Finanznachrichten

LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

14.11.2017 - 18:10 Uhr


Der Markt-Überblick am Abend, zusammengestellt von Dow Jones Newswires

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+++++ AKTIENMÄRKTE (18.10 Uhr) +++++

INDEX                 Stand      +-%  +-% YTD 
EuroStoxx50        3.556,38   -0,51%   +8,08% 
Stoxx50            3.139,68   -0,74%   +4,29% 
DAX               13.033,48   -0,31%  +13,52% 
FTSE               7.414,42   -0,01%   +3,80% 
CAC                5.315,58   -0,49%   +9,32% 
DJIA              23.383,78   -0,24%  +18,32% 
S&P-500            2.577,82   -0,27%  +15,14% 
Nasdaq-Comp.       6.736,70   -0,31%  +25,14% 
Nasdaq-100         6.294,78   -0,34%  +29,43% 
Nikkei-225        22.380,01   -0,00%  +17,08% 
EUREX                 Stand  +-Ticks 
Bund-Future          162,39      +34

+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++

ROHOEL               zuletzt      VT-Settl.     +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex              55,52          56,76     -2,2%      -1,24   -2,7% 
Brent/ICE              61,82          63,16     -2,1%      -1,34   +5,4% 
 
METALLE              zuletzt         Vortag     +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)         1.278,37       1.278,35     +0,0%      +0,02  +11,0% 
Silber (Spot)          17,01          17,05     -0,2%      -0,04   +6,8% 
Platin (Spot)         925,20         932,50     -0,8%      -7,30   +2,4% 
Kupfer-Future           3,06           3,12     -1,9%      -0,06  +21,1%

+++++ FINANZMARKT USA +++++

Etwas leichter - Zweifel am Zustandekommen der US-Steuerreform belasten die Aktienkurse erneut. An Konjunkturdaten wurden am Dienstag nur die Erzeugerpreise aus dem Oktober veröffentlicht. Diese stiegen sowohl in der Kernrate als auch insgesamt stärker als erwartet. Die Daten deuten auf eine festere Inflation hin und dürften der US-Notenbank zupass kommen, die geplante Zinserhöhungen auch von der Teuerung abhängig macht. Nun muss sich zeigen, ob die Verbraucherpreise am Mittwoch eine ähnliche Entwicklung aufweisen. Die Preise für Öl sind im freien Fall. Auf ihnen lasten die gesenkten Bedarfsprognosen der International Energy Agency (IEA). Die Feinunze Gold legt dagegen um 0,1 Prozent auf 1.280 Dollar zu. Mit den am Dienstag wieder fallenden Renditen der Anleihen gewinnt Gold etwas an Glanz. Zudem stützt der schwache Dollar den Preis. Am Anleihemarkt lassen steigende Notierungen die Rendite zehnjähriger Schuldtitel um 3 Basispunkte auf 2,38 Prozent zurückkommen. Als eines der letzten großen US-Unternehmen hat Home Depot vorbörslich überraschend gute Geschäftszahlen vorgelegt und die Umsatzprognose für das laufende Jahr erhöht. Die Aktie legt gegen den Trend um 0,3 Prozent zu. General Electric setzen die Abwärtsfahrt vom Montag fort und fallen um weitere 6,3 Prozent. Mit RBC Capital hat ein weiteres der wenigen verbliebenen bullish gestimmten Häuser kapituliert und die Aktie auf "Sector Perform" gesenkt. Loxo Oncology profitieren nicht von einer Zusammenarbeit mit Bayer, die dem US-Unternehmen zunächst eine Vorauszahlung von 400 Millionen Dollar einbringt. Die Aktie fällt um 10,7 Prozent. General Mills legen um 1,7 Prozent zu. Der Lebensmittelhersteller hat zwar die Ziele für sein laufendes Geschäftsjahr 2017/18 bekräftigt, warnte aber, dass die Margen im zweiten Geschäftsquartal unter denen des vergleichbaren Vorjahreszeitraums lägen.

+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Etwas leichter - Händler sprachen von einem Stabilisierungstag, nachdem der DAX innerhalb weniger Handelstage 560 Punkte zurückgekommen war und dann am Montag einen zumindest vorläufigen Boden ausbildete. Dabei waren die Ausschläge in den Einzeltiteln wegen der Nervosität der Anleger immer noch groß. Etwas gestützt wurde die Stimmung von überraschend starken deutschen BIP-Zahlen. Diese trieben allerdings auch den Euro. Am Anleihenmarkt veränderten sich die Kurse dagegen nur wenig. Schwächster Sektor waren Rohstoffwerte mit minus 2,7 Prozent. Hier belasteten Preisrückgänge bei Öl und anderen Rohstoffen. Daneben stand immer noch die Berichtssaison im Blick. Nach Zahlen, die sich im Rahmen der Erwartungen bewegten, verlor die RWE-Aktie 5,6 Prozent. Negativ für den Kurs sei die Diskussion um einen Ausstieg aus der Kohle, so ein Händler. Infineon stiegen um 2,7 Prozent. Die Entwicklung in der wichtigen Automotive-Sparte hat zwar enttäuscht, allerdings sei dies vornehmlich auf negative Währungseffekte zurückzuführen. Positiv wurde aufgenommen, dass Infineon im neuen Geschäftsjahr das Wachstumstempo halten will. Für Henkel ging es um 4,3 Prozent nach unten: Der Umsatz hat die Erwartungen nicht erfüllt, genausowenig wie das bereinigte EBIT. Mit 5,1 im Plus zeigen sich Vodafone. Dass Vodafone die Prognose erhöhe, habe man nicht auf dem Radar gehabt. Als stark werden die Zahlen von United Internet (plus 3,5 Prozent) und Drillisch (plus 0,9 Prozent) im Handel bezeichnet. Mit minus 3,5 Prozent reagierten Nordex auf die Zahlen und die gesenkte Prognose des Unternehmens. Nach einer Gewinnwarnung brachen Centrotec um 11,7 Prozent ein. Die Neunmonatszahlen von Deutsche Wohnen sind nach Einschätzung von Baader Helvea "solide aber unspektakulär" ausgefallen. Die Aktie sank um 0,1 Prozent. Nach positiven Analystenstimmen rücken Deutsche Pfandbriefbank um 2,9 Prozent vor. Nach einer Kaufempfehlung durch HSBC steigen Talanx 1,2 Prozent. In Frankreich zogen Vivendi mit einer Kaufempfehlung durch JP Morgan um gut 4 Prozent an.

+++++ DEVISEN +++++

DEVISEN              zuletzt          +/- %  Mo, 8:15  Fr, 17.18   % YTD 
EUR/USD               1,1768         +1,01%    1,1651     1,1654  +11,9% 
EUR/JPY               133,65         +1,10%    132,20     132,24   +8,7% 
EUR/CHF               1,1668         +0,50%    1,1609     1,1608   +8,9% 
EUR/GBP               0,8952         +0,67%    0,8892     1,1332   +5,0% 
USD/JPY               113,55         +0,07%    113,47     113,47   -2,9% 
GBP/USD               1,3146         +0,36%    1,3099     1,3208   +6,5%

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Rote Vorzeichen haben am Dienstag die Kurstableaus an den Börsen in Ostasien und Australien dominiert. Neue Konjunkturdaten aus China waren zwar wie erwartet ausgefallen, allerdings zeigten sie ein minimal schwächeres Wachstum an als noch im Vormonat. Den Rücksetzer in Schanghai sahen Händler auch im Zusammenhang mit dem unter Erwarten ausgefallenen Anstieg der Geldmenge M2 im Oktober und Spekulationen über eine Liquiditätsverknappung. Der australische Aktienmarkt habe unter einem Rückgang der Rohstoffpreise und Gewinnmitnahmen gelitten, hieß es im Handel. Woodside Petroleum verloren 3,2 Prozent nach dem schon länger erwarteten Ausstieg von Royal Dutch Shell. In Seoul standen Aktien aus der Reisebranche auf den Verkaufslisten vor dem Hintergrund der Spannungen mit Nordkorea. Asiana Airlines verloren 1,7 Prozent, während sich Korean Air Lines von Verlusten im Verlauf noch erholten und knapp im Plus schlossen. Unter den weiteren Einzelwerten zeigten sich Yue Yuen im Hongkonger Späthandel knapp 9 Prozent und Pou Sheng fast 20 Prozent im Minus. Pou Sheng, die chinesische Einzelhandelstocher des Sportartikelherstellers Yue Yuen, hatte einen 75-prozentigen Gewinneinbruch gemeldet. Geely (+5,5 Prozent) profitierten davon, dass die Muttergesellschaft Zhejiang Geely das US-Start-up-Unternehmen Terrafugia kaufen will, einen Pioneer in der Entwicklung fliegender Autos. Cathay Pacific (-2,1 Prozent) litten erneut darunter, dass die Aktie zum 1. Dezember aus dem Hang-Seng-Index absteigt. Mizuho Financial Group gaben in Tokio um 1 Prozent nach. Die Bank hatte einen schwachen Gewinnausblick abgegeben und umfangreiche Stellenkürzungen angekündigt. Am Devisenmarkt zeigte sich der Dollar zum Yen von seinem Tagestief am Montag bei unter 113,30 erholt und kostete zuletzt knapp 113,70. Der Yen dürfte auch etwas davon geschwächt worden sein, dass die japanische Notenbank ihre geldpolitische Lockerung fortsetzen, wird, um ihr Inflationsziel von 2 Prozent zu erreichen, wie deren Gouverneur Haruhiko Kuroda sagte.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR +++++

Bayer kooperiert mit US-Partner bei neuartigen Krebstherapien

Die Bayer AG setzt auf personalisierte Medizin im Bereich der Onkologie. Der DAX-Konzern wird beim Ausbau dieses Geschäftsfelds künftig mit dem biopharmazeutischen US-Unternehmen Loxo Oncology zusammenarbeiten und lässt sich dies bis zu rund 1 Milliarde US-Dollar kosten. Bayer stößt dabei in einen Markt mit "signifikantem Potenzial" vor, sagte Vorstandmitglied Dieter Weinand im Gespräch mit Dow Jones.

Deutsche-Bank-Chef Cryan trifft sich endlich mit HNA - Kreise

Zwischen der Deutschen Bank und ihrem größten Aktionär, dem chinesischen Mischkonzern HNA, ist Tauwetter angesagt. Deutsche-Bank-Chef John Cryan hat sich in der vergangenen Woche laut Kreisen mit HNA-CEO Adam Tan getroffen. Das Treffen war das erste zwischen den beiden Managern, wie mit der Sache vertraute Personen sagten.

Bijou Brigitte senkt wegen schwacher Geschäfte Umsatzprognose

Die Handelskette Bijou Brigitte hat ihre Umsatzprognose nach einem verhaltenen Start ins Schlussquartal gesenkt und erwartet nun einen Rückgang: Das Unternehmen stellt für dieses Jahr nur noch Einnahmen in der Spanne von 325 bis 330 Millionen Euro statt 330 bis 340 Millionen Euro in Aussicht. 2016 hatte der Umsatz 336 Millionen betragen. Das Ergebnis vor Steuern werde voraussichtlich am unteren Rand der bisherigen Prognosespanne von 30 bis 40 Millionen Euro liegen.

Delticom erzielt bei höheren Umsätzen nur stabiles Ergebnis

Der Online-Reifenhändler Delticom hat in den ersten neun Monaten trotz höherer Umsätze nur ein stabiles operatives Ergebnis erzielt. Wie das Unternehmen mitteilte, kletterten die Umsätze um 8,5 Prozent. Alleine im dritten Quartal seien die Erlöse um 9,8 Prozent auf 129 Millionen Euro gestiegen.

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November 14, 2017 12:10 ET (17:10 GMT)

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