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Aktien Frankfurt: Dax verliert vor Rekordhoch an Schwung

30.03.2017 - 12:06 Uhr


FRANKFURT (dpa-AFX) - In Reichweite seines Rekordhochs ist dem Dax am Donnerstag ein wenig die Kraft ausgegangen. Gegen Mittag behauptete der deutsche Leitindex ein Plus von 0,11 Prozent auf 12 216,89 Punkte. Zur knapp zwei Jahre alte Bestmarke von 12 390 Punkten fehlen ihm damit noch rund anderthalb Prozent.

Die Gefahr einer Korrektur sei hoch, warnten die Experten des Börsenstatistik-Magazins Index-Radar. Am Mittwochabend hatten zudem mehrere US-Notenbanker angedeutet, dass es im laufenden Jahr mehr als drei Zinsanhebungen geben könnte. Steigende Zinsen sind ein potenzieller Belastungsfaktor für die Börsen, da sie die Attraktivität von Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren schmälern können.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax gewann am Donnerstag 0,27 Prozent auf 23 719,46 Zähler, wogegen der Technologiewerte-Index TecDax um minimale 0,02 Prozent auf 2030,25 Punkte nachgab. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,19 Prozent.

DAIMLER NUR OPTISCH SCHWACH - HSBC-STUDIE HILFT MDAX-BANKEN

Im Dax waren die Aktien von Daimler nur optisch schwach - bereinigt um die gezahlte Dividende von 3,25 Euro standen die Titel des Autobauers knapp im Plus.

Bei MDax-Werten sorgten vor allem Analystenkommentare für Kursausschläge. Bankenaktien profitierten von einer Branchenstudie der HSBC: Die Aktien der Deutschen Pfandbriefbank und der Aareal Bank gewannen nach Kaufempfehlungen 3,71 Prozent beziehungsweise 0,72 Prozent. Die Institute seien gut kapitalisiert, lobte Analyst Johannes Thormann. Er äußerte sich auch positiv zur Dividendenrendite.

ABSTUFUNG BELASTET OSRAM - HHLA SCHOCKT MIT AUSBLICK

Dagegen sackten die Titel des Lichtspezialisten Osram am Indexende um 2,51 Prozent ab. Citigroup-Analyst Jason Channell strich unter Verweis auf die zuletzt starke Kursentwicklung seine Kaufempfehlung.

Im Kleinwerte-Index SDax sorgte der Hamburger Hafenbetreiber HHLA für trübe Mienen: Nach einem enttäuschenden Ausblick stürzten die gut gelaufenen Aktien um fast 14 Prozent ab. Zudem äußerte sich die französische Investmentbank Exane BNP Paribas negativ zu den Geschäftsaussichten von Containerschiff-Terminal-Betreibern allgemein.

KURSFEUERWERK BEI BIOTEST-STÄMMEN - BÖRSENGANG VON IBU-TEC

Dagegen brannten die Stammaktien von Biotest mit einem Sprung von 22,79 Prozent auf 24,54 Euro ein Kursfeuerwerk ab. Gespräche mit der Creat Group Corporation beflügelten die Stimmung. Die Chinesen seien als langfristig orientierter strategischer Investor an dem Biotech-Unternehmen interessiert, hieß es. Angestrebt werde ein ein Angebotspreis von 28,50 Euro je Stammaktie und 19,00 Euro je Vorzugsaktie. Die im SDax gelisteten Vorzüge verloren 2,21 Prozent auf 18,60 Euro.

Die Aktien von IBU-Tec kosteten nach dem Börsengang des Industriedienstleiter zuletzt 16,70 Euro. Das war etwas mehr als der Ausgabepreis von 16,50 Euro. Der Vorstand will die frischen Mittel in einen weiteren Unternehmensstandort sowie den Ausbau des Vertriebs investieren./gl/mis

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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