DIE AUTO-WOCHE - das waren die wichtigsten Themen

(DJLL) Von DJ


Daimler Truck stoppt Kooperation mit russischer Kamaz


In Folge des Angriffs Russlands auf die Ukraine stoppt Daimler Truck die Aktivitäten mit seinem russischen Kooperationspartner Kamaz. "In Anbetracht der Ereignisse der letzten Tage haben wir uns entschlossen, mit sofortiger Wirkung unsere geschäftlichen Aktivitäten in Russland bis auf Weiteres einzustellen", teilte ein Sprecher von Daimler Truck mit.


BMW baut Presswerk in South Carolina


Die BMW Group will über 200 Millionen US-Dollar in den Bau eines 20.000 m2 großen Presswerks im Werk Spartanburg in South Carolina investieren. Damit verbunden ist die Schaffung von über 200 Arbeitsplätzen, wie der Autohersteller mitteilte. Das neue Presswerk soll im Sommer 2024 die Produktion aufnehmen.


Volkswagen stoppt Fertigung in Russland


Volkswagen stoppt wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine die Autoproduktion in Russland bis auf weiteres. "Diese Entscheidung gilt für die russischen Produktionsstandorte Kaluga und Nischni Nowgorod", teilte VW mit. Ebenfalls werde mit sofortiger Wirkung der Fahrzeugexport nach Russland gestoppt. Mit der weitgehenden Unterbrechung der Geschäftstätigkeit in Russland ziehe der Konzernvorstand die Konsequenzen aus der von starker Unsicherheit und den aktuellen Verwerfungen geprägten Gesamtsituation.


Mercedes-Benz Mobility verändert Organisation und Vorstand


Die Mercedes-Benz Mobility, eine Sparte der Mercedes-Benz Group, verändert ab April ihre weltweite Organisationsstruktur und richtet den Vorstand neu aus. Dies folge auf die Abspaltung des Financial Services Geschäfts für Daimler Lkw und Busse und der Fokussierung auf Finanz- und Mobilitätsdienstleistungen für Mercedes-Benz Pkw und Vans, teilte die Finanz- und Mobilitätsdienstleistungen spezialisierte Gesellschaft mit.


Elon Musk lädt UAW zu Abstimmung unter Tesla-Mitarbeitern ein


Tesla-Chef Elon Musk gibt seinen Widerstand gegen eine Organisation der Belegschaft in der US-Autogewerkschaft UAW auf. "Unser wirkliches Problem besteht darin, dass die Bay Area eine negative Arbeitslosigkeit hat", sagte er mit Blick auf das Werk im kalifornischen Fremont. "Wenn wir unsere (großartigen) Leute nicht gut behandeln und entlohnen, haben sie viele andere Angebote und werden einfach gehen!" schrieb Musk via Twitter.


Ford gründet getrennte Sparten für E-Autos und Verbrenner


Die Ford Motor Co. plant im Zuge einer umfassenden Restrukturierung die Schaffung zwei separater Geschäftsbereiche: einen für das konventionelle Geschäft mit Verbrennungsmotoren und einen anderen, der sich auf die Entwicklung von Elektrofahrzeugen und Software konzentriert. Beide Bereiche sollen Teil des Konzerns bleiben, aber unterschiedliche Namen und eigene Führungsstrukturen sowie Gewinn- und Verlustrechnungen haben, teilte der US-Autokonzern mit. Details sollen im Laufe des Tages auf einer Pressekonferenz erläutert werden.


Volvo Cars setzt im Februar wegen fehlender Teile 17,2% weniger ab Volvo hat im Februar 17,2 Prozent weniger Fahrzeuge abgesetzt als im Vorjahresmonat. Ein Mangel an Bauteilen belastete die Produktion weiterhin, teilte die zur chinesischen Zhejiang Geely Holding Group gehörende Volvo Car AB mit. Die Lage verbessere sich zwar und die Nachfrage bleibe stark. Lieferengpässe dürften die Fertigung jedoch weiterhin belasten, und der eskalierende militärische Konflikt in der Ukraine könnte zu Störungen des Verkehrs und der Wirtschaftstätigkeit in den umliegenden Regionen führen, wodurch die Lieferketten beeinträchtigt werden könnten.


Jeep will bis 2025 in allen Klassen vollelektrisch fahren


Die US-Geländewagen-Marke Jeep will in den kommenden Jahren eine Reihe vollelektrischer Geländewagen anbieten. Dies ist Teil eines umfassenderen strategischen Fahrplans, den die Muttergesellschaft Stellantis NV am Dienstag vorstellte. Die Marke wird in der ersten Hälfte des nächsten Jahres ihr erstes vollelektrisches Modell auf den Markt bringen, und bis 2025 wird Jeep eine umfassende Reihe von batteriebetriebenen Geländewagen anbieten, die eine Reihe von Größen und Preisklassen abdecken, sagte Carlos Tavares, Chief Executive von Stellantis, während einer Präsentation in Amsterdam.


Stellantis will Umsatz bis 2030 auf 300 Mrd Euro verdoppeln


Stellantis NV will bis zum Ende des Jahrzehnts einen Nettoumsatz von 300 Milliarden Euro erreichen und damit in etwa verdoppeln. Das Umsatzziel ist Teil des Strategieplans, den der Autohersteller am Dienstag veröffentlicht hat. 2021 lag der Umsatz bei 149,42 Milliarden Euro.


Honda und Sony wollen gemeinsam Elektroautos bauen


Honda und Sony wollen gemeinsam Elektrofahrzeuge entwickeln und verkaufen. Noch in diesem Jahr soll zu diesem Zweck ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet werden, wie die beiden japanischen Konzerne mitteilten. 2025 sollen dann die ersten, dort entwickelten Elektroautos an den Start gehen. Honda will sein Know-how im Automobilbau und Sony seine technologischen Fähigkeiten bei Sensoren, Kommunikation und Unterhaltung einbringen.


E-Autohersteller Lucid reduziert Produktionsziel


Belastet von Produktionsengpässen hat der US-Elektroautohersteller Lucid das Produktionsziel für dieses Jahr reduziert. Wegen Lieferproblemen unter anderem bei Glas rechnet das Unternehmen laut Mitteilung mit einer Fertigung von 12.000 bis 14.000 Luxuslimousinen Air. Bisher lag das Produktionsziel bei 20.000 Einheiten. Die Warnung der Lucid Group unterstreicht die Herausforderung der globalen Lieferketten und des Übergangs von der Anlaufphase zur Massenproduktion.


HINTERGRUND/Ukraine-Krieg stürzt Autohersteller in neue Krise der Lieferkette


Nach der Pandemie und einer globalen Chip-Krise hat Russlands Krieg in der Ukraine die dritte Krise in der Lieferkette der Autohersteller in ebenso vielen Jahren ausgelöst. Wegen Kämpfen in der Ukraine mussten kleine, aber wichtige Zulieferer der Branche Werke weit entfernt von der Konfliktzone schließen. Zugleich behinderten Sanktionen und unterbrochene Handelswege die Lieferung von Autos und Teilen nach und aus Russland, das einst als Wachstumsmarkt galt. Europäische Autohersteller wie Renault, zu der das russische Unternehmen Avtovaz gehört, das die Marke Lada produziert, VW und ihre Marken Audi und Skoda sowie Porsche gehören zu den Unternehmen, die am stärksten unter dem Krieg leiden.


ANALYSE/Toyotas Werksstillstand spiegelt Vorsichtskultur wider


Die japanischen Fabriken von Toyota sollten zur Wochenmitte nach einem eintägigen Stillstand wieder ihre Pforten öffnen. Der Schritt spiegelte die Kultur der Vorsicht des Unternehmens wider. In den Toyota-Werken hat jeder Arbeiter, der ein potenzielles Problem entdeckt, in der Regel die Befugnis, die gesamte Produktionslinie zum Stillstand zu bringen. Die Idee dahinter ist, dass weniger Zeit verschwendet wird, wenn die Arbeit angehalten wird, um das Problem sofort zu beheben.


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March 04, 2022 10:00 ET (15:00 GMT)

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