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Baukonzern will hoch hinaus · 10. Mai 2017

Hochtief steigert Umsatz und Gewinn

Logo von Hochtief
Quelle: 360b/Shutterstock
Darauf lässt sich aufbauen. Der Baukonzern Hochtief ist fulminant in das laufende Geschäftsjahr gestartet. Umsatz und Konzerngewinn wurden zweistellig gesteigert.

-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion-
Hochtief hat im ersten Quartal satte 88,3 Millionen Euro verdient und somit gut 40 Prozent mehr als im Vorjahresvergleichszeitraum. Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um 17 Prozent zulegen und lag zuletzt bei 5,15 Milliarden Euro. Beide Kennzahlen lagen leicht oberhalb der Erwartungen von Analysten. Die Gewinnsteigerung ist vor allem darauf zurückzuführen, dass es Hochtief zuletzt gelungen ist die saisonalen Effekte etwas einzudämmen. Der Mittelabfluss im Winterquartal lag zuletzt gut 100 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Des Weiteren profitiert Hochtief von einer höheren Gewinnmarge und einem beschleunigten Umsatzwachstum. Die operative PBT-Marge stieg im ersten Quartal um 20 Basispunkte auf mittlerweile 3,8 Prozent.

Auftragsbücher sind prall gefüllt

Zudem sind die Auftragsbücher bei Hochtief prall gefüllt. Der Auftragsbestand erreichte den höchsten Stand seit Beginn der Transformation des Konzerns im Jahr 2013 und belief sich zum Ende der Berichtsperiode auf 45 Milliarden Euro. Das entspricht ebenfalls einer Steigerung von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei den Auftragseingängen konnte der Baukonzern zuletzt ebenfalls zulegen. Diese stiegen zuletzt um 18 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro. Angesichts der starken Zahlen konnte Hochtief seinen Ausblick für das laufende Jahr bestätigen. Der Baukonzern strebt einen operativen Konzerngewinn in Höhe von 410 bis 450 Millionen Euro an. Die Umsätze sollen zudem um mindestens 10 Prozent gesteigert werden.

Aktie mit starker Performance

Die Hochtief-Aktie hat ebenfalls einen überaus beachtlichen Jahresstart hinter sich. Auf Sicht der vergangenen drei Monate konnte die Aktie des Baukonzerns immerhin um fast 24 Prozent zulegen. Auf Jahressicht steht immerhin bereits ein Plus von mehr als 50 Prozent zu Buche. Auf Analystenseite stieß die Aktie zuletzt dennoch nur auf mäßiges Interesse. So gab es in den vergangenen Wochen genau einen neuen Kommentar von Commerzbank-Analyst Norbert Kretlow. Kretlow zeigte sich im Vorfeld der Zahlen eher pessimistisch was den weiteren Ausblick für Hochtief angeht und bestätigte seine Einschätzung für den Baukonzern mit „Reduce“. Sein Kursziel blieb ebenfalls unverändert auf 116 Euro. Nach heutigem Stand wäre dies immerhin ein Abschlag von rund 33 Prozent.