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Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert · 04. Mai 2017

Adidas startet mit einem Sprint ins neue Jahr

adidas-Store in London
Quelle: pio3/Shutterstock
Das kann sich sehen lassen. Adidas konnte im ersten Quartal 2017 seine Umsätze und den Gewinn deutlich steigern. Ausruhen will man sich dennoch nicht. Kasper Rorsted gibt schon wieder ambitionierte Ziele aus.

-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion-
Die Aktie von adidas gehörte über Monate hinweg zu den absoluten Top-Performern am deutschen Aktienmarkt. Wenngleich die Dynamik seit ein paar Wochen etwas nachgelassen hat, so können sich Aktionäre immer noch über ein Plus auf Jahressicht von mehr als 60 Prozent freuen. Auf Sicht von drei Monaten kommen die Anteilsscheine der Herzogenauracher auf einen Zuwachs von fast 24 Prozent. Die Vorschusslorbeeren konnte adidas nun mit Zahlen untermauern. Wie der Sportartikelhersteller am Morgen bekannt gab, stieg der währungsbereinigte Umsatz um 16 Prozent. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen erhöhte sich sogar um 30 Prozent auf 455 Millionen Euro. Die Erwartungen von Analysten wurden somit deutlich übertroffen. Entsprechend zufrieden zeigt sich Kasper Rorsted, Vorstandsvorsitzender von adidas: „Wir sind dank einer anhaltenden Umsatz- und Gewinndynamik stark ins Jahr gestartet. Unsere wichtigsten Marken – adidas und Reebok – sowie alle unsere bedeutenden Märkte haben zweistellige Umsatzsteigerungen erzielt“.

Adidas punktet in den USA

Adidas konnte zuletzt in allen relevanten Zielmärkten, mit Ausnahme von Russland, deutliche Zuwächse erzielen. Besonders starken gewachsen ist adidas zuletzt in Nordamerika und China mit einem Plus von 31 beziehungsweise 30 Prozent. Auf dem japanischen Markt konnten die Herzogenauracher immerhin noch um 21 Prozent zulegen. Vor allem die hohen Zuwächse in dne USA dürften für adidas von besonderer Bedeutung sein. Es ist noch nicht allzu lange her, dass der Rivale Under Armour den deutschen Sportartikelhersteller von Platz zwei auf dem amerikanischen Sportmarkt verdrängt hat. Doch dies scheint angesichts der heute vorgelegten Zahlen eine Anekdote aus einer anderen Zeit, was nicht zuletzt daran liegt, dass Under Armour selbst mit Problemen zu kämpfen hat. Der „Emporkömmling“ aus den USA konnte seine Umsätze im ersten Quartal um lediglich sieben Prozent steigern. In den 24 Quartalen zuvor ist Under Armour jeweils um mindestens 20 Prozent gewachsen.

Optimistischer Ausblick

Für das laufende Geschäftsjahr gibt man sich bei adidas nun erwartungsgemäß optimistisch. Kasper Rorsted: „Aufbauend auf diesen Ergebnissen bestätigen wir unsere Prognose für das Gesamtjahr. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, auch in 2017 zweistelliges Umsatzwachstum und eine überproportionale Profitabilitätssteigerung zu verzeichnen.“ Adidas rechnet für das Gesamtjahr mit einem währungsbereinigten Umsatzanstieg um 11 bis 13 Prozent. Die Bruttomarge soll ebenfalls, wenngleich nur leicht, um 0,5 Prozent auf 49,1 Prozent gesteigert werden. Hinsichtlich des Gewinns erwartet adidas ebenfalls einen zweistelligen Zuwachs im Bereich von 18 bis 20 Prozent. In Summe würde dies einem Wert zwischen 1,2 bis 1,225 Milliarden Euro entsprechen.

Aktie zuletzt sehr gut gelaufen

Die Aktie von adidas ist nun, wie eingangs bereits erwähnt, in den vergangenen Monaten bereits sehr gut gelaufen und in den Augen einiger Beobachter nicht mehr wirklich günstig bewertet. So bestätigte heute die Citigroup ihre Empfehlung die adidas-Aktie zu „Halten“. Das Kursziel bleibt unverändert bei 180 Euro pro Anteilsschein. Zwar habe der operative Gewinn des Unternehmens die allgemeinen Markterwartungen übertroffen, so Analyst Dan Homan, allerdings hätten die heutigen Zahlen leicht unterhalb seiner eigenen Prognose gelegen. Aufgrund dessen, dass die Prognose von adidas bestätigt wurde, dürfte die Markterwartung zudem weitestgehend unverändert bleiben.