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Analystenkommentare des Tages · 10. Mai 2017

Goldman streicht Zalando von der „Conviction Buy List“

Zalando-Zentrale in Berlin
Quelle: 4kclips/Shutterstock
Goldman Sachs hat Zalando aus ihrer "Conviction Buy List" gestrichen. Dennoch bleibt die Aktie aus Sicht von Analyst Richard Edwards ein "Kauf". Wie passt das zusammen? Die Analysten-Kommentare des Tages. Ein Auszug.

-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News-Redaktion-
Goldman Sachs hat den Onlinehändler Zalando von ihrer sagenumwobenen „Conviction Buy List“ gestrichen und das Kursziel von 53 auf 48 Euro gesenkt. Trotz der Kursziel-Senkung empfiehlt Analyst Richard Edwards die Zalando-Aktie weiterhin zum „Kauf“. Selbst mit dem angepassten Kursziel hätte die Aktie noch immer ein Kurspotenzial von rund 20 Prozent. Aufgrund der anhaltend positiven Einschätzung verwundert die Streichung von der „Conviction Buy List“ ein wenig. Edwards begründet diese jedoch damit, dass er in Zalando derzeit kein mögliches Übernahmeziel mehr sehe. Zudem habe Zalando zuletzt seine Infrastruktur-Investitionen erhöht, was zwar grundsätzlich positiv zu bewerten sei, kurzfristig jedoch zu Lasten der Rentabilität gehe. Insofern geht der Analyst von einer etwas niedrigeren Gewinnmarge für das laufende Jahr aus.

Commerzbank im Fokus

Im Zuge der jüngst vorgestellten Zahlen stand heute die Commerzbank im Fokus vieler Analysten. Zwar zeigen sich diese noch immer nicht wahnsinnig euphorisch, dennoch hoben alle drei ihr Kursziel für das Finanzinstitut an.
Den Anfang machte heute Morgen das Analysehaus RBC Capital. Analystin Anke Reingen hob ihr Kursziel für die Commerzbank-Aktie von 7,50 Euro auf 9,00 Euro an, beließ jedoch die Einstufung auf „Sector Perform“. Reingen schreibt in einer heute veröffentlichten Studie, dass sie durch das erhöhte Kursziel die verbesserten konjunkturellen Aussichten berücksichtige. Attraktiver bewerte sie aktuell jedoch italienische Finanzwerte. Diese würden aus Sicht von Reingen ebenfalls von einem verbesserten Zinsumfeld profitieren, hätten jedoch ein deutlich höheres Kurspotenzial zu bieten.
Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat ebenfalls ihr Kursziel für die Commerzbank-Aktie von 6,90 Euro auf 8,50 Euro angehoben. Die Einstufung bleibt jedoch unverändert auf „Neutral“. Analyst Andreas Hakansson gibt zwar zu, dass die Commerzbank zuletzt die Erwartungen deutlich übertroffen habe, allerdings seien größere Abweichungen auf dem „absolut geringen Ergebnisniveau“ nicht weiter überraschend. Wenngleich sich das Risiko aufgrund der starken Kernkapitalquote verringert habe, sei die Entwicklung in den Geschäftsbereichen nach wie vor eher durchwachsen.
Am Nachmittag zog auch JP Morgan nach und erhöhte das Kursziel von 7,10 Euro auf 9,60 Euro. Die Einstufung bleibt jedoch ebenfalls auf „Neutral“. Analyst Kian Abouhossein konstatiert, dass die Commerzbank die allgemeinen Markterwartungen zwar übertroffen, seine eigenen jedoch verfehlt habe. Seine Gewinnschätzung passte er dennoch leicht nach oben an.

Jefferies hebt Kursziel für Deutsche Telekom an

Bereits gestern hob Jefferies ihr Kursziel für die Aktie der Deutschen Telekom von 13,20 Euro auf 13,30 Euro an. Die Einstufung bleibt jedoch unverändert auf „Underperform“. Analyst Ulrich Rathe begründet seine Neubewertung damit, dass er seine Gewinnschätzungen an die Entwicklung der Wechselkurse angepasst habe. Insgesamt rechnet er jedoch mit wenig Bewegung bei der Aktie und bleibt – vor Zahlen – insgesamt vorsichtig.