Finanznachrichten

LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

14.09.2017 - 18:10 Uhr


Der Markt-Überblick am Abend, zusammengestellt von Dow Jones Newswires

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+++++ AKTIENMÄRKTE (18.10 Uhr) +++++

INDEX             Stand      +-%  +-% YTD 
EuroStoxx50    3.526,48   +0,09%   +7,17% 
Stoxx50        3.111,55   +0,10%   +3,35% 
DAX           12.540,45   -0,10%   +9,23% 
FTSE           7.295,39   -1,14%   +2,14% 
CAC            5.225,20   +0,15%   +7,46% 
DJIA          22.173,14   +0,07%  +12,20% 
S&P-500        2.495,75   -0,10%  +11,48% 
Nasdaq-Comp.   6.442,90   -0,27%  +19,69% 
Nasdaq-100     5.983,01   -0,36%  +23,02% 
Nikkei-225    19.807,44   -0,29%   +3,63% 
EUREX             Stand  +-Ticks 
Bund-Future      161,61      -14

+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++

ROHOEL          zuletzt  VT-Settl.  +/- %  +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex         50,12       49,3  +1,7%     0,82  -12,1% 
Brent/ICE         55,69      55,16  +1,0%     0,53   -5,2% 
 
METALLE         zuletzt     Vortag  +/- %  +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)    1.325,06   1.323,25  +0,1%    +1,81  +15,1% 
Silber (Spot)     17,71      17,78  -0,4%    -0,07  +11,2% 
Platin (Spot)    981,05     980,75  +0,0%    +0,30   +8,6% 
Kupfer-Future      2,93       2,96  -0,9%    -0,03  +16,3%

+++++ FINANZMARKT USA +++++

Nach dem jüngsten Rekordlauf an der Wall Street prägen kleine Gewinnmitnahmen das Geschäft. Allerdings hält sich die Verkaufsbereitschaft in Grenzen, zumal die belastenden Themen Nordkorea und Hurrikans weitgehend aus den Nachrichten verschwunden sind. Etwas Orientierung kommt von Konjunkturdaten, wo die vielbeachteten Verbraucherpreise stärker stiegen als erwartet. Die an sich gesunde US-Konjunktur leidet unter einer geringen Teuerung. Daneben wurden noch Daten zum wöchentlichen Arbeitsmarkt publiziert, die deutlich besser ausfielen als erwartet. Für United Natural Foods geht es um 9,7 Prozent nach oben. Der Lebensmitteleinzelhändler für Bio-Produkte überzeugte mit den Ergebnissen für das vierte Geschäftsquartal. Die Aktien von Lattice Semiconductor erholen sich von anfänglichen kräftigen Verlusten und legen um 0,3 Prozent zu. US-Präsident Donald Trump hat die Übernahme des Halbleiterunternehmens durch chinesische Investoren aus Gründen der nationalen Sicherheit abgelehnt. Im Dow steigen Boeing um 1,1 Prozent. Der Flugzeughersteller will die Produktion des 787 Dreamliner erhöhen. Verizon halten sich mit einem Plus von 0,4 Prozent ebenfalls besser als der Markt. Das Unternehmen hat mitgeteilt, dass es die Kosten bis 2021 um 10 Milliarden Dollar senken wolle.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

22:00 US/Oracle Corp, Ergebnis 1Q

+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

An Europas Börsen hat sich keine einheitliche Tendenz durchgesetzt. Am Aktienmarkt bewegte die Spekulation auf steigende Zinsen die Kurse deutlich. Denn unter Druck standen besonders die so genannten defensiven oder zinsreagiblen Branchen, die unter steigenden Zinsen leiden. So gab der Stoxx-Index der europäischen Versorger-Aktien um 0,5 Prozent nach. Der Index der Telekom-Titel fiel um 0,4 Prozent, auch die Hersteller von Gütern des täglichen Bedarfs sowie die Nahrungsmittelaktien verloren an Boden. Dagegen stieg der Index der Banken um 0,3 Prozent, Banken würden besonders stark von höheren Zinsen profitieren. Auch Einzelhandelsaktien legten mit einem Plus von 1,2 Prozent deutlich zu. Hier gewannen die Aktien des britischen Textileinzelhändlers Next 13 Prozent, nachdem das Unternehmen den Ausblick angehoben hat. Unter schwächeren China-Daten litten in Europa allerdings die Rohstoffwerte. Ihr Branchen-Index stellte mit einem Abschlag um 1,4 Prozent den mit Abstand schwächsten Sektor. Dagegen zog der Index der Ölaktien um 0,8 Prozent an. "Es wird weiter massiv umgeschichtet von Kupfer- in Ölwerte", sagte ein Händler. Der Branchenindex der Autotitel legte im Umfeld der IAA um weitere 0,8 Prozent zu. Deutsche Börse waren mit einem Minus von 1,7 Prozent größter DAX-Verlierer. Grund war laut Händlern dabei allerdings weniger die akzeptierte Geldbuße wegen angeblichen Insiderhandels in Höhe von 10,5 Millionen Euro, sondern das aufgeschobene Aktienrückkaufprogramm.

+++++ DEVISEN +++++

DEVISEN  zuletzt   +/- %  Do, 7:58 Uhr  Mi, 18.05 Uhr   % YTD 
EUR/USD   1,1882  +0,05%        1,1876         1,1899  +13,0% 
EUR/JPY   131,51  +0,25%        131,19         131,60   +7,0% 
EUR/CHF   1,1480  +0,27%        1,1450         1,1470   +7,2% 
EUR/GBP   0,8869  -1,38%        0,8993         1,1109   +4,1% 
USD/JPY   110,69  +0,19%        110,48         110,60   -5,3% 
GBP/USD   1,3396  +1,45%        1,3205         1,3218   +8,6%

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Unter den Erwartungen gebliebene Konjunkturdaten aus China haben am Donnerstag die Aktienmärkte in Ostasien ins Minus gedrückt. Anfänglich hatten die Börsen der Region noch im Plus gelegen und es sah danach aus, als ob es den vierten Tag in Folge nach oben gehen könnte. Doch sowohl die Industrieproduktion als auch die Anlageinvestitionen blieben hinter den Prognosen zurück. "Es hat uns überrascht, dass sich die Wachstumsrate der Industrieproduktion so rasch abgeschwächt hat", sagte China-Ökonomin Iris Pang von der ING. Gegen den Trend legte der Kospi in Seoul um 0,7 Prozent zu. Hier stützten die guten Vorgaben der Wall Street, wo Dow & Co erneut Rekordstände markiert hatten. Dazu kamen nach Aussage eines Händlers Käufe bei einzelnen Technologiewerten. Entgegen der allgemeinen Markttendenz zeigten sich die Aktien aus dem Öl- und Energiesektor mit Aufschlägen. Händler verwiesen zur Begründung auf die jüngste Erholung der Ölpreise. In Tokio gewannen Inpex 0,8 Prozent und für Japan Petroleum ging es um 1,0 Prozent nach oben. An der Börse in Sydney stiegen die Papiere des Ölunternehmens Santos um 1,0 Prozent und Oil Search legten um 0,7 Prozent zu. Dagegen fielen die Minenwerte mit den hinter den Erwartungen gebliebenen Konjunkturdaten aus China zurück. Die Aktie von BHP Billiton reduzierte sich um 1,8 Prozent und für Rio Tinto ging es um 1,7 Prozent nach unten. Deutlich unter Druck stund die Toshiba-Aktie, für die es in Tokio um 4,5 Prozent abwärts ging. Der US-Chiphersteller Western Digital, mit dem Toshiba gemeinsam eine Speicherchipfabrik betreibt, hält den geplanten Verkauf der Chipsparte an ein anderes Unternehmen für einen Vertragsverstoß.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR +++++

Daimler baut ersten vollelektrischen Lkw ab 2019 in Großserie

Daimler Trucks beginnt nach umfangreicher Erprobung mit der Markteinführung seines ersten vollelektrischen Leicht-Lkw in einer Kleinserie. Bis 2019 sollen 500 Fuso eCanter gebaut und an Leuchtturmkunden ausgeliefert werden. Anschließend will die Daimler-Tochter Mitsubishi Fuso mit der Großserienfertigung beginnen.

Bayer gründet JV zur Mikrobenforschung für Landwirtschaft

Der Agro- und Pharmakonzern Bayer investiert einen höheren zweistelligen Millionenbetrag in die Erforschung der Stickstoff-Fixierung bei landwirtschaftlichen Nutzpflanzen. Bayer gründet dazu mit dem in Boston ansässigen Biotech-Startup Gingko Bioworks ein paritätisch geführtes Gemeinschaftsunternehmen.

Innogy baut mit Staatsförderung über 1.000 Ladesäulen für E-Autos

Der Energiekonzern Innogy baut sein Ladenetz für Elektroautos deutlich aus. Das Unternehmen erhält von der Bundesregierung Fördermittel für den Bau von 1.245 Ladesäulen, die in den kommenden Monaten in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz entstehen sollen.

Autoliv prüft Aufspaltungen in zwei börsennotierte Unternehmen

Der schwedische Automobilzulieferer Autoliv prüft seine Aufspaltung: Der Konzern könnte sein Elektronikgeschäft von der Produktion von Sicherheitsvorrichtungen wie Sicherheitsgurten und Airbags trennen. Ein solcher Schritt würde das schneller wachsende Geschäft mit elektronischen Komponenten konkurrenzfähiger machen.

Amazon treibt Ausbau von Paket-Abholstationen voran

Der US-Internetkonzern Amazon treibt den Ausbau von Paket-Schließfächern für seine Kunden in Deutschland weiter voran. Die "Amazon Locker" genannten Abholstationen soll es bis Ende des Jahres an 200 Shell-Tankstellen sowie in einzelnen Filialen der Mobilfunkmarke O2 von Telefónica Deutschland geben, wie die Unternehmen ankündigten.

Zweitgrößte Bitcoin-Börse in China setzt Handel aus

Angesichts von Spekulationen über ein mögliches Bitcoin-Handelsverbot in China setzt eine der weltweit größten Börsen für die virtuelle Währung zum Ende des Monats ihren Handel aus. Am 30. September werde "jeglicher Handel" gestoppt, teilte die Plattform BTCC mit, dem Volumen nach zweitgrößter Bitcoin-Handelsplatz Chinas und drittgrößter der Welt.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz

(END) Dow Jones Newswires

September 14, 2017 12:10 ET (16:10 GMT)

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