dieser geringen Ausgangsbasis ging es nun deutlich aufwärts.


AT&T und Elliott könnten Zwist kurzfristig beilegen - Kreise


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October 18, 2019 06:59 ET (10:59 GMT)

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