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Gastbeitrag Commerzbank Research · 10. Mai 2017

DAX: Die Kräfte schwinden

Knopf mit der Aufschrift Risiko
Quelle: Olivier Le Moal/Shutterstock
Wird es für den deutschen Leitindex langsam eng? Fakt ist: Die Kurve zeigt seit Wochen fast ununterbrochen nach oben. Vor diesem Hintergrund steigen die Korrektur-Risiken, meinen zumindest die Analysten der Commerzbank.

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Der DAX bewegte sich im gestrigen Handel zunächst weiter nordwärts. Nach dem Erreichen eines neuen Rekordhochs bei 12.783 Punkten formte sich am frühen Nachmittag im Stundenchart ein bearisher Doji. Dieser leitete eine Schwächephase ein, die die Notierung wieder unter das letzte Reaktionshoch bei 12.762 Punkten fallen ließ.

Risiko einer Korrektur bleibt deutlich erhöht

Die Tageskerze (Spinning Top) signalisiert im Rahmen des weiterhin intakten Aufwärtstrends eine Abschwächung des Momentums, was durch die Ablösung vom oberen Bollinger-Band bestätigt wird. Mit Blick auf die überhitzte Markttechnik, die ungünstige Saisonalität und das euphorische Sentiment bleibt das Risiko einer zeitnah anstehenden Konsolidierung oder Korrektur deutlich erhöht. Die Einnahme neuer Long-Positionen erscheint daher nur in Kursschwäche hinein interessant. Die Stops bestehender Long-Positionen sollten zur Gewinnsicherung engmaschig nachgezogen werden.

Entscheidende Wegmarken

Mit Blick auf die Oberseite besteht die Möglichkeit einer unmittelbaren Ausdehnung des laufenden Aufwärtsimpulses in Richtung 12.792 Punkte, 12.833/12.850 Punkte sowie 13.000 Punkte, falls das Hoch bei 12.783 Punkten überwunden werden kann. Potenzielle nächste Auffangbereiche auf der Unterseite liegen bei 12.719/12.721 Punkten, 12.696/12.707 Punkten sowie 12.648-12.660 Punkten. Das nachhaltige Unterschreiten der letztgenannten Zone würde das kurzfristige Chartbild deutlicher eintrüben und den Übergang in eine ausgeprägte Konsolidierung oder Korrektur nahelegen.

Quelle: Bloomberg