Finanznachrichten

Euroraum-Inflation sinkt wie erwartet auf 1,3 Prozent

17.07.2017 - 11:00 Uhr


Von Hans Bentzien

FRANKFURT/LUXEMBURG (Dow Jones)--Der Inflationsdruck im Euroraum hat sich im Juni wie erwartet verringert. Nach Mitteilung von Eurostat stiegen die Verbraucherpreise mit einer Jahresrate von 1,3 (Vormonat: 1,4) Prozent, womit das Ergebnis einer ersten Schätzung erwartungsgemäß bestätigt wurde. Auf Monatssicht blieben die Preise unverändert. Die Kerninflationsrate (ohne Energie-, Lebensmittel-, Alkohol- und Tabakpreise) erhöhte sich dagegen ebenfalls wie erwartet auf 1,1 (0,9) Prozent. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Kernverbraucherpreise um 0,2 Prozent.

Die niedrigsten jährlichen Teuerungsraten wurden in Irland (minus 0,6 Prozent), Dänemark (plus 0,4 Prozent) und Rumänien (plus 0,7 Prozent) gemessen. Die höchsten jährlichen Raten wurden in Litauen (3,5 Prozent), Estland und Lettland (je 3,1 Prozent) verzeichnet. Gegenüber Mai 2017 ging die jährliche Inflationsrate in achtzehn Mitgliedstaaten zurück, blieb in drei unverändert und stieg in sechs an.

Der stärkste Aufwärtsimpuls für die jährliche Inflation im Euroraum kam von den Teilindizes Beherbergungsdienstleistungen (plus 0,08 Prozentpunkte), Pauschalreisen (plus 0,06 Prozentpunkte) und Tabak (plus 0,04 Prozentpunkte), während Telekommunikation (minus 0,10 Prozentpunkte), Sozialschutz (minus 0,04 Prozentpunkte) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (minus 0,03 Prozentpunkte) am stärksten senkend wirkten.

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/mgo

(END) Dow Jones Newswires

July 17, 2017 05:00 ET (09:00 GMT)

© 2017 Dow Jones & Company, Inc.

Weiterführende Inhalte

Weiterführende Inhalte