MÄRKTE EUROPA/Erholungsbewegung - Euro nahe Jahrestief

(DJLL) Von DJ


FRANKFURT (Dow Jones)--Nach dem Rücksetzer am Vortag zeigen sich die europäischen Aktienmärkte am Donnerstagmittag erholt. Marktteilnehmer warten auf neue Impulse vom Handelsstreit, nachdem zuversichtliche Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu einer Einigung die Stimmung stützt. Im Blick stehen Unternehmensmeldungen mit Warnungen von Imperial Brands und IAG und Quartalszahlen von Hella. Derweil hat sich das Konsumklima in Deutschland etwas aufgehellt, wie die Forscher der GfK am Morgen mitteilten. Der DAX steigt um 0,2 Prozent auf 12.257 Punkte, der Euro-Stoxx erhöht sich um 0,1 Prozent auf 3.517 Punkte.


Unterstützung für den Aktienmarkt kommt auch vom Euro, der mit 1,0930 Dollar nur knapp über dem Jahrestief notiert. Der Dollar profitiert laut Hussein Sayed, Chefstratege bei FXTM, weiter von seinem Ruf als sicherer Hafen. Die Brexit-bedingte politische Krise in der EU, die sich weitere nähernde Rezession in der EU und die in den Industriestaaten gedrückten Anleiherenditen seien allesamt Faktoren für Investoren, im Dollarhafen Sicherheit zu suchen. Wenn der Greenback aber weiter nach oben marschiere, müsse man damit rechnen, dass sich US-Präsident Donald Trump einschalte, und das Finanzministerium zu Interventionen am Devisenmarkt dränge, warnt der Experte.


Hella nach Zahlen im Plus


Hella steigen nach Zahlen um 1 Prozent. Positiv gesehen wird, dass Hella den Ausblick bekräftigt hat. Die Citigroup lobt die widerstandsfähigen Margen im Autogeschäft. Die EBIT-Marge habe mit 7,0 Prozent 30 Basispunkte über der Konsensschätzung gelegen, der Rückgang bei der Bruttomarge habe sich verlangsamt auf 100 Basispunkte, verglichen mit 250 Basispunkten im Quartal davor.


Schwache Vorlagen belasten Henkel, die Aktie verliert 0,9 Prozent. Der US-Konkurrent H.B. Fuller hat schwache Quartalszahlen bekannt gegeben. H.B. Fuller will den Klebstoffbereich nun umstrukturieren.


In der zweiten Reihe stehen Metro im Blick. Am Markt werden die Sparpläne leicht positiv gesehen. Der Handelskonzern will die Effizienz steigern. Das kostet zwar zunächst bis zu 65 Millionen Euro, soll aber anschließend jährliche Einsparungen in mittlerer zweistelliger Millionen-Höhe bringen. Für die Aktie geht es um 0,3 Prozent nach oben.


Imperial Brands stürzen nach Warnung ab


Stärkere Kursbewegungen gibt es bei den europäischen Werten. Der Tabakkonzern Imperial Brands rechnet nun nur noch mit 2 Prozent statt zuvor 4 Prozent Umsatzplus. Die Aktie stürzt um 11 Prozent ab. Imperial Brands könnte den Pessimismus in ihrer Gewinnwarnung übertrieben haben, vermuten die Analysten von RBC, auch wenn sich der Zwischenbericht generell für die Tabakbranche nicht gut lese. Die Aktie von BAT handelt knapp im Minus.


Und die Fluglinie IAG rechnet damit, dass der Gewinn das Niveau aus dem vergangenen Jahr nicht erreichen wird. Neben den Streiks bei British Airways belasten schleppende Buchungszahlen bei den Billigtöchtern. Die Aktie verliert 3,2 Prozent, im Schlepptau fallen Lufthansa um 3 Prozent.


ABN Amro sacken um 9,2 Prozent ab. Die niederländische Bank ist wegen Geldwäsche ins Visier der Behörden geraten. Wie das Institut mitteilte, ermittelt die niederländische Staatsanwaltschaft gegen die Bank.


Ericsson geben 0,5 Prozent nach. Das Unternehmen rechnet für das dritte Quartal mit einer Rückstellung von 12 Milliarden Schwedischen Kronen (umgerechnet 1,12 Milliarden Euro) im Zusammenhang mit den laufenden Ermittlungen der US-Börsenaufsicht SEC und des Justizministeriums. Für eine Beilegung des Streits gehen die Schweden von einer Strafzahlung von einer Milliarde US-Dollar aus.


Der Kurs von Pearson bricht nach einer Gewinnwarnung um 17 Prozent ein. Der britische Medienkonzern sieht den Gewinn im laufenden Jahr nur noch am unteren Ende der bisher genannten Spanne. Auf Konzernebene sei nur noch ein bereinigter operativer Gewinn von 590 Millionen Pfund Sterling zu erreichen, nachdem hier bislang bis zu 640 Millionen Pfund in Aussicht gestellt hatte. Der Verleger von Bildungsliteratur teilte mit, das US-Segment für die gehobene Ausbildung habe auf Sicht der ersten neun Monate einen Umsatzrückgang um 10 Prozent erlebt.


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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.533,66 0,59 20,63 17,73
Stoxx-50 3.232,85 0,77 24,79 17,13
DAX 12.293,97 0,49 59,79 16,43
MDAX 25.741,93 0,69 176,62 19,24
TecDAX 2.822,01 1,00 27,92 15,18
SDAX 10.927,86 0,08 9,01 14,92
FTSE 7.374,00 1,15 84,01 8,35
CAC 5.622,35 0,69 38,55 18,85

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,59 -0,02 -0,83
US-Zehnjahresrendite 1,70 -0,04 -0,98


INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 26.970,71 0,61 162,94 15,62
S&P-500 2.984,87 0,62 18,27 19,07
Nasdaq-Comp. 8.077,38 1,05 83,76 21,73
Nasdaq-100 7.803,54 1,21 93,50 23,28

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,67 -0,8 1,68 46,9
5 Jahre 1,59 -2,5 1,61 -33,6
7 Jahre 1,64 -2,9 1,67 -60,3
10 Jahre 1,70 -3,7 1,74 -74,4
30 Jahre 2,14 -4,7 2,19 -92,7

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 10:00 Uhr Mi, 17.25 Uhr % YTD
EUR/USD 1,0933 -0,09% 1,0944 1,0954 -4,6%
EUR/JPY 117,62 -0,25% 117,85 117,99 -6,5%
EUR/CHF 1,0869 +0,16% 1,0869 1,0842 -3,4%
EUR/GBP 0,8867 +0,10% 0,8863 0,8849 -1,5%
USD/JPY 107,58 -0,16% 107,69 107,71 -1,9%
GBP/USD 1,2330 -0,20% 1,2347 1,2379 -3,4%
USD/CNY 7,1307 -0,02% 7,1317 7,1315 +3,7%
Bitcoin
BTC/USD 8.401,54 -2,07% 8.358,00 8.402,00 +125,9%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 56,69 56,49 +0,4% 0,20 +17,6%
Brent/ICE 62,35 62,39 -0,1% -0,04 +12,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.508,97 1.504,15 +0,3% +4,82 +17,7%
Silber (Spot) 17,97 17,92 +0,3% +0,05 +16,0%
Platin (Spot) 934,00 926,03 +0,9% +7,97 +17,3%
Kupfer-Future 2,60 2,60 +0,0% +0,00 -1,9%
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September 26, 2019 06:32 ET (10:32 GMT)

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