Deutsche Bank will US-Investment-Geschäft zurückschneiden - Kreise

(DJLL) Von DJ


Von Jenny Strasburg und Telis Demos


FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Bank ist offenbar dabei, einen wichtigen Teil ihrer US-Investmentbank abzubauen. Die in Schwierigkeiten befindliche Bank führt Gespräche mit der Citigroup, der BNP Paribas und anderen Instituten, um möglicherweise Teile des Aktiengeschäfts zu veräußern, darunter Geschäftsfelder, die Hedgefonds und anderen Handelskunden Dienste anbieten. Dies sagen Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind.


Diese Schritte deuten auf einen einschneidenden Umbau der US-Investmentbank der Deutschen Bank hin. Einst trat diese Tochter gegen Institute wie Goldman Sachs oder Morgan Stanley an. Ohne ein muskulöses Aktiengeschäft würde die Deutsche Bank im Wettbewerb mit den gesünderen US-Rivalen zurückfallen. Diese haben in der Zeit nach der Finanzkrise ohnehin bereits die europäischen Gegenspieler dominiert.


Bislang sind noch keine Vereinbarungen getroffen worden. Nach Aussage einer der informierten Personen handelt es sich um komplexe Gespräche mit einer Vielzahl von Parteien. Jeder Deal muss gegen die Kosten aufgewogen werden, die die Deutsche Bank mit dem Schließen von Bereichen aufwenden muss, einschließlich Abfindungskosten oder Kosten für das Halten langfristiger Derivatepositionen.


Sprecher der Citigroup, der BNP Paribas und der Deutschen Bank wollten die Vorgänge nicht kommentieren.


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July 02, 2019 13:49 ET (17:49 GMT)

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