Finanznachrichten

KORREKTUR/ROUNDUP/BASF: Zwei Drittel der belasteten Produkte noch unverarbeitet

12.10.2017 - 14:56 Uhr


(Berichtigt werden die Meldungen vom 11. Oktober von 16.54 Uhr und 19.35 Uhr: Die Aussagen des Fachverbandes Schaumkunststoffe und Polyurethane e.V. wurden gestrichen.)

LUDWIGSHAFEN (dpa-AFX) - Der Chemiekonzern BASF hat zwischen dem 25. August und dem 29. September 7500 Tonnen des Kunststoffgrundprodukts Toluoldiisocyanat (TDI) hergestellt, die nach Unternehmensangaben eine deutlich erhöhte Konzentration an Dichlorbenzol aufwiesen. TDI ist ein Ausgangsstoff für den Kunststoff Polyurethan, der zur Herstellung von Matratzen sowie für Polsterungen benutzt wird. In der Autoindustrie wird er für Sitzpolster verwendet.

Nach Angaben einer BASF-Sprecherin hatte ein Kunde des Chemieunternehmens auf die erhöhte Dichlorbenzol-Belastung aufmerksam gemacht. Bei den betroffenen Produkten wurde nach ihren Angaben ein Dichlorbenzol-Anteil von mehreren Hundert ppm (parts per million - Anteile pro Million) gemessen, normalerweise liege das Level unter drei ppm. BASF selbst mache normalerweise einmal im Monat eine Probe bei dem Kunststoffgrundprodukt TDI, ergänzte sie. Das entspreche den Anforderungen der Kunden.

BASF hatte am Dienstag erklärt, bei bereits verarbeiteten Produkten sollten die Kunden sicherheitshalber testen, ob die Grenzwerte der verschiedenen Industrien eingehalten würden. Noch nicht verarbeitetes TDI aus den Tanks der Kunden will BASF zurücknehmen. Außerdem will das Unternehmen auf eigene Kosten nicht verarbeitete Schaumblöcke einsammeln, die im fraglichen Zeitraum mit dem TDI hergestellt wurden./jes/DP/stk

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