Finanznachrichten

EZB: Eurosystem kauft etwas weniger Anleihen

17.07.2017 - 15:53 Uhr


Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Zentralbanken des Euroraums haben ihre Käufe von Anleihen in der Woche zum 14. Juli 2017 etwas reduziert. Das gesamte Kaufvolumen belief sich auf 16,293 (Vorwoche: 17,069) Milliarden Euro, wie die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrem wöchentlichen Bericht mitteilte. Die Bestände an öffentlichen Anleihen erhöhten sich um 13,821 (14,018) Milliarden Euro und die Bestände an Unternehmensanleihen um 1,432 (2,286) Milliarden Euro. Bei Covered Bonds kam es zu einem Anstieg der Bestände um 0,824 (0,416) Milliarden Euro. Der Bestand an Kreditverbriefungen/Asset-backed Securities (ABS) stieg um 0,216 (0,349) Milliarden Euro.

Die Zentralbanken des Eurosystems erwerben auf Beschluss des EZB-Rats laufend Wertpapiere. Mit dieser Geldflut will die EZB die Banken zu einer stärkeren Kreditvergabe an die Wirtschaft anregen. Das soll die Konjunktur beflügeln und die Inflation antreiben. Seit April liegt das monatlich angestrebte Volumen bei 60 Milliarden Euro.

Um einer Verknappung öffentlicher Anleihen infolge der Ankäufe entgegenzuwirken, verleihen die Eurosystem-Zentralbanken diese Papiere gegen Sicherheit an Banken. Im Durchschnitt des Monats Juni betrug das Ausleihvolumen 50,530 Milliarden Euro. Im Mai waren es 48,153 Milliarden gewesen. Im Rahmen der Ausleihe erhielten die Zentralbanken auch Barmittel, und zwar 12,912 (13,653) Milliarden Euro.

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/sha

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July 17, 2017 09:53 ET (13:53 GMT)

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