DIE AUTO-WOCHE - das waren die wichtigsten Themen

(DJLL) Von DJ


US-Automarkt zeigt im September Bremsspuren


Der US-Automarkt hat sich im September tendenziell schwächer entwickelt, wenn auch einige deutsche Autobauer recht gut dastanden. Analysten hatten für den Markt mit rückläufigen Absatzzahlen gerechnet, weil der September dieses Jahr nur 23, im Vorjahr aber 25 Verkauftstage hatte. Doch auch diesen Effekt herausgerechnet schrumpfte der Absatz bei vielen der Hersteller stärker als befürchtet, vor allem bei den asiatischen Autobauern. Gegen den Trend stemmten sich BMW, Daimler und Porsche. Einen erheblichen Absatzrückgang mussten hingegen Volkswagen und die asiatischen Konkurrenten hinnehmen.


Tesla mit Rekordproduktion im dritten Quartal


Der US-Elektroautohersteller Tesla hat im dritten Quartal Rekordzahlen erreicht. Die Produktion lag bei 96.155 Fahrzeugen und die Zahl der Auslieferungen bei etwa 97.000 Fahrzeugen. Auch bei den Aufträgen in diesem Zeitraum wurde ein Rekord ereicht, so dass Tesla mit einem gestiegenen Auftragsbestand in das vierte Quartal geht. Die Aktie sank im nachbörslichen Geschäft um fast 5 Prozent auf 231,11 Dollar.


Traton steckt 2 Mrd Euro in Entwicklung von E-Mobilität und Digitalisierung


Die Nutzfahrzeugtochter Traton investiert verstärkt in Elektromobilität und vernetzte Fahrzeuge. Traton-CEO Andreas Renschler kündigte an, bis 2025 markenübergreifend mehr als 1 Milliarde Euro für Forschung und Entwicklung von batterieelektrischen Antrieben zu investieren. MAN, Scania und Volkswagen Caminhoes e Onibus entwickeln gemeinsamen einen elektrischen Antriebsstrang. Traton wolle führender Hersteller batterieelektrischer Nutzfahrzeuge werden.


Gericht zieht sittenwidrige Schädigung von VW-Kunden in Betracht


Im Musterfeststellungsverfahren gegen den Volkswagen-Konzern im Abgasskandal hat das Oberlandesgericht Braunschweig (OLG) erste Einschätzungen zum weiteren Verhandlungsverlauf abgegeben. Der Vorwurf einer sittenwidrigen und vorsätzlichen Schädigung von Dieselkäufern werde dabei "sehr ernsthaft in Betracht zu ziehen sein", sagte der Vorsitzende Richter Michael Neef am Montag unter Verweis auf die bisherige Rechtsprechung verschiedener Oberlandesgerichte.


Niedersächsischer Wirtschaftsminister sieht Jobverluste in Autobranche


Der niedersächsische Wirtschaftsminister Bernd Althusmann geht davon aus, dass in den nächsten zehn Jahren rund 100.000 Arbeitsplätze in der Automobilindustrie wegfallen werden. Althusmann sagte im Deutschlandfunk, die Autoindustrie stehe vor dem "größten Strukturwandel" ihrer Geschichte. Denn die Herstellung elektrisch angetriebener Fahrzeuge sei nicht einmal halb so aufwendig in der Produktion wie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Er gehe davon aus, dass "Automobilindustrie sich deutlich reduzieren wird", sagte Althusmann am Montag.


Studie: Elektromobilität kostet bis 2030 rund 125.000 Jobs in Deutschland


Der Umstieg auf die Elektromobilität wird nach Einschätzung von Experten schon bis 2030 deutlich mehr als hunderttausend Arbeitsplätze kosten. Nach Berechnungen des Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen, die der Welt am Sonntag (WamS) vorliegen, werden bei Autobauern und Zulieferern insgesamt fast 234.000 Stellen in Produktion und Entwicklung von Technik für Verbrennungsmotoren überflüssig. Im Gegenzug würden jedoch nur rund 109.000 neue Arbeitsplätze in der Entwicklung und Produktion von Teilen für Elektroantriebe neu entstehen, berichtet die WamS.


Opel beginnt mit Kurzarbeit in Rüsselsheim


Die Mitarbeiter des Autobauers Opel in Rüsselsheim müssen ab diesem Monat mit Kurzarbeit rechnen. Ein Sprecher bestätigte der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag, dass Opel die Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit für sechs Monate ab Oktober anzeigte. Das Handelsblatt hatte zuvor berichtet, Management und Betriebsrat hätten sich auf die Streichung der Spätschicht geeinigt.


Jaguar Land Rover stoppt britische Produktion ab 4.11 für eine Woche


Jaguar Land Rover wird die Produktion in allen seinen britischen Werken ab dem 4. November für eine Woche einstellen. Der indische Mutterkonzern Tata Motors Ltd sprach von der Notwendigkeit zur Anpassung der Produktion angesichts der anhaltenden Unsicherheit in der Weltwirtschaft, die den Absatz des Konzerns beeinflusst habe. Dazu zähle auch der geplante Brexit.


GM muss wegen US-Streik Werk in Mexiko stilllegen


Der Autobauer General Motors (GM) leidet unter einer Teileknappheit wegen eines Streiks in den USA und muss deshalb die Produktion eines Werks in Mexiko stoppen. Dort werden Pick-ups gebaut, die Fahrzeuge mit den höchsten Margen für den Hersteller. In dem mexikanischen Werk Silao und einer Getriebefertigung seien wegen fehlender Bauteile 6.000 Arbeiter entlassen worden, teilte der Autobauer mit.


Ford schreibt bis zu 900 Mio US-Dollar auf Indien-Geschäft ab


Ford muss in seinem Indiengeschäft eine Wertberichtigung von bis zu 900 Millionen US-Dollar buchen. Der Schritt sei wegen des bevorstehenden Verkaufs von Unternehmensteilen an ein Gemeinschaftsunternehmen mit Mahindra & Mahindra erforderlich, teilte der US-Autobauer mit.


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October 04, 2019 10:00 ET (14:00 GMT)

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