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Analysten sehen weiteres Potenzial · 05. Mai 2017

Evonik kommt gut ins Jahr

Evonik-Fahnen vor der Konzernzentrale
Quelle: Evonik/Presse
Auch Evonik kann sich über einen gelungenen Start in das laufende Geschäftsjahr freuen. Der Spezialchemiekonzern konnte seine Umsätze und Gewinne gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern.

-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion-
Evonik konnte in den Monaten von Januar bis März seine Umsätze um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern. Insgesamt setzte der MDAX-Konzern aus Essen 3,68 Milliarden Euro um. Nach Konzernangaben beruht das starke Wachstum auf einer erhöhten Nachfrage sowie der erstmaligen Einbeziehung des Spezialadditivgeschäfts von Air Products. Vorstandschef Klaus Engel zu den Zahlen: „Der erfolgreiche Start in das Jahr zeigt, dass wir mit unserer Wachstumsstrategie auf dem richtigen Weg sind“. Dieser „erfolgreiche Start ins Jahr“ lässt sich auch an den Erlösen ablesen. Das bereinigte EBITDA legte im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent auf 612 Millionen Euro zu. Höhere Gewinne erzielte Evonik vor allem in den Bereichen „Resource Efficiency“ und „Performance Materials“. Im Bereich „Nutrition & Care“ gingen die Gewinne gegenüber dem Vorjahr leicht zurück, was der Konzern mit gesunkenen Preisen für Tiernahrung begründet.

Übernahme belastet Konzernergebnis

Trotzdem gibt es auch ein kleines Haar in der heute servierten Suppe. Das bereinigte Konzernergebnis blieb mit 260 Millionen Euro zwar halbwegs konstant, allerdings lag das Konzernergebnis rund 80 Millionen unterhalb des Vorjahreswertes. Diesen Rückgang erklärt Evonik mit Einmalaufwänden im Rahmen der Übernahme des Spezialadditivgeschäfts von Air Products. Was die Eingliederung dieses Geschäftsbereichs angeht, zeigt man sich jedoch zufrieden. So kündigte Evonik heute an, dass die erwarteten Synergien von rund 70 Millionen Euro bis 2020 voll ausgeschöpft werden könnten.

Evonik mit optimistischem Ausblick

Alles in allem zeigt man sich von Analystenseite und auch bei Evonik selbst durchaus zufrieden mit den Zahlen für das abgelaufene Quartal: „Die Verbindung aus organischem Wachstum und strategischen Akquisitionen hat unser Unternehmen gestärkt. Wir sind auf einem guten Weg, weniger anfällig für Konjunkturzyklen und ausgeglichener in unserem Portfolio zu sein“, so Klaus Engel. Umsatz und operativer Gewinn lagen zudem oberhalb der Erwartungen von Analysten.

Analysten empfehlen Aktie zum "Kauf"

Und offenbar hat die Evonik-Aktie noch weiteres Potenzial, zumindest nach Meinung einiger Analysten. Erst gestern empfahl die Commerzbank die Aktie zum „Kauf“ und setzte ein Kursziel von 33 Euro fest. Bereits im April sprachen Bernstein Research und Morgan Stanley eine Kaufempfehlung für die Evonik-Aktie aus. Das höchste Kursziel kommt dabei von Morgan Stanley. Analyst Paul Walsh attestiert der Aktie ein Kurspotenzial bis 36 Euro.