PRESSESPIEGEL/Unternehmen

(DJLL) Von DJ


Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.


DEUTSCHE LUFTHANSA - Bei der Lufthansa-Muttergesellschaft sind die Sondierungsgespräche mit den streikbereiten Piloten zunächst ergebnislos geblieben. Gewerkschaft und Unternehmen bestätigten am Wochenende, dass bislang bei mehreren vertraulichen Gesprächen kein Ergebnis erzielt worden ist. Die Konzernführung wie auch die Gewerkschaft schlossen weitere Gespräche nicht aus. Das weitere Vorgehen müsse in den nächsten Tagen beraten werden, hieß es weiter. Zu einem Bericht des Fachportals "aero.de", dem zufolge nun ein Streik bei der hochprofitablen Frachttochter Lufthansa Cargo "im Raum steht", sagte der VC-Sprecher: "Es gibt definitiv keinen Streikbeschluss." (FAZ)


DEUTSCHE TELEKOM - Die Telekom soll nach dem Ziel von Vorstandschef Timotheus Höttges in absehbarer Zukunft zum wertvollsten deutschen Börsenunternehmen aufsteigen und dabei den Software-Konzern SAP überholen. "Mein Anspruch ist: Die Telekom soll das wertvollste Unternehmen Deutschlands werden", sagte Höttges. "Wir sind hier dem Spitzenreiter SAP als Nummer zwei schon auf den Fersen", betonte er. "Unser Geschäft läuft gut", erklärte Höttges und verwies darauf, dass die Telekom jüngst ihre Gewinnprognose auf 37 Milliarden Euro vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen erhöht habe. (Augsburger Allgemeinen)


RITTER SPORT - Ritter Sport steht zu der Entscheidung, nach Ausbruch des Ukrainekriegs das Neugeschäft in Russland zwar einzustellen, aber weiter Schokolade zu liefern. "Es geht um Arbeitsplätze, in Russland, in Waldenbuch und auch bei den Kakaobauern", sagt Firmenchef Andreas Ronken im Interview. Ritter Sport wurde dafür teils hart kritisiert, Ronken berichtet von persönlichen Bedrohungen. "Wir waren als Familienunternehmen mit bekannter Marke eine geeignete Projektionsfläche", sagt er. Die Gewinne aus dem Russlandgeschäft will Ritter spenden. (Handelsblatt)


KONZERNBILANZEN - Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine im Februar haben deutsche Unternehmen mehr als 10 Milliarden Euro im Zusammenhang mit ihren Geschäften in Russland abgeschrieben. Das zeigt eine Bilanzanalyse des Handelsblatts. Die Konzerne erwarten, dass ihre Vermögen in Russland oder dem verbündeten Belarus, wie Sachanlagen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Wertpapiere, keine Erträge mehr bringen und sich nicht mehr rechnen werden. Weitere Abschreibungen dürften folgen. Etliche Unternehmen, etwa der Autobauer Mercedes-Benz und der Gasehersteller Linde, weisen in ihren Halbjahresberichten noch Vermögenswerte in Milliardenhöhe bei ihren russischen Tochtergesellschaften aus. "Weitere Belastungen sind denkbar", heißt es auch beim Technologiekonzern Siemens. (Handelsblatt)


- Alle Angaben ohne Gewähr.


Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com


DJG/err/jhe


(END) Dow Jones Newswires


August 22, 2022 00:44 ET (04:44 GMT)

Copyright (c) 2022 Dow Jones & Company, Inc.