DIE AUTO-WOCHE - das waren die wichtigsten Themen

(DJLL) Von DJ


Volkswagen setzt nach Verlust auf das 2. Halbjahr


Volkswagen hat im ersten Halbjahr wegen den Belastungen aus der Corona-Krise bei wegbrechenden Umsätzen einen Verlust verzeichnet. Die wochenlang geschlossenen Werke zur Eindämmung der Pandemie und zugesperrte Autohäuser sorgten für einen kräftigen Absatzrückgang des Wolfsburger Konzerns. VW setzt allerdings auf eine Fortsetzung des jüngst wieder besseren Umfelds - und rechnet im Gesamtjahr mit einem Gewinn.


Volkswagen senkt Dividende 2019 deutlich


Die Aktionäre der Volkswagen AG müssen sich wegen der Corona-Pandemie mit einer deutlich niedrigeren Dividende zufriedengeben als ursprünglich geplant. Wie der DAX-Konzern mitteilte, wird der Hauptversammlung für 2019 eine Dividende von 4,80 Euro je Stamm- und 4,86 Euro je Vorzugsaktie vorgeschlagen. Der bisherige Vorschlag hatte auf 6,50 Euro je Stammaktie und 6,56 Euro je Vorzugsaktie gelautet. Der verbleibende Bilanzgewinn von 855 Millionen Euro werde auf neue Rechnung vorgetragen. Volkswagen hatte angekündigt, die Dividende auf den Prüfstand zu stellen.


Marke Volkswagen hofft auf Rückenwind im zweiten Halbjahr


Volkswagen sieht bei seiner Kernmarke weitere Erholungstendenzen. Nach einer Verbesserung des Geschäfts im Juni erhofft sich die Marke VW Impulse von neuen Modellen im zweiten Halbjahr. Trotz eines Verlusts in den ersten sechs Monaten rechnet VW mit einem operativen Gewinn im Gesamtjahr.


Traton mit roten Zahlen - Verlust 2020 nicht ausgeschlossen


Belastet von einem deutlich Absatzrückgang hat der Lkw-Hersteller Traton im ersten Halbjahr und im zweiten Quartal einen Verlust eingefahren. Trotz einer leichten Erholung in der zweiten Jahreshälfte schließt die VW-Tochter, zu der Marken wie MAN und Scania gehören, einen operativen Verlust im laufenden Geschäftsjahr nicht aus.


Porsche AG rechnet 2020 weiterhin mit zweistelliger Rendite


Der Sportwagenhersteller Porsche ist trotz Corona-Krise weiterhin profitabel, musste im ersten Halbjahr aber einen deutlichen Gewinnrückgang verkraften. Im laufenden Jahr will die Porsche AG weiterhin eine zweistellige operative Rendite erreichen, die strategische Rendite von 15 Prozent sieht die Volkswagen-Tochter aber nicht.


Audi will Halbjahresverlust bis Jahresende mehr als aufholen


Audi will den operativen Verlust von 750 Millionen Euro aus den ersten sechs Monaten bis zum Jahresende mehr als ausgleichen. Der Finanzchef der VW-Tochter, Arno Antlitz, rechnet zwar weiter mit einer "extrem herausfordernden" zweiten Jahreshälfte, will bei deutlich sinkenden Absatz- und Umsatzzahlen aber im Gesamtjahr einen klar positiven operativen Gewinn ausweisen.


Artemis soll bis 2024 neuen E-Audi entwickeln


Der neue Audi-Chef Markus Duesmann will von einer neuen konzerninternen Projektgruppe Artemis binnen vier Jahren ein neues E-Auto für den Premiumhersteller entwickeln lassen. Die Digitalisierung bestimme in Zukunft das Auto, nicht die Hardware, sagte der Manager, der zugleich die Forschung und Entwicklung im gesamten VW-Konzern leitet, bei einer Telefonpressekonferenz. "Wir dürfen keine Zeit verlieren."


Porsche SE revidiert Dividendenvorschlag abwärts - HV am 2. Oktober


Nach Volkswagen senkt auch die Beteiligungsgesellschaft Porsche SE ihren Dividendenvorschlag für das vergangene Jahr.


BMW baut für 110 Millionen Euro Batteriezell-Pilotwerk


BMW wird in Parsdorf bei München ein Pilotwerk für Lithium-Ionen-Batteriezellen bauen. 50 Mitarbeiter sollen dort ab Ende 2022 wiederverwertbare Batteriezell-Prototypen entwickeln und auch seriennah produzieren. BMW will nach den Worten von Produktionsvorstand Milan Nedeljkovic die letzte Lücke im gesamten Wertschöpfungsprozess von EU-Autos schließen.


BMW will bis 2030 CO2-Emission pro Fahrzeug um ein Drittel senken


Mit einem Bündel an Maßnahmen will der Autobauer BMW die klimaschädlichen CO2-Emissionen seiner Fahrzeuge bis 2030 um jeweils mindestens ein Drittel senken. Dabei wird der komplette Lebenszyklus eines Autos berücksichtigt, wie der Münchner Autobauer verkündete - von der Lieferkette über die Produktion bis zum Ende der Pkw-Nutzung.


Betriebsrat: Daimler-Sparpaket hat 450 Millionen Euro Volumen


Das für Daimler beschlossene Sparpaket zur Reduzierung der Personalkosten soll dem Konzern in diesem Jahr knapp eine halbe Milliarde Euro bringen. "Wir reden hier über ein Einsparvolumen von 450 Millionen Euro", sagte Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht der Branchenzeitung Automobilwoche. "Das entspricht etwa der Arbeitsleistung von 7.000 Beschäftigten."


Kein Anspruch auf Entschädigung in Dieselskandal bei vollständig abgenutztem Auto


Der Bundesgerichtshof (BGH) hat im VW-Dieselskandal mehrere noch offene Schadenersatzklagen abgelehnt. Käufer eines VW-Dieselautos, das bei Bekanntwerden des Skandals bereits vollständig abgenutzt war, haben keinen Anspruch auf Entschädigung, wie der BGH in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil mitteilte. Auch wer sein Auto erst nach Bekanntwerden des Skandals kaufte, kann nicht mit Schadenersatz rechnen. (Az. VI ZR 354/19; VI ZR 367/19; VI ZR 397/19; VI ZR 5/20)


Aktuelle und ehemalige VW-Führungskräfte wegen Untreueverdachts vor Gericht


Zwei Ex-Vorstände von Volkswagen sowie ein ehemaliger und ein aktueller Personalmanager müssen sich wegen des Verdachts überhöhter Zahlungen an VW-Betriebsratsmitglieder vor Gericht verantworten. Das Landgericht Braunschweig ließ am Dienstag die Anklage der Staatsanwaltschaft Braunschweig wegen des Verdachts der gemeinschaftlichen Untreue mit einem Schaden von gut fünf Millionen Euro für Volkswagen zu. (Az. 16 KLs 406 Js 59398/16)


FTC: VW hat in Abgasskandal US-Kunden über 9,5 Mrd USD erstattet


Der Autobauer Volkswagen hat im Abgasskandal Autokäufern in den USA seit 2016 mehr als 9,5 Milliarden US-Dollar zurückerstattet. Das teilte die Federal Trade Commission (FTC) einem Bundesgericht in Kalifornien in einem abschließenden Bericht mit.


Opel verkauft im 1. Halbjahr 53 Prozent weniger Autos


Der Autohersteller Opel hat im ersten Halbjahr 2020 infolge der Corona-Krise nicht einmal mehr halb so viele Autos verkauft wie vor einem Jahr. Wie die Muttergesellschaft, die französische Peugeot SA, weiter mitteilte, ging der Absatz von Fahrzeugen der Marke Opel Vauxhall von Januar bis Juni weltweit um 53,1 Prozent auf 266.118 Einheiten zurück.


Fiat Chrysler rutscht im 2Q tief in die roten Zahlen


Fiat Chrysler ist inmitten der Corona-Pandemie im zweiten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Im Zeitraum April bis Juni betrug der Nettoverlust 1,05 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 793 Millionen im Vorjahresquartal, teilte die Fiat Chrysler Automobiles NV mit. Im Juni haben sich die Ergebnisse und der operative Cashflow laut Mitteilung signifikant verbessert. Für den Rest des Jahres gab der Konzern keinen Ausblick aus. Den Abschluss des Zusammengehens mit Peugeot


Peugeot schneidet im 1. Halbjahr besser ab als erwartet


Der französische Autohersteller Peugeot hat im ersten Halbjahr 2020 infolge der Corona-Krise deutlich weniger verdient. Wie die Opel-Mutter mitteilte, sackte der Nettogewinn auf 595 Millionen Euro von 1,83 Milliarden im entsprechenden Vorjahreszeitraum ab. Allerdings schnitt Peugeot damit wesentlich besser ab als von Analysten erwartet.


Renault schreibt nach starkem Umsatzeinbruch tiefrote Zahlen


Renault ist in der Coronavirus-Pandemie massiv unter die Räder gekommen. Der französische Autohersteller meldete für das erste Halbjahr einen Umsatzrückgang von mehr als einem Drittel und einen Nettoverlust von 7,29 Milliarden Euro. Im Vorjahrszeitraum stand dagegen ein Nettogewinn von 970 Millionen Euro in den Büchern. Der Ergebnisbeitrag von Allianzpartner Nissan Motor belief sich auf minus 4,82 Milliarden Euro und fiel damit weitaus größer aus als im Vorjahr (minus 21 Millionen Euro).


Jaguar Land Rover ernennt früheren Renault-Chef Bollore zum CEO


Der britische Autobauer Jaguar Land Rover Automotive bekommt einen neuen Chef. Wie die Tochter der indischen Tata Motors Ltd mitteilte, wird der frühere Renault-Chef Thierry Bollore neuer CEO ab dem 10. September.


Ford-Umsatz halbiert sich im zweiten Quartal


Der US-Autobauer Ford hat die Folgen der Coronavirus-Pandemie im zweiten Quartal deutlich zu spüren bekommen. So halbierte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr, was allerdings den Erwartungen der Analysten entsprach. Die Ford-Aktie legte im nachbörslichen Handel um 3,6 Prozent auf 6,98 Dollar zu.


GM massiv in den roten Zahlen, aber weniger als befürchtet


General Motors ist im zweiten Quartal sehr deutlich in die Verlustzone geraten. Ergebnis und Umsatz übertrafen jedoch die Erwartungen des Marktes, sodass der Aktienkurs des Autoherstellers vorbörslich um 3,8 Prozent zulegt. GM verbuchte einen Nettoverlust von 758 Millionen US-Dollar oder 56 Cent pro Aktie, nach Überschüssen von 2,418 Milliarden Dollar oder 1,66 Dollar pro Aktie im Vorjahreszeitraum.


Toyota Motor mit 17 Prozent Absatzrückgang im Juni


Der japanische Autohersteller Toyota hat im vergangenen Monat infolge der Corona-Krise weltweit 17 Prozent weniger Autos verkauft als vor einem Jahr. Wie die Toyota Motor Corp mitteilte, wurden im Juni - einschließlich Daihatsu Motor Co und Hino Motors Ltd - 765.373 Fahrzeuge an die Kunden übergeben. Damit summierte sich der Absatzrückgang im ersten Halbjahr 2020 auf 22 Prozent.


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July 31, 2020 10:32 ET (14:32 GMT)

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