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UPDATE/Uniper macht Ruf als Dividendentitel alle Ehre

07.12.2017 - 10:07 Uhr


--bis 2020 sollen Ausschüttungen jährlich um 25 Prozent zulegen

--Uniper will Investitionen gering halten

--CEO Schäfer rechnet mit höheren Einnahmen für Versorgungssicherheit

(NEU: Mehr Details zum Ausblick 2020)

Von Christian Grimm

BERLIN (Dow Jones)--Der Energieversorger Uniper hat seinen Aktionären in seinem neuesten Strategieausblick ein attraktives Dividendenversprechen gemacht. Wie Finanzvorstand Christopher Delbrück verkündete, sollen die Ausschüttungen bis 2020 um jährlich 25 Prozent gesteigert werden. "Uniper hat sich an der Börse glänzend entwickelt und bietet weiter große Chancen für Investoren. Unsere Aktionäre sollen an dieser positiven Entwicklung durch eine starke Dividende weiterhin teilhaben", sagte Delbrück.

Für 2018 will Uniper den Anteilseignern insgesamt 310 Millionen Euro als Dividenden auszahlen. Für das noch laufende Jahr hat sich das Management auf 250 Millionen Euro festgelegt. Laut Delbrück könnte es auf die Summe aber noch einen Aufschlag geben. "Wenn wir sicher sind, werden wir es wissen lassen".

Knapp eine halbe Milliarde für Dividenden im Jahr 2020

Sollte der Stromkonzern seine Ziele halten können, würden im Jahr 2020 knapp über 480 Millionen Euro als Dividenden fließen. Die deutlich höheren Ausschüttungen kann der Vorstand ins Schaufenster stellen, weil in den nächsten Jahren weniger Mittel für die Pensionslasten gebunden sind und wenig investiert werden soll.

Mehr Gewinn verspricht sich Uniper auf mittlere Sicht von höheren Prämien für Versorgungssicherheit in Großbritannien, dem Anlaufen des Kohlekraftwerks Datteln IV Ende 2018 und der Wiederinbetriebnahme des havarierten russischen Kohlekraftwerks Berezovskaya III im Herbst 2019. Vorstandschef Klaus Schäfer spekuliert außerdem darauf, dass auch Deutschland Prämien für Versorgungssicherheit einführen wird, weil in den kommenden Jahren hierzulande viele Atom- und Kohlekraftwerke vom Netz gehen werden. Investitionen kann sich Schäfer auf mittlere Sicht in Gaskraftwerke vorstellen, die als Absicherung für die erneuerbaren Energien gebraucht werden. Der CEO charakterisierte seinen Kurs als "keine Revolution, aber eine konsequente Evolution".

Für den Gewinn ist die Kraftwerkstochter des Eon-Konzerns etwas zurückhaltender. Der Vorstand peilt nächstes Jahr ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in der Spanne von 0,8 bis 1,1 Milliarden an. Im noch laufenden Geschäftsjahr sind es zwischen 1,0 und 1,2 Milliarden Euro.

Wirbel um Verkauf an Fortum

Überschattet wird die Vorlage der neuen Ziele von einer neuen Wendung im Übernahmekampf um Uniper. Zu Wochenbeginn war der aktivistische Investor Elliott bei der Eon-Kraftwerkstochter eingestiegen und hatte für Wirbel gesorgt. Elliott hatte zuletzt von sich Reden gemacht, weil der Hedgefonds bei der Übernahme des Arzneimittelherstellers Stada die Preise nach oben getrieben hatte.

Anleger spekulieren darüber, ob Elliott-Chef Paul Singer dies auch bei der angepeilten Übernahme Unipers durch den finnischen Konkurrenten Fortum anstrebt. Der Versorger aus dem hohen Norden will der Uniper-Mutter Eon für die verbliebenen 47 Prozent Anfang nächsten Jahres knapp 4 Milliarden Euro überweisen. Eon und Fortum hatten sich auf einen Preis von 22 Euro je Aktie geeinigt. Der Kurs notiert aktuell deutlich darüber.

Schäfer äußerte sich zunächst nicht zur aktuellen Entwicklung um Fortum und Elliott. Später am Morgen wird er sich den Fragen der Analysten stellen, denen das Thema unter den Nägeln brennt.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

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December 07, 2017 04:07 ET (09:07 GMT)

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