MÄRKTE EUROPA/Weiter seitwärts - Banken bremsen

(DJLL) Von DJ


Von Herbert Rude


FRANKFURT (Dow Jones)--An den europäischen Aktienmärkten tendieren die Kurse auch am Freitag im frühen Geschäft weiter seitwärts. Der DAX tendiert kaum verändert bei 15.571 Punken. Der Euro-Stoxx-50 zieht um 0,2 Prozent auf 4.103 Punkte an. Ein besseres Abschneiden verhindern zunächst die Aktien der Banken. Der Stoxx-Banken fällt im frühen Handel um 0,6 Prozent. Im DAX geben Deutsche Bank 3,8 Prozent ab. "Über die Zinsmargen sind die Banken der Verlierer des Renditerückgangs", so ein Händler. In den USA fielen die Renditen der Langläufer am Donnerstag auf den tiefsten Stand seit drei Monaten, und auch in Europa stehen sie unter Druck: "Der Markt ist nach wie vor der Meinung, dass die hohe Inflation nur ein temporäres Phänomen ist", so der Marktteilnehmer.


Zur Deutschen Bank heißt es noch, die EZB habe die Bank aufgefordert, sich schnellstmöglich um den vakanten Aufsichtsratsvorsitz zu kümmern. "Der Markt ist nun erst einmal vorsichtig", so ein weiterer Händler.


Die meisten europäischen Branchenindizes ziehen aber an, besonders der Index der Basic Resources mit einem Plus von 1,1 Prozent. Händler verweisen auf die günstigen Konjunkturerwartungen mit der Entspannung in der Pandemie. Davon profitiert auch der Index der Reise- und Freizeit-Aktien mit seinem Plus von 0,8 Prozent. Aber auch Pharma-Titel und Technologie-Aktien liegen weiter auf der Gewinnerseite, ihnen hilft der Rückgang der Renditen.


"Eine Fortsetzung der Konsolidierung auf hohem Niveau bleibt für den Moment das wahrscheinlichste Szenario", sagt Milan Cutkovic vom Brokerhaus Axi mit Blick auf den DAX. "Auch die Sitzung der Europäischen Zentralbank und die US-Inflationsdaten konnten den Aktienmärkten kein neues Leben einhauchen", ergänzt er.


In den Blick rücken nun aber auch schon die Sitzung der US-Notenbank am nächsten Mittwoch und der Verfall am kommenden Freitag: "Der Wochenanfang vor der Fed-Sitzung ist häufig eher bullish", sagt Robert Rethfeld von Wellenreiter Invest. Und der Verfallstermin verlängert häufig die bestehenden Trends.


Ausschläge insgesamt gering - K+S sehr fest


Im DAX steigen SAP um 0,9 Prozent und Daimler um 0,6 Prozent auf 78,64 Euro. RBC hat das Kursziel für Daimler auf 106 von 98 Euro erhöht. Auf der anderen Seite belegen Allianz hinter der Deutschen mit einem Minus von 0,9 Prozent den zweiten Platz. Insgesamt sind die Ausschläge bei den DAX-Aktien aber gering.


In der zweiten Reihe ziehen K+S um mehr als 6 Prozent an. Das Magazin "der Aktionär" soll die Aktie zum Kauf empfohlen haben. Aus dem Handel verlautete überdies, dass Stifel die K+S-Aktie auf "Buy" hochgestuft habe. Aixtron setzen ihren Aufschwung mit einem Plus von 3,6 Prozent fort. Dagegen fallen Morphosys um 4 Prozent, nachdem JP Morgan sie auf neutral abgestuft hat.



Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 4.103,33 0,18 7,26 15,50
Stoxx-50 3.529,76 0,30 10,64 13,56
DAX 15.570,83 0,00 -0,39 13,50
MDAX 33.829,74 0,17 58,47 9,85
TecDAX 3.448,15 0,14 4,73 7,33
SDAX 16.284,07 0,17 27,92 10,29
FTSE 7.126,14 0,54 37,96 9,72
CAC 6.566,24 0,30 19,75 18,28

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,27 -0,01 -0,51
US-Zehnjahresrendite 1,44 0,00 -1,24

DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Uhr Do, 17.06 Uhr % YTD
EUR/USD 1,2181 +0,06% 1,2174 1,2175 -0,3%
EUR/JPY 133,30 +0,14% 133,12 133,40 +5,7%
EUR/CHF 1,0890 -0,02% 1,0892 1,0903 +0,7%
EUR/GBP 0,8596 +0,10% 0,8588 0,8607 -3,8%
USD/JPY 109,44 +0,08% 109,35 109,56 +6,0%
GBP/USD 1,4171 -0,03% 1,4176 1,4146 +3,7%
USD/CNH 6,3858 -0,01% 6,3865 6,3928 -1,8%
Bitcoin
BTC/USD 37.003,25 0,909 36.670,00 37.079,50 +27,4%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 70,36 70,29 +0,1% 0,07 +45,0%
Brent/ICE 72,58 72,52 +0,1% 0,06 +41,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.900,23 1.897,80 +0,1% +2,43 +0,1%
Silber (Spot) 28,21 27,98 +0,8% +0,24 +6,9%
Platin (Spot) 1.159,75 1.155,20 +0,4% +4,55 +8,4%
Kupfer-Future 4,54 4,49 +1,2% +0,05 +28,7%
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June 11, 2021 03:42 ET (07:42 GMT)

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