Finanznachrichten

Innogy muss Plan für britisches Vertriebsgeschäft überdenken

08.11.2018 - 19:56 Uhr


FRANKFURT (Dow Jones)--Ein schwächeres Marktumfeld und regulatorische Eingriffe gefährden die bestehenden Pläne von Innogy für die verlustreiche britische Tochter Npower. Der deutsche Energieversorger will Npower mit dem Vertrieb des schottischen Versorgers SSE zusammenlegen. Doch nun seien angesichts des Marktumfelds neue Verhandlungen über die im November 2017 angekündigte Transaktion erforderlich, teilte Innogy mit.

Möglicherweise seien zusätzlich zu erbringende direkte oder indirekte Finanzierungsbeiträge durch jede Partei erforderlich. Es bleibe das Ziel, die betroffenen Aktivitäten zusammenzuführen und die neue Gesellschaft an der Londoner Börse zu notieren. Die erforderlichen Anpassungen sowie deren Auswirkungen auf die Transaktionsstruktur und auf den Zeitplan würden derzeit jedoch untersucht und diskutiert.

Erst vor einem Monat hatte die britische Wettbewerbsbehörde CMA endgültig grünes Licht für die Fusion der Innogy-Tochter in Großbritannien mit dem Vertrieb des schottischen Versorgers SSE gegeben. Innogy wollte sich auf diesem Weg aus dem harten Wettbewerb auf dem britischen Markt zurückziehen. SSE mit Sitz in Schottland ist ein großer britischer Versorger für Strom und Gas mit 20.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von knapp 30 Milliarden Pfund. Npower ist mit einem Umsatz von rund 7 Milliarden Pfund wesentlich kleiner.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/jhe

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November 08, 2018 13:56 ET (18:56 GMT)

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