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Aktien Frankfurt: Auch der US-Arbeitsmarkt verschafft dem Dax keinen Kick

06.10.2017 - 14:58 Uhr


FRANKFURT (dpa-AFX) - Nicht einmal der US-Arbeitsmarktbericht hat den Dax am Freitagnachmittag über die zuletzt viel diskutierte Hürde von 13 000 Punkten befördern können. Nach Veröffentlichung der Zahlen kamen die Aktienkurse - nach kurzen Ausschlägen in beide Richtungen - per Saldo kaum vom Fleck. Der Dax handelte zuletzt 0,09 Prozent höher auf 12 979,04 Punkte. Kurz zuvor war der Leitindex auf ein neues Rekordhoch bei 12 993,53 Punkten geklettert und somit haarscharf an der 13 000er Marke gescheitert.

Der Arbeitsmarkt in den USA blieb im September mit einem Rückgang von 33 000 Stellen deutlich hinter den Erwartungen zurück. "Bei den neu geschaffenen Stellen wurde die Markterwartung zwar verfehlt. Dies kann aber auch an einem Mangel an Bewerbern liegen", schrieb Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners. Die durchschnittlichen Löhne und Gehälter stiegen dagegen stärker als erwartet. Damit könnten die Zinserwartungen in den USA steigen.

Der MDax , in dem die Aktien von 50 mittelgroßen Konzernen vertreten sind, gab um 0,17 Prozent auf 26 060,55 Punkte leicht nach. Der Technologiewerte-Index TecDax handelte 0,21 Prozent niedriger auf 2484,52 Punkte. Für den europäischen Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,08 Prozent auf 3610,48 Punkte abwärts.

Bei den Einzelaktien hielten sich die Kursausschläge ebenfalls in Grenzen. Aktien von Thyssenkrupp verloren 1,6 Prozent, sie lagen damit am Ende des Dax. Die Baader Bank äußerte sich eher verhalten zu Thyssenkrupp. So sei der Industriekonzern trotz der jüngsten Umbaumaßnahmen noch nicht aus dem Gröbsten heraus, schrieb Analyst Christian Obst.

ProSiebenSat.1 avancierten mit einem Aufschlag von 3,2 Prozent zum bisherigen Tagessieger im Dax. Die Aktien des Medienkonzerns bauten damit die Erholung der vergangenen Wochen aus. Ende August waren die Papiere nach enttäuschenden Aussagen zum Werbemarkt um fast 15 Prozent eingebrochen.

Kommentare von Analysten dominierten überhaupt das Geschehen. So fielen Aktien des Staplerherstellers Jungheinrich um 2,1 Prozent, nachdem die Baader Bank die Aktien von "Halten" auf "Verkaufen" abgestuft hatte. Auch die Bank Hauck & Aufhäuser war negativ gestimmt und senkte die Aktie von "Kaufen" auf "Halten".

Papiere von Xing büßten 3,6 Prozent ein, belastet von einer Abstufung durch die Commerzbank von "Buy" auf "Hold". Das Karrierenetzwerk sei zwar ein klarer Gewinner der Digitalisierung, merkte Analystin Heike Pauls an. Die Unternehmensstärke sei aber mit Blick auf die jüngste Rally der Aktie von etwa 40 Prozent in den vergangenen sechs Monaten nun ausreichend eingepreist.

Der Euro gab nach den US-Arbeitsmarktdaten in einer ersten Reaktion bis auf 1,1669 Dollar nach. Das war der tiefste Kurs seit Mitte August. Anschließend erholte sich die Gemeinschaftswährung jedoch wieder etwas auf 1,1688 Dollar.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,25 Prozent am Vortag auf 0,28 Prozent. Der Rentenindex Rex gab um 0,13 Prozent auf 140,98 Punkte nach. Der Bund-Future verlor 0,34 Prozent auf 160,80 Punkte./bek/das

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

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