Nachrichten

Gastbeitrag Commerzbank Research · 05. Mai 2017

DAX: Zielzone erreicht

Analyse einer Aktie auf einem Monitor
Quelle: FERNANDO BLANCO CALZADA/Shutterstock
Wird die Luft für den DAX langsam dünn? In dieser Woche konnte der DAX wieder eine Reihe neuer Hochs erreichen, doch zumindest aus technischer Sicht, nehmen die Risiken langsam zu. Eine Analyse der Commerzbank.

Knock-out-Produkte der Commerzbank auf den DAX
Knock-Out-Finder der Börse Stuttgart: KO-Finder
Wunschzertifikat selbst zusammenbauen: Wunschzertifikat
 
Der DAX formte gestern eine Aufwärtslücke und setzte seinen Aufwärtstrend im frühen Handel dynamisch fort. Am frühen Nachmittag erreichte das Aktienbarometer mit dem neuen Rekordhoch bei 12.648 Punkten die bedeutende Ziel- und Widerstandszone 12.633-12.668 Punkte. Dort begann eine Konsolidierung, die bis zum Schluss andauerte. Der Index schloss auf dem Tageshoch.

Trend bleibt aufwärts gerichtet

Aus preislicher Sicht ergeben sich derzeit keine negativen Aspekte. Der Trend bleibt in allen Zeitebenen aufwärts gerichtet. Insofern kann ein unmittelbares Durchbrechen der bis 12.668 Punkte erreichten Hürde nicht ausgeschlossen werden. Dann ergäbe sich weiteres Aufwärtspotenzial in Richtung zunächst 12.833 Punkte.

Markttechnische Situation überhitzt?

Mit Blick auf die überhitzte markttechnische Situation, die negative Saisonalität sowie das euphorische Sentiment muss jedoch ganz klar auf ein stark erhöhtes Risiko einer kurzfristigen Konsolidierung oder auch ausgeprägten Korrektur hingewiesen werden. Die Stops bestehender Long-Positionen sollten daher engmaschig nachgezogen werden, um aufgelaufene Gewinne zu schützen. Ein erstes preisliches Warnsignal im Stundenchart entstünde heute mit einem Rutsch unter das Reaktionstief bei 12.604 Punkten. Dann dürfte die Zone 12.559-12.576 Punkte angesteuert werden.

Risiken nehmen zu

Darunter rückt die bedeutendere Supportzone 12.532-12.540 Punkte in den Fokus. Ein Tagesschluss darunter würde auch im Tageschart zu einer signifikanten technischen Eintrübung führen. Die gestrige Lücke hätte sich dann als bearishe Erschöpfungslücke entpuppt, was das Risiko einer mindestens mehrtägigen Korrekturphase mit sich brächte. Darunter befinden sich nächste relevante Unterstützungen bei 12.504 Punkten, 12.478 Punkten und vor allem 12.376/12.391 Punkten.

Quelle: Bloomberg