Finanznachrichten

RESEARCH/CS hebt Deutschland auf Overweight (Benchmark)

29.09.2017 - 10:16 Uhr


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Einstufung: Erhöht auf Overweight (Benchmark) 
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Die Credit Suisse (CS) nennt als abzuwägende Faktoren für die Hochstufung des gesamten deutschen Aktienmarktes den Euro, die wirtschaftliche Betätigung der börsennotierten Unternehmen in China, den Konjunkturausblick in Deutschland, die günstige Bewertung des deutschen Aktienmarkts und die politischen Perspektiven nach der Bundestagswahl.

Langfristig bleiben die Analysten zwar optimistisch für den Euro, doch kurzfristig sehen sie die Gemeinschaftswährung eher auf Konsolidierungskurs. Der Euro sei überkauft und ein Zinsschritt der US-Notenbank im Dezember sei wahrscheinlich. Letzteres nehme man mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit an, während der Markt das noch mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit einpreise. Auf jeden Fall dürfte ein Zinsschritt der Fed den Dollar stützen - der deutsche Markt reagiere jedoch innerhalb der Eurozone am empfindlichsten auf Eurobewegungen.

Die Aussichten der deutschen Volkswirtschaft stuft die Bank als robust ein. Deutschland sei anderen Ländern in Europa wirtschaftlich überlegen. Die Weltbank liste Deutschland im entsprechenden Index als die wettbewerbsstärkste Volkswirtschaft in Europa auf. Der hiesige Einkaufsmanagerindex und der Ifo-Index hätten durch die Eurostärke keinen Schaden genommen.

Bei den politischen Perspektiven gehen die Analysten von einer instabileren Koalition als in den zurückliegenden vier Jahren aus. Doch in der Finanzpoliltik dürfte die künftige Bundesregierung die Zügel etwas lockerer lassen und außerdem eine wirtschaftschaftsfreundlichere Politik insbesondere bei der Arbeitsmarktregulierung betreiben.

Unternehmen, die in China sehr aktiv seien, gehörten in erster Linie den Branchen Automobilbau, Kapitalgüter und Chemie an, heißt es weiter. Deren Aktienkurse folgten eng der Entwicklung der chinesischen Einkaufsmanagerindizes.

Der deutsche Aktienmarkt sei auf Basis des 12-Monats-KGV unterbewertet mit einem Abschlag von 14 Prozent zu Kontinentaleuropa. Auto- und Chemiebranche seien zwar zum Großteil für die überdurchschnittliche Entwicklung in den vergangenen zwei Jahren verantwortlich, doch auch außerhalb dieser beiden Branchen sieht die Bank "lebendiges Potenzial".

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/sro/gos

(END) Dow Jones Newswires

September 29, 2017 04:16 ET (08:16 GMT)

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