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Ausblick enttäuscht Anleger · 04. Mai 2017

Facebook mit deutlicher Gewinnsteigerung

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Quelle: rvlsoft/Shutterstock
Facebook konnte Umsatz und Gewinn im ersten Quartal deutlich steigern. Eigentlich gute Nachrichten für Aktionäre, wenn es da nicht den eher verhaltenen Ausblick geben würde.

-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion-
Wie bereits Alphabet beziehungsweise Google in der Vorwoche profitiert auch Facebook von steigenden Werbeeinnahmen auf Mobilgeräten. Wie das Unternehmen gestern Abend mitteilte, stiegen die Erlöse im vergangenen Quartal um satte 77 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 3,06 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz stieg um ebenfalls beachtlich 49 Prozent auf nun etwas mehr als acht Milliarden US-Dollar. Knapp 85 Prozent der Erlöse wurden durch Werbeeinnahmen generiert. „Der Mobilmarkt ist unser Wachstumstreiber“, konstatierte Facebook-Finanzchef Dave Wehner.

Stößt Facebook an Grenzen des Wachstums?

Allerdings könnte genau hier mittelfristig ein Problem liegen. Facebook will seinen Kunden nicht zu viel Werbung zumuten, weshalb man sich in einem gewissen Dilemma befindet, welches dauerhaft nur schwer zu lösen sein könnte. Entsprechend fragen sich einige Investoren bereits seit geraumer Zeit, wie Facebook auf diesem Gebiet weiter wachsen kann, ohne gleichzeitig Nutzer zu vergraulen. Zwar übertrafen die Werbeeinnahmen auch diesmal die Erwartungen von Analysten, doch auch bei Facebook selbst gibt man sich in Sachen Ausblick eher verhalten. Für den Rest des laufenden Börsenjahres geht man auch bei Facebook davon aus, dass die Werbeerlöse deutlich langsamer zulegen dürften als noch zu Beginn des Jahres.

Aktie verliert nachbörslich

Dieser eher verhaltene Ausblick nun auch manchen Anleger etwas verschreckt. Nachbörslich rutschte die Aktie um gut 2,4 Prozent ab. Doch der kleine Rücksetzer dürfte durchaus verkraftbar sein. Auf Eurobasis konnte die Facebook-Aktie auf Sicht der vergangenen drei Monate um fast 15 Prozent zulegen. Auf Jahressicht kommt die Aktie des sozialen Netzwerks sogar auf ein Plus von mehr als 35 Prozent.