US-Autoabsatz im 3. Quartal stabil - VW, Audi und BMW mit Absatzplus

(DJLL) Von DJ


NEW YORK (Dow Jones)--Angesichts einer besseren Verfügbarkeit von Autoteilen haben vor allem die deutschen Hersteller in den USA im dritten Quartal wieder steigende Absatzzahlen erzielt. Deutlich schlechtere Finanzierungskonditionen wegen stark steigender Zinsen sorgten allerdings bei einigen Autokonzernen für gedämpfte Stimmung: Sowohl Honda als auch Stellantis oder Toyota verzeichneten teils deutlich rückläufige Autoverkäufe.


Nach Angaben von Wards Intelligence lag der branchenweite Absatz in den USA im dritten Quartal bei rund 3,36 Millionen Fahrzeugen und damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Knapp zwei Jahre hat die Autobranche unter fehlenden Komponenten und Lieferproblemen besonders bei Halbleitern zu kämpfen gehabt. In den vergangenen Monaten konnten viele Hersteller angesichts einer besseren Verfügbarkeit ihre Produktion wieder hochfahren - nun drückt aber das schlechtere Wirtschaftsumfeld mit steigenden Zinsen die Stimmung beim Autokauf.


Zins für Autokredit auf höchstem Stand seit 2019


"Es scheint, dass ein Großteil der aufgestauten Nachfrage aufgrund des begrenzten Angebots schnell verschwindet, da die hohen Zinssätze die Bereitschaft und Fähigkeit der Fahrzeugkäufer zum Kauf beeinträchtigen", sagte Charlie Chesbrough, Ökonom vom Marktforscher Cox Automotive. Der durchschnittliche Zinssatz für einen Neuwagenkredit in den USA lag im dritten Quartal bei 5,7 Prozent und damit auf dem höchsten Stand seit drei Jahren, wie die Website Edmunds.com berichtet.


Einen deutlichen Dämpfer musste in dritten Quartal Nissan verzeichnen: Der Absatz sackte um knapp 23 Prozent ab. Nicht ganz so kräftig sanken die Verkäufe bei Toyota mit einem Rückgang von gut 7 Prozent auf 526.017 Fahrzeuge. Deutlich besser lief es dagegen beim Marktführer General Motors, wo der Absatz in den drei Monaten um knapp ein Viertel auf 555.580 Fahrzeuge kletterte.


Audi mit stärkstem Zuwachs


Von den deutschen Hersteller erzielte Audi den höchsten Zuwachs mit plus 20 Prozent auf 49.267 Autos. Rückenwind gab besonders die Nachfrage nach elektrischen Sportwagen. Volkswagen konnte dank einer anhaltend starken Nachfrage nach SUVs die Verkäufe um 12 Prozent auf 88.820 Fahrzeuge steigern. Während Porsche noch mit knapp 9 Prozent kräftig zulegen konnte, kam BMW mit 78.031 Autos der Kernmarke auf ein Absatzplus von gut 3 Prozent.


Mercedes-Benz hat noch keine Verkaufszahlen in den USA für das dritte Quartal veröffentlicht. Ford wird die Absatzdaten im Laufe des Dienstags vorlegen.


Mitarbeit: Mike Colias und Sean McLain


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October 04, 2022 01:48 ET (05:48 GMT)

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