Finanznachrichten

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

07.12.2018 - 07:36 Uhr


Der als Fluchtwährung geltende Yen war zunächst gegenüber dem Dollar gesucht. Der US-Dollar rutschte im Tagestief bis auf 112,22 Yen nach Wechselkursen klar über der Marke von 113 am Vorabend. Im späten Geschäft erholte sich der Dollar auf 112,68 Yen. Der Dollar gab zudem nach etwas schwächer als gedacht ausgefallenen ADP-Arbeitsmarktzahlen auch zum Euro nach. Im Gegenzug stieg dieser bis auf das Tageshoch von 1,1413 Dollar, gab dann aber wieder auf 1,1383 nach.

+++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

                zuletzt  VT-Settl.  +/- %  +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex         51,02      51,49  -0,9%    -0,47  -11,7% 
Brent/ICE         59,40      60,06  -1,1%    -0,66   -5,7%

Die Ölpreise gerieten vor dem Hintergrund des gerade stattfindenden Opec-Treffens unter Druck. Brent-Öl verbilligte sich um 2,2 Prozent auf 60,18 Dollar. Vom Treffen der Opec-Staaten hieß es, dass man sich prinzipiell auf eine Förderkürzung geeinigt habe. Das Ausmaß der Maßnahme dürfte allerdings erst am Freitag festgelegt werden. Die derzeit offenbar diskutierte Senkung der Fördermenge um rund 1 Million Barrel würde derweil unter den Erwartungen bleiben. Auch der überraschende kräftige Abbau der Rohöllagerbestände in den USA konnte den Preisverfall zunächst nicht aufhalten. Im späteren Geschäft entfernten sich de Ölpreise aber immerhin von den Tagestiefs. Beide Ölsorten hatten früher am Tag schon 5 Prozent im Minus gelegen.

METALLE

                zuletzt     Vortag  +/- %  +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)    1.239,41   1.237,77  +0,1%    +1,64   -4,9% 
Silber (Spot)     14,47      14,47  +0,0%    +0,00  -14,6% 
Platin (Spot)    789,20     789,00  +0,0%    +0,20  -15,1% 
Kupfer-Future      2,75       2,74  +0,4%    +0,01  -17,9%

Der Goldpreis legte nach seiner jüngsten Rally noch etwas zu und stieg um 0,1 Prozent auf 1.238 Dollar. Im Hoch notierte er auf dem höchsten Niveau seit fünf Wochen. Das Edelmetall profitiert ebenfalls von seinem Status als "sicherer Hafen".

+++++ MELDUNGEN SEIT DONNERSTAG 17.30 UHR +++++

BELGIEN

Die Regierungskrise in Belgien wegen des Streits um den UN-Migrationspakt hat sich fortgesetzt. Nach einer hitzigen Debatte kündigte Ministerpräsident Charles Michel an, gegen den Willen des Koalitionspartners N-VA nächste Woche zum UN-Treffen in Marrakesch zu reisen, wo der Migrationspakt bestätigt werden soll.

BREXIT

Die geplante Fernsehdebatte über den Brexit zwischen der britischen Premierministerin Theresa May und Oppositionsführer Jeremy Corbyn fällt aus. Der Privatsender ITV gab seine Pläne für ein TV-Duell auf, ohne hierfür einen Grund zu nennen. Am Mittwoch hatte bereits die BBC ihren Verzicht erklärt, weil die beiden Kontrahenten sich nicht auf ein Format für die Debatte einigen konnten.

GELDPOLITIK USA

Der Präsident der Federal Reserve von Atlanta, Raphael Bostic, hat signalisiert, dass die Notenbank die Zinsen weiter erhöhen sollte. Allerdings verwies er auf die größere Unsicherheit bei den wirtschaftlichen Aussichten. Bei Berücksichtigung des starken Wirtschaftswachstums in den vergangenen Quartalen, einer "sehr niedrigen" Arbeitslosenquote und einer Inflation nahe am Ziel der Fed von 2 Prozent, sollten die Zinsen auf "neutralem" Niveau liegen, auf dem sie die Wirtschaft weder anschieben noch bremsen. "Ich glaube, wir sind derzeit in Rufweite von neutral und ich glaube auch, dass neutral der Punkt ist, an dem wir sein wollen", sagte Bostic.

Der Präsident der New Yorker Fed, John Williams, sieht die größte Aufgabe politischer Entscheidungsträger zurzeit darin, die die Wirtschaft nach Jahren der Expansion in Schwung zu halten. Das Hauptaugenmerk der Fed liege darauf, "eine weiche Landung zu schaffen". Der Notenbanker sprach nicht über den geldpolitischen Ausblick. Williams bekräftigte seine Ansicht, dass es der US-Wirtschaft mit niedrigen Inflationsraten zurzeit gut gehe. Anfang der Woche hatte er sich für langsame und stetige Zinserhöhungen ausgesprochen.

DEUTSCHE BANK

versucht nach der überraschenden Razzia vergangene Woche die Wogen weiter zu glätten. "Wir sind uns bislang keines Fehlverhaltens bewusst, also werden wir die Ergebnisse der Ermittler abwarten", sagte Finanzvorstand James von Moltke dem Sender CNBC. Den Vorstand der Bank sieht er durch die Ereignisse nicht geschwächt. Die Bank war von 170 Ermittlern wegen des Verdachts der Geldwäsche im Zusammenhang mit den 2016 veröffentlichten "Panama Papers" durchsucht worden.

MUNICH RE

Nach Fitch hat mit Moody's eine weitere Ratingagentur die Bonitätsbewertung der Munich Re bestätigt. Der Ausblick ist weiterhin stabil.

CARL ZEISS MEDITEC

Nachfolgend ein Vergleich der Konsensschätzungen mit den Gesamtjahreszahlen 2017/18:

                             BERICHTET    PROG  PROG 
Gj                        Gj17/18 ggVj Gj17/18  ggVj Gj16/17 
Umsatz                      1.281  +8%   1.292   +9%   1.190 
EBIT                          197  +9%     193   +7%     181 
Ergebnis nach Steuern/Dritten 126  -6%     128   -5%     134 
Ergebnis je Aktie            1,41 -10%    1,44   -8%    1,57 
Dividende je Aktie           0,55   --    0,53   -4%    0,55

FIAT CHRYSLER

plant ein neues Werk in Detroit. Dies sagten Personen, die über den Plan informiert sind. Es wäre das erste neue US-Montagewerk, das von einem großen inländischen Automobilhersteller seit der Zeit vor der Großen Rezession gebaut würde. Der Konzern wolle in der neuen Fabrik SUVs herstellen, heißt es.

ROCHE

Die FDA erteilt dem Roche-Mittel Tecentriq die Zulassung zur Lungenkrebstherapie.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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December 07, 2018 01:36 ET (06:36 GMT)

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