DIE AUTO-WOCHE - das waren die wichtigsten Themen

(DJLL) Von DJ


MAN will 9.500 Stellen streichen


Der defizitäre Nutzfahrzeughersteller MAN will mit einschneidenden Maßnahmen seinen bereits angekündigten Sparkurs verschärfen. Bis zu 9.500 Stellen in Deutschland oder Österreich stehen zur Disposition - ein Viertel der weltweiten Belegschaft. Einzelne Fertigungsstandorte könnten nach aktuellen Überlegungen ganz geschlossen werden. Die IG Metall kündigte scharfen Widerstand gegen die Pläne an. Bislang war ein Abbau von 6.000 Stellen geplant. MAN trifft es damit heftiger als den Schwesterkonzern Scania. Dort stehen rund 5.000 Jobs zur Disposition.


Traton erhöht Angebot für Navistar um gut ein Fünftel


Traton hat sein Angebot für die vollständige Übernahme des US-Lkw-Herstellers Navistar auf 43,00 Dollar je Aktie erhöht. Ende Januar hatte die VW-Tochter 35,00 Dollar geboten. Volkswagen ist grundsätzlich bereit, die Mittel für die Aufstockung dafür bereitzustellen. Traton hält derzeit 16,8 Prozent an Navistar, will aber alleiniger Eigentümer werden.


Ex-VW-Chef Winterkorn muss wegen Dieselskandals vor Gericht


Fünf Jahre nach Bekanntwerden des Dieselskandals bei Volkswagen steht fest, dass sich der damalige Konzernchef Martin Winterkorn wegen mutmaßlichen Betrugs vor Gericht verantworten muss. Das Landgericht Braunschweig ließ die Anklage wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs gegen ihn und vier weitere frühere und aktuelle VW-Mitarbeiter zu. Bei Winterkorn sieht das Gericht mittlerweile hinreichenden Tatverdacht und eine "überwiegende Verurteilungswahrscheinlichkeit".


Studie: Autobauer machten zusammen über 10 Mrd Euro Verlust im Quartal


Die Corona-Krise hinterlässt historisch tiefe Löcher in den Bilanzen der Autoindustrie weltweit: Die 17 größten Autohersteller machten im zweiten Quartal von April bis Juni einen operativen Verlust von währungsbereinigt 10,8 Milliarden Euro, wie die Beratungsgesellschaft EY mitteilte. Im Vorjahresquartal hatte ein Plus von 21,8 Milliarden Euro gestanden. Der Umsatz sank im Schnitt um 41 Prozent auf 256 Milliarden Euro, der Absatz um 39 Prozent.


Tesla will sich in Grünheide vergrößern - Bericht


Der US-Elektroautobauer Tesla will sich am Standort Grünheide bei Berlin offenbar vergrößern. Wie die Wirtschaftswoche unter Berufung auf einen Insider berichtet, will das Unternehmen im Gewerbegebiet GVZ Berlin Ost Freienbrink, unweit des Tesla-Werksneubaus, zwölf Hektar kaufen. Der Kaufvertrag soll weitgehend stehen.


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September 11, 2020 12:30 ET (16:30 GMT)

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