Nachrichten

Tesla, Extreme Networks und Co. · 17. Mai 2017

George Soros: Die vier Top-Performer aus seinem Depot

George Soros auf einer Veranstaltung der London School of Economics
Quelle: Adrin Shamsudin/Shutterstock
Während Warren Buffett in diesen Tagen mit seinen verpassten Chancen hadert, kann die andere Investoren-Legende, George Soros, bislang ganz zufrieden sein. Allein seine besten vier Aktien, konnten zuletzt um knapp 50 Prozent zulegen.

-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion-
In absoluten Zahlen erscheint George Soros gegenüber Warren Buffett fast schon als „armer Schlucker“. Während das Vermögen von Buffett auf rund 73 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, kommt Soros auf „nur“ gut 25 Milliarden US-Dollar. Doch auch Soros hat sein Geld in den vergangenen Jahren nicht unbedingt durch schlechte Investments an der Börse verdient. Zuletzt lief es für den gebürtigen Ungarn sogar richtig prächtig. Allein seine besten vier Investments kamen zuletzt auf eine Rendite von etwas mehr als 50 Prozent. Auf welche Unternehmen hat Soros gesetzt?

Tesla: Der bekannteste Outperformer

Der Elektropionier ist wahrscheinlich der hierzulande bekannteste Outperformer im Portfolio von George Soros. Die Tesla-Aktie konnte, beflügelt durch ordentliche Zahlen zum ersten Quartal, allein seit Jahresbeginn um gut 50 Prozent zulegen. Zwischenzeitlich avancierte Tesla sogar zum wertvollsten Autobauer der USA und das, obwohl das Unternehmen von Elon Musk im ersten Quartal nur gut 25.000 Fahrzeuge abgesetzt hat. Für die Konkurrenz um GM oder Ford, wären derartige Verkaufszahlen geradezu lachhaft. Doch ein Investment bei Tesla, scheint vor allem eine Wette auf die Zukunft und weniger auf den Status Quo. Und diese Zukunft scheint in den Augen vieler Anleger durchaus rosig zu werden...

Extreme Networks: Übernahmen kommen gut an

Während Warren Buffett immer wieder mit seinen verpassten Tech-Investments hadert, scheint George Soros auch im Tech-Sektor eine gute Nase für lukrative Investments zu haben. Die Aktie des Soft- und Hardware-Spezialisten Extreme Networks konnte auf Jahressicht um mehr als 180 Prozent zulegen. Allein in den vergangenen drei Monaten ging es für die Anteilsscheine um fast 50 Prozent nach oben. Extreme Networks profitierte in den vergangenen Wochen immer wieder von getätigten Übernahmen, welche am Markt mit entsprechendem Wohlwollen aufgenommen wurden. So übernahm Extreme Network in diesem Jahr bereits die Netzwerksparte des insolventen Konkurrenten Avava oder auch den Daten-Center-Spezialisten Brocade Communication Systems (wenngleich hier noch ein endgültiger Vollzug aussteht). Während sich derartige Übernahmen oftmals negativ auf die Bilanz auswirken, so scheint auch dies bei Extreme Networks eher nicht der Fall zu sein. Vor ziemlich genau zwei Wochen legte das Unternehmen richtig starke Zahlen für das dritte Quartal vor, was von den Marktteilnehmern erneut entsprechend honoriert wurde.

Wayfair: Wachstum erfreut Anleger

Die Performance der Aktie des Internet-Möbel-Händlers kann sich ebenfalls sehen lassen. Allein in den vergangenen drei Monaten kam die Aktie von Wayfair auf ein hübsches Plus von mehr als 40 Prozent. Das Unternehmen aus Boston profitierte dabei ebenfalls von äußerst starken Quartalszahlen. Im Zuge derer konnte der Aktienkurs vor gut zwei Wochen von rund 45 US-Dollar auf zwischenzeitlich mehr als 58 US-Dollar ansteigen. Und das, obwohl das Unternehmen im Rahmen der jüngsten Zahlen einen Verlust ausweisen musste. Dieser lag jedoch unterhalb der Erwartungen von Analysten. Dies allein hätte jedoch sicher nicht ausgereicht, um für ein derartiges Kursfeuerwerk zu sorgen. Für eine gewisse Euphorie sorgte jedoch die Tatsache, dass Wayfair die Umsätze zuletzt deutlich steigern konnte und auch für die kommenden Wochen und Monate einen deutlichen Umsatzanstieg erwartet.

MakeMyTrip: Indischer Outperformer

Eine breite Diversifikation ist natürlich auch für Starinvestoren wichtig. So investiert George Soros natürlich nicht nur in Unternehmen aus den USA. MakeMyTrip ist ein Online-Reiseunternehmen mit Sitz im indischen Haryana. Wenngleich die Dynamik in den vergangenen Wochen etwas nachgelassen hat, so konnte die Aktie auf Jahressicht immerhin um mehr als 125 Prozent zulegen. Die leichte Konsolidierung der Aktie ist jedoch nicht weiter verwunderlich. Bereits zu Beginn des Jahres gab das Unternehmen bekannt, dass die Fusion mit der ibibo Group abgeschlossen sei. Dieser Zusammenschluss, zum nun größten Reiseanbieter Indiens, wurde an der Börse bereits recht zügig eingepreist, was schlussendlich auch das große Kursplus von mehr als 125 Prozent auf Jahressicht erklärt.