Finanznachrichten

ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

11.01.2019 - 19:00 Uhr


Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.

US-Realeinkommen steigen im Dezember um 0,7 Prozent

Die Realeinkommen in den USA sind im Dezember gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent gestiegen. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte betrug das durchschnittliche Wocheneinkommen saison- und inflationsbereinigt 375,12 (November: 372,33) US-Dollar.

US-Inflationsdruck sinkt im Dezember etwas

Der Inflationsdruck in den USA hat im Dezember etwas nachgelassen. Nach Mitteilung des Arbeitsministeriums sanken die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent und lagen um 1,9 (November: 2,2) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Das war die niedrigste Jahresteuerung seit August 2017. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen monatlichen Preisrückgang um 0,1 Prozent prognostiziert.

Scholz schließt vollständige Abschaffung des Soli vorerst aus

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat Forderungen der CDU/CSU nach einer vollständigen Abschaffung des Solidaritätszuschlages bis 2021 erneut zurückgewiesen. Bereits durch den geplanten Wegfall des Soli für 90 Prozent der Steuerzahler habe der Bund pro Jahr um zehn Milliarden Euro geringere Einnahmen, sagte Scholz dem Südwestrundfunk (SWR). "Die übrigen 10 Prozent zu entlasten, wäre noch mal so viel."

Finanzministerium offen für "wirtschaftlich sinnvolle" Bankenfusionen

Das Bundesfinanzministerium zeigt sich "wirtschaftlich sinnvollen" Fusionen im Bankensektor gegenüber offen. Das geht aus einer schriftlichen Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Bettina Hagedorn auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Danyal Bayaz hervor, in die Dow Jones Einblick hatte. Der Bundestagsabgeordnete hatte sich nach Kontakten zur Deutschen Bank erkundet und ob es in den Gespräche auch um eine mögliche Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank gegangen sei.

AfD geht mit Kampfansage an etablierte Parteien ins Wahljahr 2019

Die AfD geht mit einer Kampfansage an die anderen Parteien ins Wahljahr 2019. "Im Herbst zeigen wir, dass wir auch auf Sieg und auf den ersten Platz bei Wahlen spielen", sagte Parteichef Jörg Meuthen mit Blick auf die Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen. Im Osten werde sich als erstes zeigen, dass die AfD "nicht nur Opposition" könne.

Britischer Industrieverband droht: Harter Brexit schlicht "nicht machbar"

Der britische Industrieverband CBI hat eindringlich vor einem harten Brexit gewarnt. Ein solcher Austritt aus der EU ohne Abkommen sei schlicht "nicht machbar", sagte CBI-Chefin Carolyn Fairbairn vor Unternehmern in Bristol. Die Kosten und Zölle für die Unternehmen würden steigen, die Häfen nicht mehr funktionieren und so die Unternehmen von den Gütern trennen, die sie für die Versorgung ihrer Kunden bräuchten.

Juncker fordert von Rumänien kompromissloses Vorgehen gegen Korruption

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat zum Beginn der EU-Ratspräsidentschaft Rumäniens ein kompromissloses Vorgehen gegen Korruption angemahnt. In "den wesentlichen Fragen" könne es keine Kompromisse geben, sagte Juncker bei einer Pressekonferenz mit dem europafreundlichen rumänischen Präsidenten Klaus Iohanni. Iohannis sagte, die internen Probleme seines Landes dürften sich nicht auf die rumänische Ratspräsidentschaft auswirken.

Scheuer gibt Bahnchef vor Krisentreffen Jobgarantie bis Sommer

Der schwer unter Druck stehende Bahnchef Richard Lutz hat bis zum Sommer eine Stellengarantie von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer bekommen. "Ich halte derzeit nichts von personellen Veränderungen", sagte Scheuer dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel vor einem Krisentreffen. Laut dem Blatt soll es am kommenden Dienstag stattfinden. Eine Entlastung koste nur weiter Zeit, so Scheuer, bis die Probleme im Konzern angepackt würden.

Merz: Werde in keine Kommission oder Gremium der CDU gehen

Der im Rennen um den CDU-Vorsitz unterlegene Friedrich Merz legt Wert darauf, in keiner Kommission und keinem Gremium der Partei mitzuarbeiten. Er habe der CDU seine Mitarbeit zu Themen der Wirtschafts- und Finanzpolitik sowie Außen- und Sicherheitspolitik angeboten, sagte Merz dem Nachrichtensender n-tv. "Mir braucht niemand eine Aufgabe zuzuweisen." Er sei bereit zu helfen, "aber ich werde in keine Kommission, kein Gremium der Partei gehen", fügte Merz hinzu.

Staatsanwälte ermittelten bereits dreimal gegen tatverdächtigen Hacker - Magazin

Gegen den 20-jährigen Schüler, der hinter dem groß angelegten Datendiebstahl stecken soll, wird nach Spiegel-Informationen bereits in drei anderen Verfahren ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Gießen habe in den vergangenen Jahren drei Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Verdachts auf Ausspähen von Daten und der Fälschung "beweiserheblicher" Daten eingeleitet, berichtet das Nachrichtenmagazin laut Vorabmeldung in seiner neuen Ausgabe.

Zeitungen: Schwedens Parteien stehen kurz vor Einigung über neue Regierung

Vier Monate nach der Parlamentswahl in Schweden zeichnet sich eine Lösung bei der schwierigen Regierungsbildung ab: Nach Informationen mehrerer Medien steht die bisherige Minderheitsregierung aus Sozialdemokraten und Grünen kurz vor einem Abkommen mit der Zentrumspartei und den Liberalen. Zwischen den vier Parteien sei eine Lösung gefunden worden, berichtete die Online-Ausgabe der Zeitung Aftonbladet.

USA organisieren Nahost-Konferenz mit Schwerpunkt Iran in Polen

Die USA richten Mitte Februar in Polen eine internationale Konferenz zum Einfluss Teherans im Nahen Osten aus. Bei dem Treffen würden "dutzende Länder aus aller Welt" vertreten sein, sagte US-Außenminister Mike Pompeo dem Sender Fox News. In einer gemeinsamen Erklärung Polens und der USA hieß es, das Treffen am 13. und 14. Februar finde auf Ministerebene statt.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/AFP/sha

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January 11, 2019 13:00 ET (18:00 GMT)

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