MORNING BRIEFING - USA/Asien

(DJLL) Von DJ


Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:


===


+++++ TAGESTHEMA I +++++


Das boomende Cloud-Geschäft und die Nachfrage nach Speicherplatz haben Oracle im ersten Quartal einen Umsatz- und Gewinnanstieg beschert. Doch während der Gewinn die Markterwartungen übertraf, lag der Umsatz knapp unter den Schätzungen der Analysten. Für die Oracle-Aktie ging es im nachbörslichen Handel um 1,9 Prozent nach unten.


Für das Ende August beendete Quartal meldete Oracle einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,03 Dollar, während Analysten mit lediglich 0,97 Dollar je Anteilsschein gerechnet hatten. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 2,46 Milliarden Dollar nach 2,25 Milliarden Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Umsatz verbesserte sich auf 9,73 Milliarden Dollar, nach 9,37 Milliarden Dollar im Vorjahr. Hier hatten die Analysten dem Konzern jedoch 9,76 Milliarden Dollar zugetraut. Die Einnahmen aus den Cloud-Services und dem Lizenz-Support kletterten um 6,0 Prozent auf 7,37 Milliarden Dollar.


Im laufenden zweiten Quartal rechnet Oracle mit einem Umsatzwachstum zwischen 3 und 5 Prozent. Das Geschäft mit Cloud-Services und dem Lizenz-Support dürfte um mehr als 5 Prozent zulegen und sein Wachstum in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres beschleunigen. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll im laufenden Quartal zwischen 2 und 6 Prozent zulegen und damit 1,09 bis 1,13 US-Dollar erreichen. Für das Gesamtjahr zeigte sich Katz "sehr zuversichtlich", dass sich das Umsatzwachstum beschleunigen werde, weil das schnell wachsende Cloud-Geschäft einen größeren Anteil am Gesamtumsatz einnehme. Der Umsatz dürfte wechselkursbereinigt im mittleren einstelligen Bereich zulegen.


+++++ TAGESTHEMA II +++++


Intuit, der US-Hersteller der Steuersoftware Turbotax, will den US-Email-Marketing-Pionier Mailchimp für rund 12 Milliarden US-Dollar übernehmen. Die Übernahme von Mailchimp würde Intuit in die Lage versetzen, mehr Dienstleistungen für kleine Unternehmen anzubieten, wie zum Beispiel Marketing und Customer-Relationship-Management. Die Übernahme wäre die größte Transaktion, die Intuit mit Sitz in Mountain View, Kalifornien, je getätigt hat.


Mailchimp mit Sitz in Atlanta wurde 2001 gegründet und befindet sich laut Website noch immer im Besitz der Gründer Ben Chestnut und Dan Kurzius. Das Unternehmen begann als Webdesign-Agentur und betrieb nebenbei einen E-Mail-Marketing-Service, der später zu seinem Schwerpunkt wurde. Heute bietet es auch andere digitale Werbedienste und Tools für das Kundenbeziehungsmanagement an. Das Unternehmen hat inzwischen 2,4 Millionen monatlich aktive Nutzer, darunter 800.000 zahlende Kunden, die Hälfte außerhalb der USA. Im vergangenen Jahr steigerte Mailchimp den Umsatz um 20 Prozent auf rund 800 Millionen US-Dollar.


+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++


19:00 US/Apple Inc, Präsentation neuer Produkte


+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++


- US
14:30 Verbraucherpreise August
PROGNOSE: +0,4% gg Vm/+5,4% gg Vj
zuvor: +0,5% gg Vm/+5,4% gg Vj
Verbraucherpreise Kernrate
PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+4,2% gg Vj
zuvor: +0,3% gg Vm/+4,3% gg Vj

14:30 Realeinkommen August


+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++



INDEX Stand +/- %
E-Mini-Future S&P-500 4.478,00 +0,2%
E-Mini-Future Nasdaq-100 15.460,50 +0,2%
Nikkei-225 30.623,63 +0,6%
Hang-Seng-Index 25.768,12 -0,2%
Kospi 3.124,82 -0,1%
Shanghai-Composite 3.706,77 -0,2%
S&P/ASX 200 7.430,30 +0,1%


+++++ FINANZMÄRKTE +++++


OSTASIEN (VERLAUF)


Uneinheitlich - Anleger hielten sich zumeist in Erwartung der US-Verbraucherpreisdaten zurück, sagen Händler. Die Daten werden im späteren Tagesverlauf veröffentlicht und gelten im Hinblick auf eine bevorstehende mögliche straffere US-Geldpolitik als besonders relevant. Außerdem werden am frühen Mittwoch wichtige Daten aus China erwartet: Volkswirte schätzen, dass sich Industrieproduktion und Einzelhandelsumsatz im Reich der Mitte im August abgeschwächt haben. Entsprechend vorsichtig agieren die chinesischen Anleger. Hinzu kommt noch die Unsicherheit über weitere regulatorische Maßnahmen Pekings gegen die großen chinesischen Technologiekonzerne. Nachdem die chinesischen Behörden kürzlich strengere Auflagen für Anbieter von Onlinespielen beschlossen haben und am Montag in Medien über die Zerschlagung des Fintech Alipay spekuliert wurde, haben die zuständigen Stellen nun angeordnet, dass die Technologiegiganten die Links von Wettbewerbern auf ihren Apps nicht länger blockieren dürfen. Tencent erholen sich dennoch von anfänglichen Verlusten und notieren 0,2 Prozent höher. Alibaba liegen 0,8 Prozent im Minus, während Meituan 0,6 Prozent abgeben. Die Aktie des seit einiger Zeit angeschlagenen Immobilienkonzerns China Evergrande bricht um fast 10 Prozent ein. Das Unternehmen befürchtet, im September weniger Wohnungen zu verkaufen, und warnte daher vor einem Liquiditätsengpass und einem potenziellen Zahlungsausfall. Um diesen abzuwenden, hat Evergrande nun externe Berater angeheuert. In Seoul sind Aktien der Fluggesellschaften Asiana Airlines (+0,8%) und Korean Air Lines (+1,9%) sind gefragt, nachdem der Chef der Korea Development Bank sich für die zügige Integration der beiden Unternehmen ausgesprochen hat. In Sydney liegen Westpac 0,2 Prozent vorne. Die australische Bank wird ihr Geschäft in Papua-Neuguinea fortführen, nachdem die Regulierungsbehörde des Landes den Verkauf an eine örtliche Bank verboten hat.


US-NACHBÖRSE


Die Aktien von Oracle haben im nachbörslichen Handel am Montag um 1,9 Prozent nachgegeben, nachdem die Zahlen zum ersten Geschäftsquartal nicht in allen Punkten überzeugt hatten (siehe TAGESTHEMA I). Mit Enttäuschung wurden die Zahlen zum vierten Geschäftsquartal von Matrix Service aufgenommen. Die Aktie des Anbieters von Infrastrukturlösungen brach um 8,9 Prozent ein.


WALL STREET


INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 34.869,63 +0,8% 261,91 +13,9%
S&P-500 4.468,73 +0,2% 10,15 +19,0%
Nasdaq-Comp. 15.105,58 -0,1% -9,91 +17,2%
Nasdaq-100 15.434,50 -0,0% -6,25 +19,8%

Montag Freitag
Umsatz NYSE (Aktien) 850 Mio 775 Mio
Gewinner 2.066 1.192
Verlierer 1.234 2.064
Unverändert 143 166


Kaum verändert - Nach den jüngsten Einbußen kam es zu einer Stabilisierung. Andauernde Konjunktur-, Corona- und Inflationssorgen hatten zuletzt für die schwächste Woche seit rund drei Monaten gesorgt. Daran habe sich grundsätzlich nichts geändert, hieß es - auch mit Blick auf die US-Verbraucherpreise am Dienstag. Eine wachsende Zahl von Analysten sieht steigende Risiken für den Aktienmarkt. Deutlich unter Druck standen die Aktien von Impfstoff-Herstellern. Hintergrund war ein Bericht über eine Studie in der Fachzeitschrift "Lancet", wonach Corona-Auffrischungsimpfungen für die Allgemeinbevölkerung nicht notwendig sind. Moderna verloren 6,6, Pfizer 2,2 und Biontech um 6,3 Prozent.


USA - ANLEIHEN


Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,21 -0,4 0,22 9,6
5 Jahre 0,81 -0,3 0,81 44,6
7 Jahre 1,10 -1,9 1,12 45,4
10 Jahre 1,32 -1,6 1,34 40,6
30 Jahre 1,90 -2,9 1,93 25,6


Nach dem deutlichen Fall am Freitag erholten sich die Anleihenotierungen ein wenig, die Renditen sanken entsprechend. Rentenhändler sehen aber keine Trendwende und setzen weiter auf steigende Renditen bis zum Jahresende. Morgan Stanley erwartet kurzfristig sich ausweitende Zinsdifferenzen zwischen deutschen und US-Anleihen.


+++++ DEVISENMARKT +++++



DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Mo, 9:15 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1814 +0,0% 1,1812 1,1777 -3,3%
EUR/JPY 130,04 +0,1% 129,93 129,71 +3,1%
EUR/GBP 0,8533 -0,0% 0,8535 0,8534 -4,5%
GBP/USD 1,3845 +0,0% 1,3838 1,3801 +1,2%
USD/JPY 110,07 +0,1% 110,00 110,15 +6,6%
USD/KRW 1.170,54 -0,3% 1.173,89 1.176,26 +7,8%
USD/CNY 6,4474 -0,1% 6,4518 6,4552 -1,2%
USD/CNH 6,4438 +0,0% 6,4438 6,4526 -0,9%
USD/HKD 7,7787 -0,0% 7,7796 7,7794 +0,3%
AUD/USD 0,7341 -0,4% 0,7370 0,7346 -4,7%
NZD/USD 0,7106 -0,2% 0,7121 0,7099 -1,1%
Bitcoin
BTC/USD 45.228,51 +0,1% 45.161,26 44.733,76 +55,7%


Der Dollar zeigte weiter Stärke. Der Dollar-Index legte um 0,1 Prozent zu. Anleger preisten weiterhin geldpolitische Straffungen ein und zwar strärkere und frühere in den USA als in Europa, hieß es. Am 22. September könnte die US-Notenbank das Zurückfahren der Wertpapierkäufe verkünden und damit in den Straffungszyklus eintreten. Mit US-Notenbanker Patrick Harker sprach sich ein weiterer Geldpolitiker für den Beginn des Beginn des "Taperings" lieber früher als später aus.


+++++ ROHSTOFFE +++++


ÖL


ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 70,96 70,45 +0,7% 0,51 +47,8%
Brent/ICE 73,97 73,51 +0,6% 0,46 +45,3%


(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires


September 14, 2021 01:37 ET (05:37 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.