Finanznachrichten

LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte -2-

08.11.2018 - 18:28 Uhr


Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat einen Teilerfolg bei den umstrittenen Hardware-Nachrüstungen bei älteren Dieselautos erreicht. Die deutschen Autohersteller Volkswagen und Daimler haben dem nachträglichen Einbau von Harnstoffkatalysatoren in Modelle der Abgasklasse Euro 5 bis zu 3.000 Euro zugestimmt. "Die deutsche Automobilwirtschaft hat sich heute sehr stark bewegt", sagte Scheuer in Berlin nach stundenlangen Verhandlungen mit den Konzernen. BMW lehnt die Nachrüstungen weiter ab. Die Einigung gilt nur für die 15 Städten mit der höchsten Stickoxidbelastung und deren angrenzende Landkreise.

Ryanair einigt sich in Tarifstreit mit Verdi

Der irische Billigflieger hat mit der deutschen Gewerkschaft Verdi für das Kabinenpersonal ein Rahmenabkommen geschlossen. Die Vereinbarung betreffe das gesamte Kabinenpersonal von Ryanair in Deutschland, das nun noch über das Abkommen abstimmen müsse, teilte Ryanair mit. Mit dem Abkommen werde sichergestellt, dass das deutsche Arbeitsrecht für das Ryanair-Personal gelte, zudem seien Gehaltsverbesserungen und andere Vergütungen für die kommenden zwei Jahre festgeschrieben.

Bombardier streicht 5.000 Stellen und verkauft die Turboprops

Der Flugzeug- und Schienenfahrzeugbauer Bombardier läutet eine weitere Restrukturierungsrunde ein und streicht dabei in den kommenden zwölf bis 16 Monaten 5.000 Arbeitsplätze. Zudem trennen sich die Kanadier von Geschäftsbereichen, darunter auch von ihren Turbopropfliegern sowie dem Schulungsgeschäft im Bereich Aircraft-Training. Der Traditionskonzern aus Montreal will damit bis 2021 jährliche Einsparungen von 250 Millionen US-Dollar erreichen. Im kommenden Jahr rechnet Bombardier mit einer Restrukturierungsbelastung von 250 Millionen Dollar.

Mobilfunkkonzerne sollen bei 5G-Auktion zur Mastenteilung gezwungen werden

Die Bundesregierung will den Telekommunikationskonzernen bei der Versteigerung der Lizenzen für den nächsten Mobilfunkstandard 5G härtere Auflagen machen. Unter anderem sollen die Unternehmen sicherstellen, dass an Autobahnen und wichtigen Bundesstraßen (rund 5.300 Kilometer) bis Ende 2022 eine Netzabdeckung mit 100 Mbit/s anliegt.

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November 08, 2018 12:28 ET (17:28 GMT)

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