New York verklagt T-Mobile wegen Vertriebspraktiken

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Von Sarah Krouse


NEW YORK (Dow Jones)--Die Stadt New York verklagt T-Mobile US wegen angeblicher missbräuchlicher Verkaufsmethoden im Prepaid-Geschäft. Das Department of Consumer and Worker Protection listet mehr als 2.000 Verstöße gegen das US-Verbraucherschutzgesetz auf. Basis sind unter anderem Beschwerden von Kunden. So soll T-Mobile seinen Kunden im Prepaid-Bereich gebrauchte Mobiltelefone als Neugeräte verkauft, Gebühren für unverlangte Dienstleistungen in Rechnung gestellt und in illegaler Weise Steuern berechnet haben.


"Missbräuchliche Verkaufstaktiken sind in den Metro-Märkten von T-Mobile weit verbreitet", heißt es in der Klage, die beim Obersten Gericht von Manhattan eingereicht wurde. Vertreter von T-Mobile reagierten nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme.


Gefordert wird in der Klage, dass T-Mobile US die Einnahmen aus den beschriebenen Praktiken einem Entschädigungsfonds für Opfer überträgt. Für die US-Tochter der Telekom kommt das Verfahren zur Unzeit. Generalanwälte aus 17 Bundestaaten unter der Führung von New York und Kalifornien versucht derzeit, die geplante Übernahme des Mobilfunkanbieters durch T-Mobile juristisch zu Fall zu bringen. Ein Prozess soll im Dezember beginnen. Der Telekom-Regulierer des Bundes und Kartellbehörden hatten die Fusion unter Auflagen abgesegnet.


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September 05, 2019 11:02 ET (15:02 GMT)

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