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...und diesen Chancen trauert er nach · 16. Mai 2017

Auf diese drei Unternehmen setzt Warren Buffett

Warren Buffett lacht
Quelle: Kent Sievers/Shutterstock
Star-Investor Warren Buffett hat im ersten Quartal sein Depot mal wieder ordentlich umgeschichtet. Auf welche Werte das "Orakel von Omaha" nun setzt und welchen Chancen er nachtrauert, erfahren Sie hier.

-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion-
Wie aus einem am Montag bei der US-Börsenaufsicht eingereichten Finanzbericht hervorgeht, hat Warren Buffett seinen Anteil bei Apple und einigen Fluglinien aufgestockt. So hat der Starinvestor sein Apple-Aktienpaket auf insgesamt 129 Millionen Anteilsscheine erhöhte und somit quasi verdoppelt. Auf dem aktuellen Niveau hat das Aktienpaket in etwa einen Gegenwert von rund 19 Milliarden US-Dollar.

Investor setzt auf Airlines

MÄRKTE & MACHER 4:00min, 15. Mai 2017, 11:06 Uhr
Während der Starinvestor seine Meinung bezüglich Apple bereits vor einiger Zeit geändert hat, ist sein erweitertes Engagement bei zwei Airlines halbwegs erstaunlich. So stockte Buffett auch sein Engagement bei American Airlines um acht Prozent und bei Southwest Airlines um zehn Prozent auf. Bei Delta Airlines zog sich der Starinvestor allerdings ein wenig zurück und verringerte seine Anteile um ebenfalls acht Prozent. Gänzlich zurückgezogen hat sich Buffetts Firma Berkshire Hathaway aus dem Unterhaltungsriesen 21st Century Fox.

Buffett fährt IBM-Investment zurück

Ebenfalls nicht mehr in der Gunst von Buffett liegt das Computer-Urgestein IBM. Wie Buffett bereits zu Beginn des Monats in einem Fernseh-Interview ausplauderte. Buffett senkte sein Engagement bei IBM von 81 auf 50 Millionen Euro. Angesichts einer IBM-Marktkapitalisierung von rund 130 Milliarden war der Anteil von Buffett jedoch bereits im Vorfeld nicht allzu hoch. Im Fall von IBM gibt Buffett allerdings zu, dass er das Potenzial der Aktie zuletzt überschätzt habe. Auf Sicht von einem Jahr steht für die Aktie von IBM gerade einmal ein Plus von rund sechs Prozent zu Buche. Angesichts der jüngsten Entwicklung am Gesamtmarkt, stellt dies ein eher mageres Ergebnis dar.

Einstieg bei Google verpasst

Während sein Engagement bei IBM noch durchaus verkraftbar erscheint, grämt sich das „Orakel von Omaha“ gleich zweier verpasster Chancen. Irgendwie scheint es ein wenig, als würde es zwischen dem Tech-Sektor in den USA und dem Starinvestor nicht mehr die ganz große Liebe. Bei seinen Investments im US-Tech-Sektor, siehe auch IBM, kommt Buffett auf eine eher durchschnittliche Rendite. Wie das US-Magazin „Fortune“ berichtet, habe Buffett seinen Aktionären gegenüber eingestanden, dass ihm bereits kurz nach dem Börsengang von Google Anteile angeboten wurden. Damals habe er sich sogar mit den Firmengründern getroffen, um einen möglichen Einstieg auszuloten. Allerdings habe er einen solchen abgelehnt, da er das Potenzial nicht erkannt habe. „Das habe ich vergeigt“, so Buffett. Gegenüber der CNBC präzisierte Buffett worin er das große Potenzial von Google und seiner Muttergesellschaft Alphabet sieht. "Sie haben ein natürliches Monopol im Anzeigengeschäft", so der 86-jährige. Was Buffett meint: Im Fall von Google beziehungsweise Alphabet handelt es sich um ein sogenanntes „Burggraben-Unternehmen“. Alphabet hat mittlerweile eine derart exponierte Marktstellung (oder wie es Buffett bezeichnet, ein „natürliches Monopol“), dass es für konkurrierende Unternehmen geradezu unmöglich ist, diese Position anzugreifen. Ganz ähnlich sieht es bei Amazon aus. Auch hier habe er das Potenzial unterschätzt und sei deshalb nicht in die Firma von Jeff Bezos eingestiegen. Doch auch im Falle von Amazon sprechen viele Beobachter mittlerweile von einem solchen „Burggraben-Unternehmen“. Der Onlinehändler kommt mittlerweile auf einen derart hohen Marktanteil, dass ein nachhaltiger Angriff konkurrierender Unternehmen fast schon aussichtslos erscheinen muss.