LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

(DJLL) Von DJ


Der Markt-Überblick am Abend, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:


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+++++ AKTIENMÄRKTE (18:15 Uhr) +++++


INDEX Stand +-% +-% YTD
EuroStoxx50 3.171,41 -0,29% -15,32%
Stoxx50 2.849,59 -0,14% -16,26%
DAX 12.543,06 -0,12% -5,33%
FTSE 5.785,65 +0,16% -23,41%
CAC 4.851,38 -0,05% -18,85%
DJIA 28.185,94 -0,09% -1,24%
S&P-500 3.432,42 -0,09% +6,24%
Nasdaq-Comp. 11.435,55 -0,43% +27,45%
Nasdaq-100 11.592,34 -0,63% +32,74%
Nikkei-225 23.474,27 -0,70% -0,77%
EUREX Stand +-Ticks
Bund-Future 175,3 -26


+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++


ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 40,79 40,03 +1,9% 0,76 -27,7%
Brent/ICE 42,55 41,73 +2,0% 0,82 -30,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.901,60 1.924,51 -1,2% -22,91 +25,3%
Silber (Spot) 24,59 25,06 -1,9% -0,48 +37,7%
Platin (Spot) 883,53 889,53 -0,7% -6,00 -8,4%
Kupfer-Future 3,16 3,19 -1,2% -0,04 +11,6%


Die Ölpreise erholen sich von den kräftigen Vortagesabgaben. Teilnehmer sprechen jedoch nur von einer technischen Erholung. Weiterhin laste das bestehende Überangebot auf dem Markt. Dazu kämen die weiter rasant steigenden weltweiten Neuinfektionen, die mit den erneuten Lockdowns die Ölnachfrage weiter dämpfen dürften. Der Goldpreis gibt mit der Dollar-Erholung nach.


+++++ FINANZMARKT USA +++++


Mit einem nervösen Auf und Ab präsentiert sich die Wall Street am Donnerstag. Der Markt stehe weiterhin im Bann der Gespräche um ein neues US-Stimulipaket, heißt es. Die bereits seit Wochen erfolglos verlaufenden Verhandlungen zwischen Demokraten und Republikanern sollen am Donnerstag fortgesetzt werden. Hoffnung machen zuversichtliche Äußerungen der demokratischen Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi. Andererseits schwindet die Wahrscheinlichkeit, dass es noch vor der Wahl am 3. November zu einer Einigung kommt. Weiter belastet auch die weltweit rasant steigende Zahl an Corona-Neuinfektionen. Die immer häufiger verhängten neuerlichen Lockdowns dürften sich zunehmend negativ auf die erwartete konjunkturelle Erholung auswirken, heißt es. Für die Tesla-Aktie geht es nach oben. Der Hersteller von Elektroautos übertraf im dritten Quartal die Erwartungen und bekräftigte sein Ziel, in diesem Jahr mindestens eine halbe Million Fahrzeuge auszuliefern. Der Telekommunikations- und Medienkonzern AT&T hat die Auswirkungen der Pandemie im dritten Quartal deutlich zu spüren bekommen. Die Belastungen machten sich sowohl im Film- als auch im Mobilfunkgeschäft bemerkbar. Allerdings konnte AT&T im Mobilfunkgeschäft Kunden hinzugewinnen. Die Aktie gewinnt deutlich. Coca-Cola hat im dritten Quartal belastet von der Corona-Pandemie weniger verdient und umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Dies sei durch anhaltende Zuwächse bei den Verkäufen für den Verzehr zu Hause ausgeglichen worden. Der Umsatz lag deutlich über den Markterwartungen. Die Aktie steigt.


+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++


Folgende Unternehmen veröffentlichen im weiteren Tagesverlauf Geschäftszahlen:


22:02 US/Intel Corp, Ergebnis 3Q


+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++


Es stehen keine wichtigen Daten zur Veröffentlichung an.


+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++


Europas Börsen haben am Donnerstag nach volatilem Verlauf mit kleineren Verlusten geschlossen. Trotz der Stabilisierungsansätze verhielten sich die Anleger weiterhin zurückhaltend. Es belastete die rasant steigende Zahl der Coronavirus-Infizierten. Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland ist erstmals seit Beginn der Pandemie auf mehr als 11.000 Fälle binnen eines Tages gestiegen. Damit ist abzusehen, dass es vermehrt zu lokalen Lockdowns kommen wird und die Wirtschaft damit einen weiteren Dämpfer erhält. In den USA dreht sich immer mehr um die Präsidentschaftswahl Anfang November. Ob es dort bis dahin zumindest ein kleines Fiskalpaket geben wird, ist weiter ungewiss. In den Fokus rückt nun die zweite TV-Debatte zwischen Präsident Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden in der Nacht zum Freitag. Trump liegt in den Umfragen weit abgeschlagen hinter Biden. Nach starken Drittquartalszahlen legten Hermes an der Pariser Börse um 1,6 Prozent zu. Der Luxuskonzern ist wieder auf einen Wachstumspfad zurückgekehrt und setzt damit einen positiven Sektorimpuls. IAG gewannen nach Zahlen 4,3 Prozent. Die International Consolidated Airlines Group ist im dritten Quartal in die roten Zahlen gerutscht und hat aufgrund des "aktuell unsicheren Umfelds" die Flugkapazität für das vierte Quartal runtergefahren. Positiv hob Davy die Liquidität von 9,3 Milliarden Euro hervor. Schneider Electric legten nach Zahlen um 2,1 Prozent zu. Das Nichterreichen des Margenziels für das dritte Quartal hat STMicroelectronics (minus 1,0 Prozent) laut Citigroup mit einer robusten Unternehmensprognose für den Umsatz im vierten Quartal kompensiert. Adidas gewannen 2,8 Prozent. Die Stimmung profitierte von einem Bericht, nach dem der Konzern die Marke Reebok verkaufen könnte. Das berichtete das Manager-Magazin.


+++++ DEVISEN +++++


DEVISEN zuletzt +/- % Do, 08:31 Uhr Mi, 17:04 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1823 -0,32% 1,1856 1,1872 +5,4%
EUR/JPY 123,95 -0,05% 124,04 124,00 +1,7%
EUR/CHF 1,0729 -0,03% 1,0740 1,0726 -1,2%
EUR/GBP 0,9036 +0,13% 0,9018 0,9029 +6,8%
USD/JPY 104,86 +0,27% 104,63 104,43 -3,6%
GBP/USD 1,3084 -0,45% 1,3146 1,3147 -1,3%
USD/CNH (Offshore) 6,6675 +0,39% 6,6523 6,6399 -4,3%
Bitcoin
BTC/USD 12.992,50 +0,35% 12.813,75 12.716,00 +80,2%


Der Dollar erholt sich von seinen jüngsten Abgaben. Der Dollar könnte sich abschwächen, falls der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden bei der Fernsehdebatte mit US-Präsident Donald Trump in der Nacht zum Freitag gut abschneidet, so die ING. "Der Dollar war in dieser Woche überraschend schwach, anscheinend belastet durch die immer noch herrschende Aussicht auf ein neues US-Konjunkturpaket und das wachsende Gefühl, dass eine Biden-Regierung eine gewisse Ordnung im Welthandel wiederherstellen würde", sagt Devisen-Analyst Chris Turner. Die Debatte ist "vielleicht die letzte Chance des Präsidenten, den Rückstand in den Umfragen ernsthaft aufzuholen", ergänzt er.


+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++


Am Donnerstag sind die Börsen in Ostasien und Australien der Wall Street nach unten gefolgt. Auf die Stimmung drückten die bislang ergebnislos gebliebenen Verhandlungen über ein neues Corona-Hilfspaket in den USA. Dazu gesellte sich die Befürchtung, dass es bei der US-Präsidentschaftswahl zu einer Einmischung von außen kommen könnte. Iran und Russland hätten Informationen über die registrierten Wähler erlangt und versuchten, die öffentliche Meinung in den USA zu beeinflussen, sagte der Direktor der Nationalen Nachrichtendienste der USA, John Ratcliffe, am Mittwoch. Diese Verunsicherung verschaffte dem Yen Zulauf. Der starke Yen wiederum verteuert japanische Produkte auf dem Exportmarkt. Das belastete die Tokioter Börse. Im Minus lagen auch die chinesischen Börsen. Händler schrieben die Zurückhaltung der Investoren dem anstehenden, voraussichtlich über 30 Milliarden US-Dollar schweren Börsengang der Ant Group in Hongkong zu. Das Unternehmen hat am Mittwoch nach eigenen Angaben die erforderliche Genehmigung der Aufsichtsbehörden in China und Hongkong erhalten.


+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR +++++


Fraport platziert Schuldschein über 250 Millionen Euro


Der Flughafenbetreiber Fraport hat einen Schuldschein im Gesamtwert von 250 Millionen Euro bei Investoren platziert und erhöht damit seinen finanziellen Handlungsspielraum. Das Emissionsvolumen sei angesichts einer hohen Nachfrage aufgestockt worden, so das Unternehmen. Ursprünglich sei ein Volumen von lediglich 150 Million Euro mit Laufzeiten von drei, sechs und acht Jahren vorgesehen gewesen.


Vossloh steigert operativen 3Q-Gewinn und erhöht Gewinnprognose 2020


Vossloh hat nach einem "starken Ergebnis" im dritten Quartal die Prognosen für die operativen Gewinnmargen im Gesamtjahr angehoben. Wie der im SDAX notierte Hersteller von Bahninfrastruktur mitteilte, soll die EBIT-Marge 2020 nun 7,5 bis 8,5 Prozent betragen anstatt 7 bis 8 Prozent. Bei der EBITDA-Marge lautet das Ziel nun 13 bis 14 Prozent anstatt 12 bis 13 Prozent. Hingegen ist die Vossloh AG bei der Umsatzerwartung nun leicht pessimistischer. 2020 wird der Umsatz voraussichtlich bei 870 Millionen Euro liegen. Zuletzt hatte der Konzern beim Umsatz den unteren Rand der Spanne 900 Millionen Euro bis 1 Milliarde Euro angepeilt, aber bereits mit den Halbjahreszahlen signalisiert, dass sich Umsätze coronabedingt in Folgejahre verschieben könnten.


American Airlines mit geringerem Verlust als Erwartet


Die US-Fluglinie American Airlines hat im dritten Quartal einen geringeren Verlust als erwartet verbucht. Auch der Umsatzrückgang fiel weniger stark aus als prognostiziert. Die Aktie gibt vorbörslich dennoch um 1,8 Prozent nach auf 12,52 US-Dollar. Der Nettoverlust lag bei 2,4 Millionen Euro bzw. 4,71 Dollar je Aktie, wie die American Airlines Group mitteilte.


(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires


October 22, 2020 12:18 ET (16:18 GMT)

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