Weitere Zertifikate

100% Garantie-Zertifikate

Mit diesem Zertifikate-Typ sind Anleger vor unerwarteten Kursrückgängen im Basiswert geschützt. Diese Papiere eignen sich daher für Anleger, die sich einerseits vor Kursverlusten schützen und andererseits an den Kurszuwächsen des Basiswertes partizipieren wollen. Garantie-Zertifikate verbriefen das Recht am Laufzeitende des Zertifikats mindestens die Rückzahlung des Nominalbetrags zu erhalten. Dies ist auch unabhängig davon, wie weit der Kurs des jeweiligen Basiswertes bis dahin gefallen ist. Allerdings können Garantie-Zertifikate während der Laufzeit auch unterhalb des Nominalbetrags notieren, sollte es zu einer negativen Kursentwicklung des Basiswertes kommen.

Der Kapitalschutz zum Laufzeitende hat allerdings auch seinen Preis. Häufig ist der Besitzer an der positiven Kursentwicklung des Basiswertes unterdurchschnittlich oder nur bis zu einer Kursobergrenze beteiligt. Die Partizipationsrate des Garantie-Zertifikats bestimmt dabei, wie stark das Garantie-Zertifikat an der Kursentwicklung des Basiswertes teilnimmt.

Auszahlungsprofil Garantie-Zertifikat

Themen- und Strategie-Zertifikate

Themen- und Strategie-Zertifikate werden nicht selten auch als Basket-Zertifikate bezeichnet. Das Wort Basket (engl.: Korb) weist darauf hin, dass hier mehrere Aktien zu Gruppen oder Körben in einem Zertifikat zusammengefasst werden. Allerdings gibt es zwischen Themen- und Strategiezertifikaten erhebliche Unterschiede.

Im Wesentlichen liegen Themen-Zertifikaten Aktienkörbe zugrunde, deren Unternehmen sich in einem ähnlichen wirtschaftlichen Umfeld, etwa der gleichen Branche, bewegen oder auch in einem regionalen Zusammenhang zueinander stehen. So werden z.B. in einem Automobil-Basket verschiedene Aktientitel von Autoherstellern zusammengefasst, in einem Handy-Basket diverse Hersteller von Mobiltelefonen und in einem Halbleiter-Basket verschiedene Hersteller von Computer- und Speicherchips.

Ziel ist es, eine Alternative zu den allgemeinen Index-Zertifikaten anzubieten. Die breite Streuung eines Index relativiert die teils überdurchschnittlichen Kurssteigerungen einzelner Branchen. Diesem Nachteil versuchen Themen-Zertifikate entgegenzuwirken. Hierzu werden meist verschiedene Subindizes nachgebildet und in Form eines Pharma-, Technologie- oder Dienstleistungs-Baskets angeboten.

Die Fokussierung auf ein Thema oder eine Branche ist gleichzeitig der Nachteil dieser Zertifikate. Denn die Wertentwicklung eines Baskets ist an ähnliche Titel geknüpft. Eine Risikostreuung auf unterschiedliche Assetklassen ist nicht vorhanden.
Zu beachten ist bei Themen-Zertifikaten zudem, dass die Zusammensetzung der jeweiligen Körbe meist statisch ist. Ist ein Korb einmal zusammengesetzt, bleibt er nicht selten über die Laufzeit des Zertifikats unverändert.

An diesem Punkt setzen die Strategie-Zertifikate an. Auch hier handelt es sich um Körbe, bestehend aus verschiedenen Aktien. Ihre Zusammensetzung ist nicht statisch, sondern wird an bestimmten Stichtagen regelmäßig überprüft. Dabei erfolgt die Auswahl anhand der ausgewählten Strategie nach bestimmten transparenten Kriterien. Werden die bei Emission festgelegten Kriterien an einem der Stichtage nicht erfüllt, kommt es zu einer neuen Zusammenstellung des Aktienkorbs.

Ein Beispiel für ein Strategiezertifikat wäre etwa ein dem Zertifikat zugrunde liegender Aktienkorb auf die zehn Aktien aus dem DJ EURO STOXX 50 Index mit der höchsten Dividendenrendite, dessen Zusammensetzung einmal im Jahr überprüft wird. Stellt sich nach einem Jahr heraus, dass einer der im Aktienkorb enthaltenen Titel nicht mehr zu den zehn Aktien mit der höchsten Dividendenrendite aus dem DJ EURO STOXX 50 gehört, sieht die Strategie vor, den Titel aus dem Korb herauszunehmen und durch einen anderen Titel zu ersetzen.

Die Auswahlkriterien für Strategie-Zertifikate sind vielfältig. Es können beispielsweise bilanz- oder charttechnische Kriterien, Bewertungskennzahlen von Aktien oder ähnliche Maßstäbe angesetzt werden. Sowohl Themen- als auch Strategie-Zertifikate ermöglichen es dem Anleger in einzelne Branchen, Länder oder Strategien einzusteigen, die sonst nur schwer zugänglich sind.

Sprint- und Outperformance-Zertifikate

Mit Sprint- und Outperformance-Zertifikaten können Anleger mit einem Hebel an der positiven Performance eines Basiswertes überproportional partizipieren. Gleichzeitig ist das Verlustrisiko nicht höher als bei einem Direktinvestment.

Bei Sprint-Zertifikaten partizipieren Anleger ab einem bestimmten Startkurs gehebelt – häufig doppelt – von den Kursbewegungen des Basiswertes. Der Startkurs entspricht dabei häufig dem aktuellen Kurs des Basiswertes zum Emissionszeitpunkt. Die Gewinnchancen sind allerdings durch einen Höchstbetrag (Cap) begrenzt. Steigt der Basiswert also über den Cap hinaus, profitiert der Anleger nicht mehr von diesem Kursanstieg. Kommt es zu Verlusten im Basiswert und notiert der Basiswert am Laufzeitende unter dem Startkurs, wirken sich die Verluste 1:1 im Sprint-Zertifikat aus. Verluste im Basiswert werden nicht gehebelt.

Auszahlungsprofil Sprint-Zertifikat

Im Gegensatz zu Sprint-Zertifikaten verfügen Outperformance-Zertifikate lediglich über einen Startkurs, aber nicht über einen Cap. Die Gewinnchancen sind somit unbegrenzt. Liegt der Basiswert am Ende der Laufzeit oberhalb des Startkurses, dann wird der Kursgewinn mit einer bei Emission definierten Partizipationsrate multipliziert. Oberhalb des Startkurses ist die prozentuale Wertentwicklung des Outperformance-Zertifikats somit höher als die des Basiswertes selbst. Notiert der Basiswert dagegen am Ende der Laufzeit unterhalb des Startkurses, entspricht der Wert des Outperformance-Zertifikats dem des Basiswertes.

Auszahlungsprofil Outperformance-Zertifikat

Sonstige Zertifikate

Das Spektrum der Anlagezertifikate ist mittlerweile sehr breit und umfasst viele unterschiedliche Produktkategorien. Bei dieser Vielfalt lassen sich nicht alle Zertifikate-Konstruktionen unter den oben genannten sieben Produktgruppen zusammenfassen. Alle Produkte, die sich daher nicht zweifelsfrei in eine dieser Gruppen integrieren lassen, laufen daher unter „Sonstige“, wobei sich auch hier interessante Anlageformen verbergen, von denen hier einige vorgestellt werden sollen:

Express-Zertifikate

Express-Zertifikate haben i.d.R. mehrjährige Laufzeiten, bieten aber die Chance auf eine vorzeitige Rückzahlung mit einer überdurchschnittlichen Verzinsung. Dazu werden verschiedene Stichtage sowie ein Referenzkurs im Basiswert bei Auflage des Zertifikats festgeschrieben, der sich am aktuellen Kursniveau des Basiswertes orientiert. Notiert der Basiswert zum nächsten Stichtag – häufig nach einem Jahr – auf oder über dem bei Emission festgeschriebenen Referenzkurs, wird das Zertifikat zum Nominalbetrag zuzüglich der in der Emission festgeschriebenen jährlichen Verzinsung vorzeitig zurückgezahlt.

Notiert der Basiswert unterhalb des Referenzkurses, erfolgt keine vorzeitige Rückzahlung und das Zertifikat läuft zunächst ein Jahr weiter. Die Anrechnung der Zinsen erfolgt ebenfalls nicht. Notiert der Basiswert zum nächsten Stichtag auf oder oberhalb des anfänglichen Referenzkurses, wird das Zertifikat fällig. Der Anleger erhält dann den Nominalbetrag plus die dann vorgesehene Verzinsung. Diese ist, im Vergleich zur vorzeitigen Rückzahlung nach einem Jahr, nun höher. Bei vielen Express-Zertifikaten steigt die Verzinsung zu jedem Stichtag deutlich an.

Notiert der Basiswert auch am 2. Stichtag unterhalb des Referenzkurses, läuft das Zertifikat nach gleichem Muster wie im ersten Jahr weiter. Der aktuelle Kurs des Basiswertes wird dann am 3. Stichtag wieder mit dem anfänglichen Referenzkurs verglichen und so weiter.

Ablaufdiagramm Express-Zertifikat mit Beispiel:

Sollte der Basiswert am Laufzeitende des Express-Zertifikats unterhalb des anfänglichen Referenzkurses notieren, fällt die vorgesehene Verzinsung aus. In vielen Fällen wird jedoch der Nominalbetrag ausgezahlt, sofern eine festgelegte Schwelle nicht unterschritten wurde. Schließt der Basiswert unter dem anfänglichen Referenzwert, hat aber am Fälligkeitstag die zu Emissionsbeginn festgelegte Kursschwelle nicht berührt oder unterschritten, erhalten Anleger den vollen Nominalbetrag ausgezahlt.

Notiert der Schlusskurs dagegen unterhalb der Kursschwelle, entspricht die Rückzahlung dem Stand des jeweiligen Basiswertes. Dann erleidet der Zertifikats-Inhaber allerdings Verluste in Höhe der negativen Performance des Basiswertes.

Lock-in-Zertifikate

Mit diesen Zertifikaten können Anleger einmal erreichte Gewinnstufen absichern, auch wenn der Kurs des zugrunde liegenden Basiswertes anschließend wieder fällt. Überschreitet der Basiswert während der Laufzeit eine oder mehrere dieser Gewinnstufen, wird die höchste dieser erreichten Stufen „eingefroren“ (Lock-in) und als Mindestauszahlungsbetrag am Laufzeitende garantiert. Dadurch wandelt sich das auch als Best-End-Zertifikat bezeichnete Papier in eine Art Garantie-Zertifikat. Am Laufzeitende ist eine Rückzahlung dann auf dem Niveau der höchsten erreichten Gewinnstufe gesichert. Anleger können mit Lock-in-Zertifikaten aber auch unbegrenzt an Kurssteigerungen des Basiswertes partizipieren.

Auszahlungsprofil Lock-in-Zertifikat

Notiert der Basiswert am Laufzeitende zwischen der höchsten bislang erreichten und der nächsten Gewinnstufe wird der aktuelle Kurs des Basiswertes erstattet. Die Rückzahlung erfolgt ebenfalls auf dem Niveau des aktuellen Basiswertkurses, wenn während der Laufzeit keine der Gewinnstufen erreicht wurde.

Twin-Win-Zertifikate

Mit Twin-Win-Zertifikaten können Anleger sowohl von steigenden als auch von fallenden Kursen im Basiswert profitieren. Sie nehmen an der positiven Performance des Basiswertes 1:1 oder überdurchschnittlich teil. Ausgangspunkt für die Performanceberechnung ist der Kurs des Basiswertes zum Emissionszeitpunkt, der wie bei anderen Zertifikaten häufig als Startkurs bezeichnet wird. Fällt der Basiswert am Laufzeitende unter seinen Startkurs, so werden diese prozentualen Verluste am Laufzeitende 1:1 in Gewinne umgewandelt. Voraussetzung ist, dass eine Kursschwelle, die deutlich unterhalb des Basiswertkurses bei Emission liegt, vom Basiswert nicht berührt oder unterschritten wurde. Bis zu dieser Kursbarriere wirken sich somit selbst Kursverluste des Basiswertes für den Zertifikats-Inhaber positiv aus. Wurde die Barriere dagegen verletzt, funktioniert ein Twin-Win-Zertifikat wie ein Index- oder Partizipationszertifikat. Das Risiko entspricht dann einem Direktinvestment.

Auszahlungsprofil Twin-Win-Zertifikat

Multi-Asset-Zertifikate

Wie der Name bereits sagt, liegen diesen Zertifikaten mehrere Basiswerte zugrunde. Die Kursentwicklung dieser Zertifikate hängt also von der Kursentwicklung zweier oder mehrerer Basiswerte ab. Sie werden beispielsweise als Multi-Bonus-, Discount- oder Outperformance-Zertifikate angeboten. Auch Kombinationen mit anderen Zertifikate-Typen sind möglich. Die Funktionsweise ist den herkömmlichen Single-Asset-Zertifikaten ähnlich. Nur dass bei Multi-Asset-Zertifikaten häufig der Basiswert mit der niedrigsten Performance die Rückzahlung am Laufzeitende bestimmt.

Multi-Bonus-Zertifikate

Wie bei gewöhnlichen Bonus-Zertifikaten existieren zwei Kursschwellen: das Bonus-Level und die Kursbarriere. Für jeden Basiswert wird bei Emission eine individuelle, prozentual gleiche Kursbarriere festgelegt, die sich zu diesem Zeitpunkt weit unterhalb des aktuellen Basiswertkurses befindet. Wird diese Kursbarriere von keinem der ausgewählten Basiswerte berührt oder unterschritten, zahlt das Multi-Bonus-Zertifikat bei Fälligkeit mindestens das bei Emission definierte Bonusniveau aus. Sollten alle Basiswerte sogar stärker gestiegen sein als das Bonus-Level, partizipieren Anleger 1:1 und unbegrenzt vom Kursanstieg des Basiswertes mit der seit Emissionsbeginn schlechtesten Performance.

Sollte allerdings ein Basiswert seine individuelle Kursbarriere berühren oder unterschreiten, verfällt der Sicherheitspuffer und Anleger können Verluste erleiden. Die Rückzahlung entspricht dann der Kursentwicklung des Basiswertes, der seit Laufzeitbeginn des Zertifikats die schlechteste Performance aufweist. Sollten sich alle Basiswerte nach der Verletzung einer Kursbarriere aber wieder erholen, kann das Zertifikat dennoch einen Gewinn erzielen.

Two-Asset-Discount-Zertifikate (Chooser-Zertifikate)

Two-Asset-Discount- oder Chooser-Zertifikate beziehen sich auf jeweils zwei unterschiedliche Basiswerte – beispielsweise zwei Aktien, Rohstoffe oder Indizes. Dabei erwirbt der Anleger beide Basiswerte mit einem Preisabschlag ähnlich wie herkömmliche Discount-Zertifikate. Das besondere der Two-Asset-Discount-Zertifikate sind die Rückzahlungsmodalitäten am Laufzeitende. Sollten beide Basiswerte oberhalb des in dem Verkaufsprospekt genannten Höchstbetrags notieren, erhält der Anleger diesen Höchstbetrag erstattet. Notiert dagegen auch nur einer dieser beiden Basiswerte unter dem Höchstbetrag, kann der Emittent die Rückzahlung in Form eines der beiden Basiswerte leisten. Dabei wird er i.d.R. auf den Basiswert zurückgreifen, der schlechter performt hat und dessen Rückzahlungsbetrag somit der niedrigere ist. Da der Wert von Two-Asset-Discount-Zertifikaten im Vergleich zu klassischen Discount-Zertifikaten von der Kursentwicklung zweier Basiswerte abhängt, ist der Preisabschlag (Discount) i.d.R. höher. Two-Asset-Zertifikate sind auch in der Variante als Bonus-Zertifikat möglich.

Cheapest-to-Deliver-Zertifikate

Cheapest-to-Deliver-Zertifikate beziehen sich auf zwei Basiswerte, die einen historisch ähnlichen Kursverlauf aufweisen. Dabei wird eine der beiden Aktien mit einem höheren Abschlag (Discount) begeben. Cheapest-to-Deliver-Zertifikate werden nicht durch einen Gewinnhöchstbetrag begrenzt wie etwa Two-Asset-Discount-Zertifikate. Theoretisch ist das Performancepotential unbegrenzt, aber am Laufzeitende des Zertifikats wird in jedem Fall das Aktienpaket mit dem niedrigsten Wert geliefert. Das ist der Titel mit der schlechtesten Performance. Ein Engagement in Cheapest-to-Deliver-Zertifikate anstatt eine Direktanlage in die Aktien lohnt sich besonders für Anleger, die mit einer gleichlaufend positiven Performance der beiden Basiswerte rechnen, ohne sich im Vorfeld für eine Aktie entscheiden zu müssen.

Sollten sich die zwei Basiswerte allerdings gravierend unterschiedlich entwickeln, so kann der Risikopuffer (Discount) aufgezehrt werden und sich eine Direktanlage in die Einzelaktie nachträglich als vorteilhafter erweisen.

Rainbow-Zertifikate

Bei Rainbow-Zertifikaten wird grundsätzlich in unterschiedliche Assetklassen investiert. Am Laufzeitende wird die Performance aller im Rainbow-Zertifikat enthaltenen Basiswerte überprüft und anschließend eine Gewichtung der Basiswerte je nach Wertzuwachs vorgenommen. Diese ist maßgeblich für die Höhe der Rückzahlung des Zertifikats. Die Assetklasse mit der besten Performance wird am höchsten, die mit der schlechtesten Performance am niedrigsten gewichtet. Die Berechnung der Performance erfolgt i.d.R. nach der Durchschnittswertmethode. Dazu stellt der Emittent an mehreren Stichtagen während der Laufzeit des Zertifikats die Kursstände der Basiswerte fest und errechnet daraus den Durchschnittswert über die gesamte Laufzeit. Auf Basis dieser Durchschnittswerte erfolgt die Gewichtung der Basiswerte am Laufzeitende.

Reverse-Zertifikate

Reverse-Zertifikate profitieren von fallenden Kursen im Basiswert und verlieren an Wert, wenn der Basiswertkurs steigt. Zertifikate mit Reverse-Strukturen können unterschiedlich gestaltet sein, etwa als Index-, Bonus- und Discount-Zertifikate. Stellvertretend für Reverse-Strukturen soll ein Reverse-Bonus-Zertifikat vorgestellt werden.

Reverse-Bonus-Zertifikate

Diese Zertifikate funktionieren umgekehrt wie herkömmliche Bonus-Zertifikate. Sie haben ebenfalls ein Bonus-Level sowie eine Kursbarriere. Zu Laufzeitbeginn werden nun die Kursbarriere oberhalb und die Bonusschwelle unterhalb des aktuellen Basiswertkurses festgelegt. Sollte die Kursbarriere nie erreicht oder überschritten werden, erhält der Zertifikats-Inhaber bei Fälligkeit mindestens das Bonus-Level ausgezahlt. Beim Reverse-Bonus-Zertifikat besteht das Bonus-Level aus dem Emissionspreis des Zertifikats plus der positiven Differenz aus Emissionspreis des Zertifikats und der Bonusschwelle.

Auszahlungsprofil Reverse-Bonus-Zertifikat

Sollte der Basiswert bei Fälligkeit unter die Bonusschwelle sinken, profitieren Anleger vom Kursrückgang des Basiswertes. Wird die Kursbarriere dagegen verletzt, verlieren Anleger die Chance auf den Bonusbetrag sowie den Teilschutz gegen Kursanstiege im Basiswert. In diesem Fall partizipieren Anleger umgekehrt proportional 1:1 an der Kursentwicklung des Basiswertes. Das Reverse-Bonus-Zertifikat verhält sich dann wie ein Reverse-Index-Zertifikat.

Wird jedoch die Kursbarriere von 140 Euro berührt oder überschritten, verlieren Anleger den Anspruch auf die Bonuszahlung. Anleger partizipieren umgekehrt proportional 1:1 an Kursbewegungen der Aktie der XY AG. In diesem Fall kommt es am Laufzeitende zu Verlusten, wenn die XY AG über ihrem Ausgangswert steht.

Notiert die XY-AG dann bei 160 Euro, erhalten Anleger 40 Euro zurück. Bei Kursen von 200 Euro oder mehr, entsteht am Laufzeitende ein Totalverlust.