Munich Re sieht bisher kaum Belastungen durch Corona-Krise

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Von Matthias Goldschmidt


FRANKFURT (Dow Jones)--Die Munich Re erwartet nach wie vor keine materiellen Auswirkungen der Corona-Krise auf das Jahresergebnis des Konzerns. Je stärker sich die Viruswelle ausbreite, desto stärker könnte auch Munich Re betroffen sein, heißt es jedoch in dem am Morgen veröffentlichten Geschäftsbericht des Rückversicherungskonzerns. Die Munich Re bestätigte damit im Grunde die bereits bei der Bilanzpressekonferenz Ende Februar getätigten Aussagen.


Im unwahrscheinlichen Fall einer Pandemie in Höhe eines sogenannten 200-Jahre-Ereignisses sieht der Konzern in der Leben- und Gesundheitsrückversicherung eine Belastung von maximal 1,4 Milliarden Euro. Unter einem 200-Jahre-Ereignis versteht die Munich Re in diesem Fall eine Pandemie mit Opferzahlen im Bereich von mehreren hunderttausenden bis rund 20 Millionen Toten, wie ein Sprecher erläuterte.


In der Schaden-Rückversicherung könnten Belastungen durch Absagen von Großveranstaltungen in Höhe eines mittleren bis hohen dreistelligen Millionen-Euro-Betrags entstehen. Die Munich Re ist beispielsweise Teil des Versicherungskonsortiums für die Olympischen Spiele in Tokio.


Von einer globalen Rezession sei mit Blick auf die Finanzmärkte derzeit nicht auszugehen.


Die Auswirkungen auf das Ergebnis durch Verwerfungen am Aktienmarkt dürften sich dank Absicherungen in Grenzen halten. Größere Belastungen könnte es geben, wenn das genannte Pandemie-Szenario eintrete.


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March 18, 2020 04:32 ET (08:32 GMT)

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