Finanznachrichten

LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

09.11.2018 - 18:10 Uhr


Der Markt-Überblick am Abend, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MONTAG: In den USA bleibt der Anleihemarkt wegen des Feiertages "Veterans Day" geschlossen.

+++++ AKTIENMÄRKTE (18:08 Uhr) +++++

INDEX             Stand      +-%  +-% YTD 
EuroStoxx50    3.229,49   -0,25%   -7,83% 
Stoxx50        2.974,39   -0,24%   -6,40% 
DAX           11.529,16   +0,02%  -10,75% 
FTSE           7.107,14   -0,47%   -7,12% 
CAC            5.106,75   -0,48%   -3,87% 
DJIA          25.940,42   -0,96%   +4,94% 
S&P-500        2.774,33   -1,16%   +3,77% 
Nasdaq-Comp.   7.393,49   -1,82%   +7,10% 
Nasdaq-100     7.022,23   -1,90%   +9,78% 
Nikkei-225    22.250,25   -1,05%   -2,26% 
EUREX             Stand  +-Ticks 
Bund-Future      160,04      +68

+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++

ROHÖL           zuletzt  VT-Settl.  +/- %  +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex         59,96      60,67  -1,2%    -0,71   +3,3% 
Brent/ICE         69,89      70,65  -1,1%    -0,76  +10,5% 
 
METALLE         zuletzt     Vortag  +/- %  +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)    1.207,61   1.223,75  -1,3%   -16,15   -7,3% 
Silber (Spot)     14,12      14,45  -2,3%    -0,33  -16,6% 
Platin (Spot)    853,00     866,00  -1,5%   -13,00   -8,2% 
Kupfer-Future      2,69       2,74  -1,8%    -0,05  -19,8%

Die Ölpreise stehen weiter unter Abgabedruck. Neben dem festen Dollar gibt es die Sorge vor einem Überangebot. Die Blicke sind auf das Opec-Treffen am Wochenende gerichtet, nachdem es zuletzt Berichte gegeben hatte, dass Saudi-Arabien und Russland offenbar über Fördersenkungen im kommenden Jahr sprechen wollen. Dazu kommt die weiterhin auf Rekordniveau liegende US-Förderung. Sollte WTI im Minus schließen, wäre es der zehnte Tag in Folge mit Verlusten - zuletzt gab es eine derartige Serie 1984. Die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen in den USA lasten auf dem Goldpreis.

+++++ FINANZMARKT USA +++++

Mit Abgaben präsentiert sich die Wall Street am letzten Handelstag der Woche. Die weiter fallenden Ölpreise spiegeln dabei die zunehmenden Konjunktursorgen wider. Die US-Notenbank hält allerdings Zinskurs, eine weitere Anhebung im Dezember bleibt auch nach der Sitzung am Donnerstag wahrscheinlich. Es wäre bereits die vierte Erhöhung in diesem Jahr. Die Fed zeichnete ein sehr positives Bild der US-Wirtschaft. Dazu kommt der weiter schwelende Handelsstreit zwischen den USA und China, in dem sich keine Lösung abzeichnet. Die US-Erzeugerpreise sind im Oktober überraschend stark gestiegen: mit 0,6 Prozent doppelt so stark wie erwartet. Eine größere Reaktion bleibt jedoch aus. Weitere Zinsschritte seien schon eingepreist, so ein Händler. Die Fed habe den Markt erst am Donnerstag wieder darauf vorbereitet. Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im November zwar abgeschwächt, jedoch nicht so stark wie befürchtet. Unter den Einzelwerten gewinnen Walt Disney 2,8 Prozent. Der Unterhaltungskonzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr dank eines guten vierten Quartals bei Umsatz und Ergebnis einen Rekord erreicht. General Electric geraten nach einer kräftigen Kurszielreduzierung durch JP Morgan deutlich unter Abgabedruck und fallen um 10 Prozent auf 8,17 Dollar. Analyst Stephen Tusa kritisiert die jüngsten Zahlen als "schlechter als erwartet auf nahezu allen Ebenen" und senkt das Kursziel von 10 auf 6 Dollar.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++

Es stehen keine wichtigen Daten zur Veröffentlichung an.

+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Umschichtungen in den großen Fonds-Portfolios haben am Freitag eine einheitliche Tendenz an den europäischen Aktienmärkten verhindert. Die großen Indizes veränderten sich kaum. Bei den Branchen-Indizes und den Einzelwerten gab es allerdings große Ausschläge: "Fonds machen ihre Portfolios resistenter gegen eine konjunkturelle Schwächephase", sagte ein Händler. Während sie aus konjunktursensitiven Branchen wie Rohstoff-, Stahl- und Autoaktien herausgingen, wurden so genannte defensive oder konjunkturunabhängige Wachstumswerte aus der Nahrungsmittel- und der Pharmabranche gesucht. Auch der Versicherungsindex legte zu, unter anderem dank einer starken Allianz-Aktie (plus 2,7 Prozent) nach einem guten Quartalsbericht. Die Automobiltitel sowie die Papiere der Stahl- und Rohstoff-Unternehmen litten vor allem unter den Sorgen um die chinesische Konjunktur. Wegen des Handelsstreits mit den USA und der hohen Immobilienkredite wird nun auch eine harte Landung nicht mehr ausgeschlossen. Am chinesischen Automarkt könnte der Absatz in diesem Jahr sogar zurückgehen - erstmals seit 1990. Im Oktober fiel der Pkw-Absatz im Jahresvergleich um 13 Prozent. Das i-Tüpfelchen kam von Thyssenkrupp, deren Aktien mit einer Gewinnwarnung um 9,1 Prozent einbrachen. Der Stoxx-Index der europäischen Auto-Aktien fiel um 1,9 Prozent. Der Index der so genannten Basic Resources, zu denen die Stahlwerte gehören, sackte um 3,4 Prozent ab. Auch die Öl- und Gaswerte sowie die Banken und Industrie-Aktien lagen deutlich im Minus. Größter DAX-Gewinner waren Lufthansa mit einem Plus von 4,1 Prozent. Sie profitierten, wie auch andere europäische Luftfahrtaktien, vom fallenden Ölpreis. Air France-KLM stiegen um 1,7 Prozent, auch die Aktien der British-Airways-Mutter IAG legten um 1,6 Prozent zu.

+++++ DEVISEN +++++

DEVISEN   zuletzt   +/- %  Fr, 7:47 Uhr  Do, 17.09 Uhr   % YTD 
EUR/USD    1,1322  -0,37%        1,1349         1,1418   -5,8% 
EUR/JPY    128,80  -0,62%        129,31         129,99   -4,8% 
EUR/CHF    1,1395  -0,33%        1,1436         1,1456   -2,7% 
EUR/GBP    0,8727  +0,33%        0,8703         0,8708   -1,8% 
USD/JPY    113,79  -0,23%        113,92         113,84   +1,0% 
GBP/USD    1,2974  -0,69%        1,3043         1,3111   -4,0% 
Bitcoin 
BTC/USD  6.398,73   -1,0%      6.438,59       6.481,87  -53,2%

Der Dollar baut zum Wochenausklang seine Gewinne noch aus. Der Euro notiert aktuell in der Nähe seines Tagestiefs. Am Vortag hatte er im Hoch noch über 1,14 Dollar gelegen.

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Die asiatischen Aktienmärkte haben zum Ende der Woche Abgaben verbucht. Teilnehmer begründeten dies mit den andauernden Konjunktursorgen sowie dem schwelenden Handelskonflikt. "Obwohl die US-Zwischenwahlen vorbei sind, bleibt die Sorge, dass sich der Handelskrieg zwischen den USA und China langfristig weiter fortsetzen wird", so Norihiro Fujito von Mitsubishi UFJ Morgan Stanley. Zudem stand der Handel in Asien unter dem Eindruck der US-Notenbanksitzung am Donnerstag. Die Fed hatte ihren Leitzins konstant gehalten und ein überwiegend positives Bild der Wirtschaft gezeichnet, was darauf hindeutet, dass eine weitere Zinserhöhung bei der nächsten Sitzung im Dezember wahrscheinlich ist. Die US-Börsen gaben daraufhin etwas nach. Diese verhaltenen Vorgaben, besonders von der für Asien wichtigen technologielastigen Nasdaq, dämpften die Stimmung an den ostasiatischen Börsen. Aufgrund des niedrigen Ölpreises standen in der ganzen Region Ölwerte und Druck. In Schanghai verloren die Bankenwerte, nachdem Medienberichten zufolge aus Peking die Vorgabe gekommen war, dass mindestens ein Drittel der Kredite an private Unternehmen vergeben werden müssen. Die Ankündigung hatte bei Teilnehmern Bedenken hinsichtlich der Kredit-Qualität aufkommen lassen.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR +++++

Deutsche Lufthansa befördert im Oktober 9 Prozent mehr Passagiere

Die Deutsche Lufthansa hat konzernweit im Oktober rund 13,2 Millionen Fluggäste befördert. Dies entsprach nach Angaben der Deutschen Lufthansa einer Steigerung von 9,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das stärkste Wachstum verzeichneten die Netzwerk-Airlines des Konzerns, Lufthansa, Swiss und Austrian an den Drehkreuzen Wien und Zürich, gefolgt von München.

BVB nimmt mangels Transfererlösen im 1. Quartal 70% weniger ein

Der Bundesligaclub Borussia Dortmund (BVB) hat im ersten Geschäftsquartal 2018/2019 rund 70 Prozent weniger eingenommen als im Vorjahreszeitraum. Damals hatte der BVB dank des Transfers von Spielern zu anderen Clubs außergewöhnlich hohe Transfererlöse von insgesamt 136,2 Millionen Euro erzielt, insbesondere durch den Wechsel von Ousmane Dembele zum FC Barcelona.

Projektverzögerungen kosten MPC die Jahresziele

Der Investmentmanager MPC Münchmeyer Petersen Capital AG kann wegen einer Projektverzögerung die eigenen Jahresziele nicht mehr halten. Statt den Umsatz um 10 Prozent zu steigern, werde MPC einen Umsatzrückgang auf 40 bis 42 Millionen Euro hinnehmen müssen. 2017 hatte das Unternehmen noch 47,3 Millionen Euro erlöst, wie MPC mitteilte.

Gewinnrückgang trotz Umsatzplus beim Finanzvermittler OVB

Der Finanzvermittler OVB hat in den ersten neun Monaten einen Gewinnrückgang trotz Umsatzplus und steigender Kundenzahl verzeichnet. Das auf 8,3 Millionen von 10,5 Millionen Euro zurückgegangene operative Ergebnis sei der Umsetzung strategischer Maßnahmen sowie der Erfüllung höherer regulatorischer Anforderungen geschuldet, teilte das Unternehmen aus Köln mit.

Einnahmen und Gewinn von Monte Dei Paschi gesunken

Bei der italienischen Bank Monte dei Paschi di Siena zeigen die Sanierungsbemühungen noch keine Erfolge. Im dritten Quartal hat das Geldinstitut weniger eingenommen und verdient. Den Nettogewinn beziffert Monte dei Paschi auf 90,8 Millionen nach 241,9 Millionen Euro im Vorjahr. Die Einnahmen gingen von 1,37 Milliarden auf 809,5 Millionen Euro zurück, da sowohl der Zinsüberschuss als auch die Provisionen abnahmen.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros

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November 09, 2018 12:10 ET (17:10 GMT)

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