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Pimco liefert wieder · 12. Mai 2017

Allianz feiert Umsatzplus

Allianz-Zentrale in Prag
Quelle: josefkubes/Shutterstock
Das kann sich sehen lassen. Die Allianz startet sehr erfolgreich in das laufende Geschäftsjahr. So konnten Umsätze und Gewinn deutlich gesteigert werden. Und auch ein Sorgenkind scheint endlich wieder in der Spur.

-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion-
Es geht also doch noch. Die Allianz hat im ersten Quartal ihren Umsatz um 2,5 Prozent auf 36,2 Milliarden Euro gesteigert. Das operative Ergebnis legte sogar um 9,2 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro zu. Maßgeblichen Anteil daran hatten die Vermögensverwaltung sowie die Fonds-Tochter Pimco. Vor allem bei Pimco darf man sich endlich wieder zufrieden zeigen. Das war in den vergangenen Monaten nicht immer so. Einen kleinen Wermutstropfen stellt der leichte Nettogewinnrückgang dar. Im Vergleich zum Vorjahr sackte dieser um 15 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro ab, was bei der Allianz mit einer hohen Vergleichsbasis aus dem Vorjahr begründet wird. Im Vorjahr konnten die Münchener noch von einmaligen Gewinnen aus Finanzbeteiligungen profitieren.

Geschäft mit Lebensversicherungen boomt

Als wahre „Cash-Cow“ entwickelte sich im vergangenen Jahr das Kranken- und Lebensversicherungsgeschäft. Allein in diesem Sektor konnte die Allianz den operativen Gewinn um mehr als 30 Prozent steigern. Insgesamt verdiente man allein in diesem Bereich rund 1,2 Milliarden Euro. Endlich wieder auf Kurs scheint zudem die Vermögensverwaltung. Im Bereich „Asset Management“ konnte der operative Gewinn um rund 25 Prozent auf 572 Millionen Euro gesteigert werden. Das für Dritte verwaltete Vermögen stieg zum Ende des Quartals auf 1,4 Billionen Euro. Die zuletzt gebeutelte Fonds-Tochter Pimco verzeichnete einen Nettomittelzufluss von satten 21 Milliarden Euro. Mit der jüngsten Entwicklung bei Pimco zeigt man sich mittlerweile wieder zufrieden: "Die Nettomittelzuflüsse Dritter bei Pimco nahmen an Fahrt auf aufgrund der überdurchschnittlichen Entwicklung von Pimco in mehreren Anlagestrategien", so Finanzvorstand Dieter Wemmer. Einen kleinen Rückschlag musste die Allianz allerdings im Sektor „Schadens- und Unfallversicherungen“ hinnehmen. Hier ging das operative Ergebnis um 13 Prozent auf nun 1,3 Milliarden Euro zurück. So verschlechterte sich auch die Schaden-Kosten-Quote, sie stieg auf 95,6 von 93,3 Prozent. Je niedriger die Quote, desto profitabler arbeitet eine Versicherung.

Ausblick wird bestätigt

Beim Ausblick für das Gesamtjahr gibt man sich bei der Allianz durchaus optimistisch und will an den bisherigen Zielen festhalten: „Allianz startete gut in das Jahr 2017. Mit diesen Ergebnissen ist die Gruppe auf dem Weg, das operative Ergebnisziel für das Gesamtjahr von 10,8 Milliarden Euro, plus oder minus 500 Millionen Euro, vorbehaltlich unvorhergesehener Ereignisse, Krisen oder Naturkatastrophen, zu erreichen“, so Dieter Wemmer, Finanzvorstand der Allianz SE.

Analysten sind optimistisch

Die Aktie der Allianz entwickelte sich zuletzt solide, aber nicht überragend. Mit einer Performance von etwas mehr als zehn Prozent, folgte die Allianz-Aktie zuletzt mehr oder weniger dem Gesamtmarkt. Vor allem seit Beginn des Monats rückte die Aktie wieder verstärkt in den Fokus von Analysten. So gab es seit Anfang Mai bereits neun Analystenkommentare, wobei ganze sieben die Aktie zuletzt zum „Kauf“ empfohlen haben. Die Kursziele für die Aktie reichen dabei von 178,00 Euro (UBS) bis 200 Euro (Commerzbank). Zumindest aus Sicht der Commerzbank hätte die Aktie demnach noch ein Kurspotenzial von rund 16 Prozent.