Strukturierte Anleihen

Strukturierte Anleihen sind verzinsliche Wertpapiere, die sich durch individuelle Zusatzbedingungen auszeichnen. Diese Bedingungen können die Rückzahlung oder auch die Zinszahlung der Anleihen beeinflussen. Beispiele hierfür sind Credit Linked Notes, Zinsstruktur Anleihen, Anleihen mit Bonuszahlung und Aktienanleihen. (Aktienanleihen werden an der Börse Stuttgart im Euwax Handelssegment geführt. Hier finden Sie detaillierte Informationen zu dieser Produktart.)

Credit Linked Notes sind Wertpapiere, deren Rückzahlungsprofil zum Beispiel abhängig vom Eintritt sogenannter Kreditereignisse bei einem oder mehreren Referenzschuldnern ist. Kann also der Referenzschuldner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, wird dieser Ausfall auf den Anleihegläubiger übertragen. Tritt kein Kreditereignis ein, kommt der Anleger in den Genuss einer attraktiven Rendite.

Zinsstruktur-Anleihen sind Wertpapiere bei denen die Berechnung des Zinssatzes für jede Anleihe einzeln festgelegt wird. Der Zinssatz kann z.B ein Step-up, Step-down sein oder sich aus diversen Formeln von variablen und/oder fixen Zinssätzen zusammen setzen. Bonusanleihen sind eine abgeänderte Form der Credit Linked Notes, die während der Laufzeit über keine Zins und Stückzinsverrechnung verfügen. Am Ende der Laufzeit wird dann die Anleihe, wenn kein Kreditereignis eingetreten ist, zum Rückzahlungskurs von 100 Prozent zuzüglich eines vorher festgelegten Bonus zurückbezahlt.
(Soweit möglich sind die jeweiligen Emissionsbedingungen im pdf-Format im Internet ersichtlich)

Vorteile:

  • attraktive Renditeaufschläge

Nachteile:

  • höheres Risiko durch Zusatzbedingungen
  • Anleihen sind individuell ausgestattet, d.h. der Anleger muss die Emissionsbedingungen erfragen