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Gastbeitrag Commerzbank Research · 17. Mai 2017

EUR/USD – Fortsetzung der Rally

Würfel mit der Aufschrift
Quelle: SergeyP/Shutterstock
Ist der Euro so stark oder einfach der US-Dollar so schwach? Fakt ist: Heute Morgen stieg der Euro gegenüber der US-Währung auf ein Halbjahreshoch. Wie es kurzfristig weitergehen könnte, erläutern die Analysten der Commerzbank.

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Das Währungspaar EUR/USD hatte Anfang Januar ein 14-Jahres-Tief bei 1,0341 USD markiert und damit die wichtige Unterstützung aus dem Jahr 2015 bei 1,0463 USD ganz knapp unterschritten. Dieser Ausbruch erwies sich jedoch als Bärenfalle, da die letztgenannte Marke zügig zurückerobert werden konnte.

Mittelfristiger Aufwärtstrend wurde etabliert

Seither konnte die Notierung einen mittelfristigen Aufwärtstrend etablieren. In Reaktion auf das Ergebnis der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich sprang sie schließlich am 24. April über die bedeutsame Widerstandszone 1,0800/1,0838 USD. Sie resultierte aus der 200-Tage-Linie sowie der Abwärtstrendlinie vom bei 1,1616 USD ausgebildeten Hoch im Mai 2016. Bei 1,1022 USD kam es zu einem Rücksetzer, der im Bereich 1,0840 USD auf Support traf. Seit Freitag bewegt sich die Notierung wieder dynamisch aufwärts. Dabei konnte gestern die Hürde bei 1,1022 USD aus dem Weg geräumt werden und im heutigen asiatischen Handel ein 6-Monats-Hoch bei 1,1117 USD erreicht werden.

Gibt es jetzt Gewinnmitnahmen?

Kurzfristig sollte nun angesichts des Fibonacci-Widerstands bei 1,1129/1,1133 USD mit Gewinnmitnahmen gerechnet werden. Es bedürfte eines signifikanten Tagesschlusses über dieser Hürde, um eine unmittelbare Fortsetzung des Aufwärtstrends in Richtung der nächsten mittelfristigen Ziel- und Widerstandszone 1,1300-1,1428 USD zu signalisieren. Potenzielle nächste Unterstützungen für die zu erwartende Verschnaufpause liegen bei 1,1022 USD und 1,0911-1,0974 USD. Das positive Mittelfrist-Bias würde erst unter der soliden Supportzone 1,0738-1,0940 USD beseitigt.
 

Quelle: Commerzbank AG