Finanznachrichten

Fresenius kann Mittelfristziele wohl nicht halten

06.12.2018 - 23:09 Uhr


Von Britta Becks

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Gesundheitskonzern Fresenius wird seine Mittelfristziele für 2020 aller Voraussicht nach verfehlen. Zur Begründung verwies der DAX-Konzern auf die derzeitigen Erwartungen für dieses und nächstes Jahr. Für das Jahr 2019 rechnet Fresenius mit einem organischen Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Das Konzernergebnis wird auf dem Niveau von 2018 erwartet.

Der Bad Homburger Konzern erklärte, derzeit an Maßnahmen zur Umsatzsteigerung und Kostensenkung zu arbeiten, um die Profitabilität wieder zu verbessern. Für 2018 will Fresenius eine Erhöhung der Dividende entsprechend dem Ergebniswachstum vorschlagen und strebt auch für 2019 eine höhere Dividende an. Einen detaillierten Ausblick für 2019 sowie einen mittelfristigen Ausblick will Fresenius bei Veröffentlichung des Jahresergebnisses am 20. Februar 2019 nennen.

Bislang hatte sich Fresenius für 2020 einen Konzernumsatz zwischen 43 und 47 Milliarden Euro und ein Konzernergebnis von 2,4 bis 2,7 Milliarden Euro vorgenommen. Diese Mittelfristprognose beinhaltet kleine bis mittlere Zukäufe, aber keine großen Akquisitionen.

Ab 2020 erwartet Fresenius ein nachhaltiges organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Das Konzernergebnis soll organisch etwas stärker zulegen als die Erlöse.

Fresenius geht zudem davon aus, dass sich das Konzernergebnis-Wachstum beschleunigen wird, sobald das Biosimilars-Geschäft von Fresenius Kabi die Gewinnschwelle erreicht. Im Gegensatz zu den vorherigen Mittelfristzielen berücksichtigen diese Erwartungen keine Effekte kleiner und mittelgroßer Akquisitionen.

Der Konzern kündigte darüber hinaus an, die Investitionen in Forschung und Entwicklung im nächsten Jahr noch einmal zu erhöhen, um die Basis für das weitere mittelfristige Wachstum zu stärken.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/brb/raz

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December 06, 2018 17:09 ET (22:09 GMT)

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