XETRA-SCHLUSS/Schwach vor Mega-Börsengängen in den USA
(Dow Jones Newswires)
DOW JONES--Nach volatilem Verlauf hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag mit Verlusten geschlossen. Der DAX gab 0,7 Prozent auf 24.433 Punkte nach. Gestützt durch einen deutlich fallenden Ölpreis stand der Index im Tageshoch bei 24.821. Am Nachmittag aufkommender Druck von Wall Street, und hier speziell aus dem Technologiesektor, sorgte dann aber für einen Stimmungswechsel. Dort gerieten Chipaktien erneut unter Abgabedruck. Daneben wurde auf den anstehenden Börsengang von SpaceX verwiesen. Dieser sei mit einem knapp 90-fachen des Umsatzes extrem ambitioniert bewertet.
"Zeitnah kommen einige dicke Bretter auf die Börse zu, die nur schwer zu durchbohren sein werden. Neben den Notenbanksitzungen stehen drei Mega-IPOs ins Haus, die Liquidität aus den Märkten abziehen", kommentierte CMC. Zudem bleibe die Situation im Nahen Osten fragil und könne sich täglich ändern. Der Iran-Krieg stelle sich weiterhin als ein sehr komplexes und schwer einschätzbares geopolitisches Risiko dar.
Technologieaktien wurden gemieden. Für das Infineon-Papier ging es 3,3 Prozent nach unten, Aixtron fielen um 2,4 Prozent zurück, während SAP um 2,2 Prozent nachgaben. Siemens-Energy büßten gleich 5,9 Prozent ein, die Aktie wird als KI-Ausstatter gehandelt. Gesucht waren defensive Titel: Beiersdorf gewannen 2,5 Prozent oder Henkel 2,9 Prozent.
Die Trauer über das gescheiterte deutsch-französische Kampfjetprojekt FCAS hielt sich bei Airbus (-0,7%) in Grenzen. Nach Einschätzung der DZ Bank ist das Aus die richtige Entscheidung. Die Analysten verweisen auf die seit Jahren bestehenden Konflikte zwischen Dassault Aviation (-1%) und Airbus über Zuständigkeiten und Führungsrollen sowie auf die unterschiedlichen militärischen Anforderungen beider Länder. Vor diesem Hintergrund gelte: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
Mit Abgaben von 8,5 Prozent führten Salzgitter die Verliererliste im MDAX an. Spezielle Gründe für die Kursschwäche waren im Handel nicht bekannt. Vielmehr wurde auf die allgemeine Sektorschwäche für Stahl verwiesen, auch soll es negative Analystenstimmen zu Salzgitter gegeben haben. Thyssenkrupp verloren 4,2 Prozent.
K+S fielen um 3,2 Prozent zurück. Der Düngemittelhersteller begibt eine Anleihe im Nennwert von 300 Millionen Euro. Sie kann unter bestimmten Konditionen in bis zu 17,91 Millionen Aktien gewandelt werden, was entsprechend gewinnverwässernd wirkt.
Tagessieger im DAX waren Symrise, die um 7,2 Prozent zulegten. Die Aktie zog im Fahrwasser von Givaudan an. Die Aktie des schweizerischen Wettbewerbers verteuerte sich nach einer Kaufempfehlung durch die Deutsche Bank um 7,5 Prozent.
Index zuletzt* +/- % +/- % YTD DAX 24.433 -0,7 -0,3 DAX-Future 24.473 -0,6 -0,1 XDAX 24.453 -0,7 -0,5 MDAX 31.643 -1,5 3,3 TecDAX 4.006 -1,5 10,7 SDAX 18.025 -2,0 5,2 zuletzt +/- Ticks Bund-Future 125,35 +8,0 *gerundet
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/mpt/cln
(END) Dow Jones Newswires
June 09, 2026 11:52 ET (15:52 GMT)
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