DIE AUTO-WOCHE - das waren die wichtigsten Themen

(DJLL) Von DJ


Volkswagen dank China mit stabilem Absatz im Juli


Der Volkswagen-Konzern hat dank hoher Autoverkäufe in China nach teils erheblichen Rückgängen in den Vormonaten einen stabilen Absatz im Juli erzielt. Rückenwind gab es vor allem von der Kernmarke, wo der Absatz um rund ein Zehntel kletterte. Wie der Wolfsburger DAX-Konzern mitteilte, lagen die gesamten Auslieferungen vergangenen Monat weltweit bei 725.400 nach 725.600 Einheiten im Vorjahr. Im mit Abstand wichtigsten Automarkt China stiegen die Auslieferungen um 22 Prozent. In Westeuropa verringerten sich die Verkäufe dagegen erneut spürbar um 11 Prozent.


Volkswagen Financial Services erhöht Ausblick für 2022


Trotz gesunkener Autoneuzulassungen hat Volkswagen Financial Services den Gewinn im ersten Halbjahr vor allem wegen weiterhin hoher Verkaufspreise für Gebraucht- und Neuwagen auf einen Höchstwert gesteigert. Rückenwind gaben auch geringe Risikokosten für Kredit- und Restwertrisiken. Den Ausblick für das Gesamtjahr erhöhte der Absatzfinanzierer des Wolfsburger DAX-Konzerns daher.


Porsche SE steigert Gewinn im 1. Halbjahr um ein Drittel


Die Porsche Automobil Holding SE hat den Gewinn im ersten Halbjahr kräftig gesteigert und die Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Die im DAX notierte Familienholding profitierte von der guten Geschäftsentwicklung bei der Volkswagen AG, an der die Porsche SE mehrheitlich beteiligt ist. Der Konzerngewinn nach Steuern betrug laut Mitteilung 3,24 Milliarden Euro, ein Plus von 31 Prozent. Maßgeblich dazu trug das Ergebnis aus der Volkswagen-Beteiligung von 3,10 (Vorjahr 2,51) Milliarden Euro bei. Die Nettoliquidität der Holding der Familien Porsche und Piech betrug 504 Millionen Euro per Ende Juni nach 641 Millionen zum Jahresende 2021.


Elektroauto-Neuling Rivian hebt Verlustprognose an


Der erst seit einem Jahr produzierende US-Elektroautohersteller Rivian rechnet angesichts von Kosteninflation, Lieferkettenproblemen und geplantem Ausbau seiner Produktion mit einem deutlich höheren Verlust im laufenden Geschäftsjahr. Der bereinigte EBITDA-Verlust werde sich auf 5,45 Milliarden Dollar belaufen, teilte das Unternehmen bei Veröffentlichung der Zweitquartalszahlen mit. Das wären 700 Millionen Dollar mehr als zuletzt prognostiziert. Es habe zuletzt "eine Reihe von Herausforderungen" mit fehlenden Teilen gegeben, aber die Aussichten für die zweite Jahreshälfte besserten sich, sagte CEO RJ Scaringe in einer Telefonkonferenz.


Tesla droht juristischer Ärger wegen irreführender Angaben in Kalifornien


Tesla droht juristisches Ungemach. Denn die kalifornische Fahrzeugbehörde DMV bezichtigt das Unternehmen, Verbraucher über das Autopilotsystem seiner Fahrzeuge zu täuschen. In zwei Beschwerden behauptet die Behörde, dass der Elektrofahrzeughersteller ungenaue bzw. irreführende Angaben zu den Fähigkeiten zum autonomen Fahren der Fahrzeuge gemacht zu haben. Tesla-Fahrzeuge sind mit einem Fahrerassistenzsystem (ADAS) ausgestattet, das den Fahrer unterstützen kann. Das als Autopilot bekannte System von Tesla hilft bei Aufgaben wie dem Lenken innerhalb einer Fahrspur. Kunden können für einen Aufpreis von 12.000 US-Dollar ein erweitertes System erwerben, das als "völlig selbstfahrend" bezeichnet wird.


Tesla verkauft wegen Werks-Umrüstung weniger Autos in China im Juli


Der Elektroautohersteller Tesla hat im Juli in China eine geplante Auszeit genommen, um sein Montagewerk in Schanghai aufzurüsten. Das zeigte sich in den Absatzzahlen im größten Automarkt der Welt. Nach Angaben der Chinese Passenger Car Association (CPCA) lieferte Tesla im Juli 28.217 Fahrzeuge aus seinem chinesischen Werk aus, ein Rückgang gegenüber dem Rekordwert von 78.906 Fahrzeugen im Juni. Fast 20.000 Fahrzeuge wurden exportiert und etwa 8.500 an chinesische Kunden ausgeliefert.


Chinesischer Automarkt bleibt auf Erholungskurs


Die Autoverkäufe in China haben sich im Juli weiter erholt, da die Produktion nach Unterbrechungen durch die Covid-19-Sperrungen wieder hochgefahren wurde und die chinesischen Behörden Kaufanreize boten. Die Pkw-Verkäufe auf dem größten Automarkt der Welt stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 20,4 Prozent auf 1,81 Millionen Fahrzeuge, teilte der chinesische Pkw-Verband mit. Im Vergleich zum Juni sanken die Verkäufe um 6,5 Prozent. Der Juli ist in der Regel ein schwächerer Monat für Autoverkäufe, da die Hitze die Kunden davon abhält, in die Geschäfte zu gehen, so der Verband.


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August 12, 2022 11:49 ET (15:49 GMT)

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