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Pfeiffer stemmt sich gegen Übernahme · 02. Mai 2017

Pfeiffer Vacuum mit starkem Auftakt

Werksgebäude von Pfeiffer Vacuum
Quelle: Pfeiffer Vacuum/Presse
Der Pumpenspezialist Pfeiffer Vacuum hat im ersten Quartal 2017 kräftig zugelegt. So konnten Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert werden. Das scheinen wichtige Argumente angesichts einer drohenden Übernahme durch den Konkurrenten Busch.

-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion-
Von Januar bis März sind die Umsätze bei Pfeiffer Vacuum um fast 25 Prozent auf 136,9 Millionen Euro gestiegen. Noch rasanter konnte die Gewinn zulegen. Das EBIT hat sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um mehr als 60 Prozent verbessert und liegt mittlerweile bei 21,4 Millionen Euro. Abzüglich von Steuern und Zinsen verdiente Pfeiffer Vacuum somit 14,8 Millionen Euro, allein im ersten Quartal. Die Prognose für das laufende Jahr wurde ebenfalls bestätigt. Entsprechend zufrieden zeigt sich Manfred Bender, Vorstandsvorsitzender der Pfeiffer Vacuum Technology AG: "Mit dem Jahresauftakt 2017 haben wir unsere hohen Erwartungen sogar noch übertroffen […]Die Zahlen des ersten Quartals sind ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass Pfeiffer Vacuum strategisch, technologisch und finanziell sehr gut aufgestellt ist, um als unabhängiges Unternehmen von den langfristigen Wachstumspotenzialen in der Vakuumindustrie zu profitieren. Wir bieten unseren Aktionären damit eine attraktive Langfristperspektive." Wie lange Pfiffer Vacuum allerdings noch „unabhängig“ sein wird, steht auf einem anderen Blatt Papier.

Pfeiffer stemmt sich gegen Übernahme

Pfeiffer Vacuum stemmt sich, bislang erfolgreich, gegen eine Übernahme durch den Konkurrenten Busch. Das Unternehmen aus dem Schwarzwald hält bereits knapp 30 Prozent an dem Unternehmen aus dem Tec-DAX, strebt nun jedoch eine komplette Übernahme an. Hierzu besserte Busch zuletzt sein erstes Angebot nach und bietet mittlerweile 110 Euro pro Anteilsschein. Allerdings kostete die Pfeiffer-Aktie am 11. April, dem letzten Börsenhandelstag vor der Veröffentlichung der zweiten Angebotsunterlagen durch die Busch-Gruppe, 119,95 Euro. Vor diesem Hintergrund wurde das Angebot abgelehnt. In einer Stellungnahme von Pfeiffer Vacuum heißt es am 12. April: „Nach Meinung von Vorstand und Aufsichtsrat spiegelt die angebotene Gegenleistung den Wert, den Pfeiffer Vacuum als eigenständiges Unternehmen erzielen kann, nicht angemessen wider.“ (die vollständige Stellungnahme finden Sie hier).

Pfeiffer mit optimistischem Ausblick

Die Pfeiffer-Aktie hat sich in den vergangenen Monaten prächtig entwickelt und den Gesamtmarkt vergleichsweise deutlich outperformed. Allein auf Sicht der vergangenen drei Monate steht für das Tec-DAX-Unternehmen ein Kursplus von mehr als 18 Prozent zu Buche. Für die kommenden Monate gibt man sich bei Pfeiffer zudem weiter optimistisch. Laut Konzernangaben liegt der Auftragseingang aktuell deutlich über dem des Vorjahres und Pfeiffer Vacuum geht man nun davon aus, dass der aktuell positiv Trend noch eine Weile andauern könnte.