DIE AUTO-WOCHE - das waren die wichtigsten Themen

(DJLL) Von DJ


Volkswagen will Chips mit STMicro entwickeln


Angesichts der zunehmenden Bedeutung von Software in künftigen Autos setzt Volkswagen auf eine engere Partnerschaft mit der Chipbranche. Cariad, das Softwarespezialist des Wolfsburger DAX-Konzerns, wird zusammen mit STMicroelectronics sogenannte System-on-Chips (SoC) für Autos entwickeln. Wie die Konzerne mitteilten, sollen damit maßgeschneiderte Lösungen für Konnektivität, Energiemanagement und Over-the-Air-Updates, also das Aufspielen neuer Softwareversionen ohne Werkstattbesuch, möglich sein.


VW macht Amerika-CEO Keogh zu Chef der neuen Marke Scout


Die Volkswagen AG stellt ihr nordamerikanisches Management neu auf und bereitet die Einführung einer neuen Marke vor, um den Absatz von Elektrofahrzeugen zu steigern und den Marktanteil in den USA zu erhöhen. Scott Keogh, derzeitiger Chef der Volkswagen Group of America Inc wurde zum Geschäftsführer von Scout ernannt, der amerikanischen Geländewagenmarke, die VW als Hersteller von vollelektrischen Sport Utility Vehicles und Trucks wiederbeleben will.


Porsche will Rendite langfristig auf über 20 Prozent steigern


Der in den Startlöchern für einen Börsengang stehende Sportwagenhersteller Porsche will mit steigendem Absatzvolumen vollelektrischer Autos die Profitabilität in den kommenden Jahren weiter steigern. Nach einer Umsatzrendite (Return on Sales) von 16,0 Prozent vergangenes Jahr soll die Rendite mittelfristig auf 17 bis 19 Prozent steigen, sagte Porsche-Finanzvorstand Lutz Meschke anlässlich des Kapitalmarkttages. Langfristig soll die Marge dann auf mehr als 20 Prozent zulegen. Für 2022 peilt die Porsche AG rund 17 bis 18 Prozent an, bisher wurden mindestens 15 Prozent in Aussicht gestellt.


ANALYSE/Porsche ist großartig - bis auf die Governance


Porsche ist ein überzeugendes Beispiel dafür, die Vorzüge der besten Luxusmarken auszufüllen: ein wachsender Markt, hohe Gewinnspannen und wirtschaftliche Robustheit. Aber der deutsche Sportwagenhersteller hat auch die übliche Schwäche von Luxusmarken: einen mächtigen Großaktionär. Am Montag stellte die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, wie das Unternehmen offiziell heißt, in Aussicht, dass sie ihren Umsatz in diesem Jahr um bis zu 18 Prozent steigern wolle und langfristig eine operative Gewinnmarge von über 20 Prozent anstrebe, verglichen mit 16 Prozent im vergangenen Jahr. Die Investoren haben sich diese Art von Verbindlichkeit im Vorfeld des für das vierte Quartal geplanten Börsengangs gewünscht. Mit einer Marge von mehr als 20 Prozent würde Porsche in eine exklusive Liga aufsteigen, nur ein wenig hinter dem hoch bewerteten Konkurrenten Ferrari.


Continental schneidet im 2. Quartal besser als erwartet ab


Continental hat im zweiten Quartal etwas mehr umgesetzt und operativ verdient als erwartet. Auf Basis der überraschend vorgelegten Eckzahlen lief erneut der hochprofitable Reifenbereich in den drei Monaten außerordentlich gut. Im Unternehmensbereich Automotive fiel dagegen ein operativer Verlust an. Den im April gesenkten Ausblick für das laufende Gesamtjahr bekräftigte der im DAX notierte Autozulieferer. Der Umsatz erreichte im zweiten Quartal 9,4 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von 13 Prozent.


Stellantis beendet Jeep-Joint-Venture in China


Der Autokonzern Stellantis wird sein chinesisches Gemeinschaftsunternehmen zur Produktion von Jeep-Fahrzeugen beenden. Stattdessen wolle der Konzern, zu dem auch die Marke Opel gehört, in dem weltgrößten Automarkt nur noch importierte Jeep-Fahrzeuge verkaufen. Zur Begründung verwies die Stellantis NV in einer Mitteilung darauf, dass man keine Fortschritte erzielt habe, die Mehrheit an dem Joint Venture mit der chinesischen Guangzhou Automobile Group Co (GAC) zu erlangen.


Absatz der Batterie-Autos in Europa nimmt weiter zu


Batterieelektrische Fahrzeuge sind in Europa weiter auf dem Vormarsch. Inklusive der Freihandelszone EFTA und Großbritannien wurden im zweiten Quartal 312.770 Autos mit reinem Batterie-Antrieb verkauft, ein Plus von 9,9 Prozent zum Vorjahreszeitraum, wie der Branchenverband ACEA mitteilte. Bei Plug-In-Hybriden verzeichnete der Markt dagegen einen Rückgang um 16,5 Prozent auf 238.122 Fahrzeuge.


Volvo Cars mit rückläufiger Marge im Kerngeschäft


Volvo hat im zweiten Quartal mit Störungen der Lieferketten und insbesondere den coronabedingten Lockdowns in China zu kämpfen gehabt. Im Kerngeschäft ging die Marge des Unternehmens, das sich im Besitz der chinesischen Zhejiang Geely Holding Group befindet, spürbar zurück. Volvo Cars verbuchte in den drei Monaten einen Umsatzrückgang um 2 Prozent auf 71,3 Milliarden Kronen, umgerechnet 6,75 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte zwar auf 10,8 von 4,8 Milliarden Kronen. Es enthielt jedoch einen positiven Sondereffekt aus dem Börsengang der Tochter Polestar in New York im Juni.


Ford will bis Ende 2026 jährlich 2 Millionen E-Autos bauen


Ford hat eine Reihe von Initiativen zur Beschaffung von Batteriekapazität und Rohstoffen angekündigt. Diese sollen dem Unternehmen einen "klaren Weg" zum Erreichen der angestrebten jährlichen Produktionsrate von 600.000 Elektrofahrzeugen bis Ende 2023 und von mehr als 2 Millionen bis Ende 2026 weisen. Das Unternehmen geht davon aus, dass die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate für die eigenen Elektrofahrzeuge bis 2026 bei über 90 Prozent liegen wird und damit mehr als doppelt so hoch wie das prognostizierte weltweite Branchenwachstum.


Ford dürfte mehr als 4.000 Stellen abbauen - Kreise


Ford Motor plant den Abbau von mehreren Tausend Stellen, um die Kosten zu senken und das Unternehmen für einen langfristigen Übergang zu Elektrofahrzeugen zu positionieren. Es werde erwartet, dass der Automobilhersteller in den kommenden Wochen Pläne zur Reduzierung von mehr als 4.000 Arbeitsplätzen bekannt geben wird, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen.


ANALYSE/Ford mit umfassenden Plänen auf dem Weg zur E-Mobilität


Auf dem Weg zur Elektromobilität führt kein Weg an China - und dem Verlust von Arbeitsplätzen vorbei. Ford hat zuletzt umfangreiche Pläne zur Beschleunigung der Produktion von Elektrofahrzeugen vorgestellt. Das Unternehmen hat sich alle Batterien gesichert, die es für die Herstellung von Mustang Mach-Es, F-150 Lightnings, Transit EVs und einem neuen Sport Utility Vehicle (SUV) mit einer jährlichen Produktionsrate von 600.000 Stück bis Ende 2023 benötigt. Für die angestrebte Stückzahl von zwei Millionen E-Fahrzeugen bis Ende 2026 hat das Unternehmen 70 Prozent der Batterien eingekauft.


Tesla übertrifft Erwartungen im zweiten Quartal


Tesla hat zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr einen Rückgang des Quartalsgewinns gemeldet. Das Unternehmen verwies auf den längeren Stillstand seines Montagewerks in Schanghai, von dem es sich gerade erhole. Der Elektroautohersteller verbuchte für das zweite Quartal einen Umsatz von 16,9 Milliarden Dollar nach 18,8 Milliarden Dollar in der ersten Periode. Analysten hatten mit Erlösen von rund 16,5 Milliarden Dollar gerechnet.


ANALYSE/Auch Tesla spürt die Gefahren einer Rezession


Teslas Cashflow ebbt ab. Das erhöht den Druck, weiter zu wachsen. Der Elektroauto-Pionier meldete am Mittwoch einen freien Cashflow von nur 621 Millionen US-Dollar für das zweite Quartal. 2,2 Milliarden US-Dollar waren es noch im ersten Quartal. Angesichts der Covid-bedingten Produktionsprobleme in China im April und Mai und der zunehmend pessimistischen Kommentare von Firmenchef Elon Musk war ein schlechtes Ergebnis erwartet worden. Die endgültigen Zahlen fielen dennoch etwas besser aus als von Analysten prognostiziert.


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July 22, 2022 10:00 ET (14:00 GMT)

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