Finanznachrichten

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

14.11.2017 - 19:00 Uhr


Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.

US-Erzeugerpreise deuten auf festere Inflation

In den USA hat der Preisdruck auf vorgelagerter Ebene verstärkt. Im Oktober stiegen die Erzeugerpreise um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einem Anstieg um lediglich 0,1 Prozent gerechnet.

Fed/Bullard wiederholt Ablehnung weiterer Zinserhöhungen

Der Präsident der Federal Reserve Bank of St. Louis, James Bullard, hat seine lang gehegte Überzeugung bekräftigte, dass die US-Notenbank jetzt noch nicht über eine Zinserhöhung nachdenken sollte. "Das aktuelle Niveau des Leitzinses ist angesichts der aktuellen makroökonomischen Daten angemessen", sagte Bullard bei einer Präsentation in Louisville, Kentucky.

Weißes Haus zieht Ex-Pimco-CEO als Fed-Vize in Betracht - Kreise

Der frühere Investment-Manager Mohamed El-Erian könnte Vize-Chef der US-Notenbank Fed werden. Das Weiße Haus erwäge, den früheren CEO der Allianz-Tochter Pimco für das Amt zu nominieren, sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person. El-Erian, früher CEO des Vermögensverwalters Pacific Management Investment Co (Pimco) und ehemaliger Vize-Direktor des Internationalen Währungsfonds, sei einer von mehreren Kandidaten für die Position, sagte die Person.

Draghi, Yellen, Carney & Kuroda mögen die große Offenheit

Die Chefs der Zentralbanken der wichtigsten Industrieländer halten die gestiegene Transparenz in geldpolitischen Angelegenheiten für angemessen und wollen sie sogar noch ausbauen. Bei einer von der Europäischen Zentralbank (EZB) veranstalteten Podiumsdiskussion machten Fed-Chefin Janet Yellen, EZB-Präsident Mario Draghi, BoE-Gouverneur Mark Carney und BoJ-Chef Haruhiko Kuroda klar, dass sie vor allem die "Forward Guidance" genannte Praxis, Finanzmärkten Informationen über den künftigen geldpolitischen Kurs zu geben, für sehr nützlich halten - obwohl es hin und wieder zu Betriebsunfällen kommt.

Jamaika-Sondierungsgespräche auf der Kippe

Die künftige Flüchtlingspolitik entwickelt sich zum Spaltpilz in den laufenden Jamaika-Sondierungen. Besonders Grüne und CSU sind in dieser Frage so weit auseinander, dass eine glaubwürdige Lösung kaum noch möglich erscheint. Zumindest nicht in der vorgegebenen Zeit, denn am Donnerstag sollen die Sondierungsgespräche abgeschlossen werden.

EU stärkt Rechte der Verbraucher bei Online-Geschäften

In der EU soll unseriösen Geschäftspraktiken bei Online-Käufen künftig ein Riegel vorgeschoben werden. Darauf zielt eine Verordnung ab, die das Europaparlament abschließend verabschiedet hat. Damit sollen Verbraucher etwa vor rechtswidrigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder fehlenden Belehrungen zu ihren Widerrufsrechten geschützt werden.

Griechenland übertrifft in zehn Monaten Haushaltsziele der Gläubiger

Griechenland hat in den ersten zehn Monaten des Jahres die Haushaltsziele seiner Gläubiger übertroffen. Der Primärüberschuss im griechischen Haushalt erreichte im Zeitraum Januar bis Oktober 5,35 Milliarden Euro, wie die Daten des Finanzministeriums zeigen. Das war etwas mehr als die Vorgabe im Hilfspaket in Höhe von 5,24 Milliarden Euro.

Inflation in Großbritannien weiterhin auf Fünfjahreshoch von 3%

Der Anstieg der Verbraucherpreise in Großbritannien bleibt hoch. Im Oktober lag die Inflationsrate wie schon im September auf dem Fünfjahreshoch von 3,0 Prozent, wie das britische Statistikamt mitteilte. Lebensmittel verteuerten sich im Vorjahresvergleich um 4,2 Prozent, das war der höchste Anstieg seit vier Jahren. Ein Grund dafür ist das schwache Pfund, das seit der Brexit-Ankündigung an Wert verliert und Importe verteuert.

Fitch stuft Venezuelas staatlichen Ölkonzern als teilweise zahlungsunfähig ein

Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit des staatlichen venezolanischen Ölkonzerns PDVSA herabgestuft. Der Konzern werde als teilweise zahlungsunfähig bewertet, teilte Fitch mit. Inhaber von PDVSA-Anleihen hätten fällige Zahlungen erst mit einer Woche Verspätung erhalten.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/AFP/sha

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November 14, 2017 13:00 ET (18:00 GMT)

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