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Analystenkommentare des Tages · 02. Mai 2017

Nach Zahlen: Macquarie senkt AMD auf „Underperform“

Prozessor-Chips von AMD in einer Packung
Quelle: yauhenka/Shutterstock
Ist der Chiphersteller AMD trotz des jüngsten Rücksetzers immer noch zu hoch bewertet? Befindet sich Alphabet weiterhin "auf Kurs zu einem nachhaltigen Wachstum"? Die wichtigsten Analystenkommentare des Tages. Ein Auszug.

-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion-
Die australische Investmentbank Macquarie hat den Chipkonzern AMD nach Zahlen von „Neutral“ auf „Underperform“ zurück gestuft. Analyst Srini Pajjuri nahm gleichzeitig sein Kursziel von 14 auf 10 US-Dollar zurück. Wie Pajjuri schreibt, habe AMD zwar seine Schätzungen für das erste Quartal bestätigt, allerdings habe man die hohen Markterwartungen deutlich verfehlt. Dabei hatte AMD im ersten Quartal einen Umsatzsprung von satten 18 Prozent allein im ersten Quartal zu verzeichnen. Der Nettoverlust verringerte sich von 109 auf 73 Millionen Euro. Und trotzdem wurde die Aktie von AMD zu Beginn der Woche massiv abgestraft und verlor allein im nachbörslichen US-Handel zwischenzeitlich mehr als elf Prozent. Doch auch dieser Rücksetzer kann Analyst Pajjuri nicht wirklich besänftigen. Aus seiner Sicht impliziere die aktuelle Bewertung noch immer hohe Marktanteilsgewinne und hohe Ergebnismargen. Aus seiner Sicht sind das weiterhin durchaus ambitionierte Ziele, welche nur schwer zu halten sein dürften.

HSBC hebt Kursziel für AXA an

Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für den französischen Versicherer AXA von 23,70 Euro auf 26,10 Euro angehoben. Die Einstufung bleibt allerdings unverändert auf „Halten“. Wie Analyst Thomas Fossard schreibt, reflektiere das neue Kursziel „die Verlagerung seines Bewertungshorizonts in die Zukunft und die Anpassung an jüngste Marktbewegungen“.

Nomura: Alphabet bleibt ein „Kauf“

Das japanische Analysehaus Nomura hat bereits in der Vorwoche seine Kaufempfehlung für die Alphabet-Aktie bestätigt und das Kursziel von 925 auf 985 US-Dollar angehoben. Analyst Anthony DiClemente sieht den Internetkonzern weiterhin „auf Kurs zu einem nachhaltigen Wachstum“. Der Konzern hätte im Zuge der Zahlen alle Erwartungen, teilweise deutlich, übertroffen. Wie Alphabet bereits in der Vorwoche bekannt gab, stieg der operative Gewinn im ersten Quartal um 23 Prozent und somit sogar deutlicher als der Umsatz. Ausgehend von den starken Quartalszahlen erhöhte DiClemente seine Umsatz- und Gewinnschätzungen für die beiden kommenden Geschäftsjahre.

Großbritannien behält AA – Ausblick negativ

Die Ratingagentur Standard & Poors bewertet die Bonität Großbritanniens weiterhin mit AA und attestiert den Briten somit eine „sehr gute bis gute Bonität“ (zur Rating-Matrix der Börse Stuttgart). Allerdings sehen die Experten im bevorstehenden „Brexit“ noch immer ein „signifikantes Risiko für die Wirtschaft des Landes“. Zudem würden mit den bevorstehenden Austrittsverhandlungen zahlreiche Unsicherheiten einhergehen, weshalb der Ausblick für Großbritannien ebenfalls unverändert mit „negativ“ bewertet wird.